Fantasy Island – Erscheint später auf DVD und Blu-ray, digitale Premiere im Sommer

Dass Produzenten zugunsten der Massentauglichkeit gerne mal Kompromisse im Hinblick auf die Gewaltdarstellung eingehen, ist so alt wie das Kino selbst. Auch Fantasy Island wurde im Februar mit einer nachträglich erwirkten PG-13-Fassung gestartet, obwohl der Regisseur eigentlich auf ein R-Rating (damit ist Personen unter 17 Jahren der Besuch nur in Begleitung eines Erwachsenen gestattet) aus war. Nachträglich, nämlich im Heimkino, kommt Jeff Wadlow jetzt aber doch noch zu seinem Unrated Director’s Cut, der viele der entfernten und zusätzlichen Szenen wieder in den Film integriert und zumindest hierzulande gar nicht so „Unrated“ ist, wie es der Titel vorgibt. Denn jetzt urteilte die FSK wie schon bei der Kinofassung mit einer Einstufung ab 16 Jahren für die verlängerte Regiefassung, deren Zusätze sich offenbar nur geringfügig auf den Härtegrad der übersinnlichen Horror-Geschichte von Blumhouse Productions (Halloween, Der Unsichtbare) auswirken. Wie der Film ursprünglich aussehen sollte, zeigt sich dann zum digitalen Verkaufsstart am 20. Juni 2020. Bei Amazon.de ist der Unrated Cut bereits für 17 Euro vorbestellbar.

NACHTRAG: Deutsche Zuschauer brechen nun doch erst im Herbst nach Fantasy Island auf – zumindest dann, wenn man den Film auch tatsächlich in der Hand halten will. Wegen der weiter anhaltenden Logistik- und Marketingschwierigkeiten erscheint die Blumhouse-Produktion jetzt nicht mehr wie ursprünglich geplant im Juni, sondern erst Oktober, also passend zu Halloween. Die digitale VOD-Premiere (sowohl im Kino- als auch Unrated Director’s Cut) ist dagegen noch immer für den 20. Juni 2020 vorgesehen. Käufer der physischen Editionen schauen in die Röhre.

Macht einen Trip auf die Horror-Insel mit Fantasy Island:

Und so kam es laut Jeff Wadlow zu den unterschiedlichen Schnittfassungen: „Ich habe Jason (Blum) gesagt, dass der Film unbedingt ein R haben muss. Am Ende kam es dann anders. Aber das ist wieder das beste Beispiel dafür, dass man Dinge ändern und mit dem Strom schwimmen muss“, beichtet Wadlow. „Gefühlt war ein R unumgänglich, denn mit dieser Einstellung und Absicht wurde der Film schließlich gedreht. Doch nachdem wir Fantasy Island einem Testpublikum gezeigt hatten, wurde mir klar, dass er gar nicht so heftig ist wie vermutet. Ein paar Schnitte später bekamen wir schließlich ein PG-13. Wir haben einen etwas längeren Cut fürs Heimkino. Aber der Film funktioniert auch ohne diese Zusätze, da es in erster Linie um die Charaktere und ihre Emotionen geht. Da spielt es keine Rolle, ob der Film ein PG-13 oder R-Rating aufgedrückt bekommen hat. Es geht um Emotionen und wie die Schauspieler sie rüberbringen“, so Wadlow abschließend.

Geschrieben am 30.04.2020 von Torsten Schrader
Kategorie(n): Fantasy Island, News



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