Freitag der 13. – Der Zug ist abgefahren: Hellraiser-Regisseur will nicht mehr!

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Vor geraumer Zeit, noch bevor der Netflix-Hit The Ritual, das Horror-Drama The House at Night und das Hulu-Remake Hellraiser umgesetzt wurden, stand Regisseur David Bruckner kurz davor, Slasher-Franchise Freitag der 13. neues Leben einzuhauchen. Vor rund sieben Jahren warf der Filmemacher allerdings das Handtuch, da die Marke bekanntlich in einen ungemütlichen Rechtsstreit geriet – ohne die Hoffnung auf eine baldige Lösung des Konfliktes.

Nun, Jahre später, gibt Bruckner in einem Interview zu, dass es wohl genau so kommen musste: «Ich wäre damals noch gar nicht dazu bereit gewesen, bei einem Freitag der 13.-Streifen Regie zu führen», verrät der 44-Jährige gegenüber dem Hollywood Reporter. «Wenn ich ganz ehrlich bin, sind die Welt aus Hellraiser, darin erforschte Themen, die visuelle Qualität eher mein Ding. Als Geschichtenerzähler habe ich dann wesentlich mehr zu bieten.»

«Daher freut es mich, dass ich gewartet, mich zunächst um kleinere Independent-Projekte gekümmert habe.» Im Gespräch mit den Kollegen von ComicBook ließ Bruckner nun sogar durchsickern, dass er inzwischen gar kein Interesse mehr daran habe, sich erneut dem Massaker im Camp Crystal Lake zu widmen. «Mich jetzt noch einmal mit Freitag der 13. auseinanderzusetzen, wäre schwierig für mich.»

Für David Bruckner hat sich Freitag der 13. erledigt. ©Paramount

Wieso David Bruckner sein Interesse verloren hat

«Das ist wie bei Vorsprechen bei Schauspielern. Ab einem gewissen Punkt muss man weiterziehen und die Sache hinter sich lassen. Ich habe so viel Zeit in das damalige Vorhaben investiert, mit echt wundervollen Drehbuchautoren zusammengearbeitet – doch ich habe mich verändert. Die Ideen, die wir uns gemeinsam ausgedacht haben, sind aus heutiger Sicht nicht mehr interessant für mich. Ich bin aber nach wie vor ein Fan der Reihe.»

«Wenn du an einer IP wie Hellraiser oder Freitag der 13. arbeitest, musst du dir bewusst machen, dass sie dir nicht gehört, sondern jedem. Ich habe nicht den ultimativen Hellraiser-Film geschaffen, sondern nur einen davon. Es werden weitere folgen, genauso wie es in Zukunft weitere Ableger von Freitag der 13. geben wird. So eine IP ist viel zu wertvoll, die Fans lieben sie. Wenn Jason irgendwann wiederbelebt wird, werde ich natürlich der erste sein, der sich in ein Kino setzt und herausfinden will, was daraus gemacht wurde.»

In den vergangenen Wochen und Monaten gab es immer mehr Indizien, dass der Rechtsstreit im Fall Freitag der 13. ein Ende gefunden hat und sich die Parteien Sean S. Cunningham sowie Victor Miller intern endlich einig geworden sind – bei diesem überaus komplizierten Gerichtsbeschluss wäre aber auch kaum etwas anderes möglich als eine berufliche Versöhnung.

FREITAG DER 13. soll demnächst endlich wiederbelebt werden

Am Ende wollen der Regisseur und der Drehbuchautor ohnehin dasselbe – Jason Voorhees und seine mörderische Machete nach einer 13-jährigen Abwesenheit wieder ins Kino bringen! Natürlich wollen sie das, aber wer kann es den beiden Herrschaften auch verübeln?

Halloween von David Gordon Green (Stronger, Ananas Express) stellt seit dem Blumhouse-Revival vor vier Jahren gekonnt unter Beweis, dass sich mit einer kultigen Slasher-Marke verdammt viel Geld in die Kinokassen schwemmen lässt – insbesondere dann, wenn die Originalgeschichte mit demselben Protagonisten fortgesetzt wird. Eine Laurie Strode hatte Freitag der 13. allerdings nie vorzuweisen.

Horror erfreut sich jedenfalls immer größerer Beliebtheit, weswegen wir uns absolut sicher sind, dass auch ein Jason Voorhees die Säle abermals voll kriegen würde – nur halt ohne Bruckner als Regisseur.

©Warner Bros.

Geschrieben am 21.10.2022 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Freitag der 13., News, Top News