Freitag der 13. – Wird Jason Voorhees 2023 endlich wiederbelebt?

Kommt endlich ein neuer Freitag der 13. ins Kino, in dem der Antagonist abermals ein kleines Blutbad anrichtet? Während sich Michael Myers in diesem Jahr bereits zum dritten Mal seit dem kommerziell geglückten Halloween-Revival von 2018 quer durch Haddonfield schlachtet, immer auf der Suche nach seiner Erzfeindin Laurie Strode, konnte sein ebenso mörderischer Kollege Jason Voorhees seinen Schöpfern Sean S. Cunningham und Victor Miller lediglich dabei zusehen, wie sie sich jahrelang vor Gericht streiten, dabei eine Menge Zeit und Geld verschwendet haben.

Da in dieser Hinsicht inzwischen eine für beide Parteien eher problematische Entscheidung getroffen wurde und sowohl Regisseur Cunningham als auch Drehbuchautor Miller dadurch hoffentlich realisiert haben, dass Teamwork der einzige Weg zum Ziel ist, könnte die Machete schwingende Horror-Ikone tatsächlich bald ihr Comeback feiern. Hoffnung auf eine potenzielle Versöhnung hinter den Kulissen macht jedenfalls Cunninghams aktualisierte Biografie auf seinem offiziellen Cameo-Account:

«Sean S. Cunningham hat den Horrorfilm Freitag der 13. inszeniert und produziert, den ikonischen Bösewicht Jason Voorhees erschaffen. Die Reihe umfasst mittlerweile zwölf Ableger und bekommt 2023 einen weiteren Teil spendiert.» Na wenn sich das mal nicht vielversprechend anhört.

Soll 2023 endlich wieder töten: Jason Voorhees. ©Warner Bros.

Was ist Cameo?

Ihr habt in diesem Artikel zum allerersten Mal von dieser Plattform gehört und habt keinen blassen Schimmer, welchen Nutzen sie hat? Dann helfen wir euch mal auf die Sprünge: Cameo stellt eine amerikanische Video-Sharing-Website dar, die 2016 von Steven Galanis, Martin Blencowe und Devon Spinnler Townsend erstellt wurde und es Prominenten wie Cunningham ermöglicht, personalisierte Videobotschaften an Fans zu senden – selbstverständlich gegen eine Bezahlung, die je nach Größe und Beliebtheit vom Talent ganz schön hoch ausfallen kann. Die Nachfrage bestimmt den Preis.

Es besteht natürlich trotzdem immer noch die Möglichkeit, dass dieses Projekt ohne Beteiligung von Miller umgesetzt wird und Cunningham ausschließlich von jenen Rechten Gebrauch macht, die ihm seit dem Gerichtsbeschluss vor einigen Monaten auch offiziell zustehen. Es stellt sich allerdings die Frage, ob das schlau wäre und wie viel Sinn das überhaupt machen würde, da man sich als Langzeit-Liebhaber der Marke in einem solchen Fall schon einmal von einem klassischen Franchisevertreter verabschieden könnte (siehe hier), was zwar schade, aber halt die gegenwärtige Realität wäre.

Drücken wir also die Daumen, dass sich die beiden Herrschaften gemeinsam an einen Tisch gesetzt, ernsthaft ausgesprochen und ihre Sturheit beiseite gelegt haben, damit sich die legendäre Reihe in der uns bekannten Form aus dem Pausenmodus zurückmeldet und Voorhees das tun kann, was er noch immer am liebsten macht – unschuldige Teenager ins Jenseits befördern, die einen Fuß ins Camp Crystal Lake setzen und dort seine Aufmerksamkeit erregen.

Slasher-Ikone bereitet sich auf ihr Comeback vor. ©Warner Bros.

Das FREITAG DER 13.-Remake von 2009

Zuletzt geschah dies schließlich vor 13 langen Jahren, als The Texas Chainsaw Massacre-Regisseur Marcus Nispel im Auftrag vom Produzenten-Trio Michael Bay (Die Insel, Bad Boys – Harte Jungs), Brad Fuller (A Quiet Place, The Purge) und Andrew Form (Ouija – Spiel nicht mit dem Teufel, The Hitcher) sein Reboot von der Leine ließ.

Die moderne Neuauflage mit hohem Bodycount, in der Schauspieler Jared Padalecki (Supernatural, Cry_Wolf) in die männliche Hauptrolle schlüpfte, hat Warner Bros. damals rund 19 Millionen US-Dollar gekostet, die nach dem Startwochenende, das US-amerikanischen Fans über 40 Millionen US-Dollar an Einnahmen wert war, schon wieder eingespielt werden konnten. Insgesamt kam der Slasher damals auf etwas mehr als 90 Millionen US-Dollar, galt somit als Großerfolg.

Eigentlich waren Bay und Co. nach diesem äußerst erfreulichen Run sehr daran interessiert, einen Nachfolger zu produzieren, der in einer Schneelandschaft gespielt hätte. Doch dem Vorhaben wurde aus bekannten Gründen nie grünes Licht erteilt – der Rechtsstreit lässt grüßen! Man darf nun aber gespannt sein, wobei es sich bei diesem neuen Freitag der 13.-Streifen wirklich handelt und ob er in derselben Welt spielt wie die ursprünglichen Teile oder womöglich erneut alles auf Anfang setzt. Was wäre euch am liebsten?

©Warner Bros.

Geschrieben am 26.08.2022 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Freitag der 13., News, Top News



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