Get In (or die trying) – Deutscher Trailer sorgt für Home Invasion-Horror

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In einem Subgenre, das gefühlt schon alles gesehen und erlebt hat, fällt es schwer, noch neue Akzente zu setzen. Filmemacher Olivier Abbou, der seit Territories – Willkommen in den Vereinigten Staaten von Amerika aus dem Jahr 2010 auch deutschen Genrefans ein Begriff ist, versucht es trotzdem und stellt die Konventionen des Home Invasion-Thrillers in seinem französischen Get In – or die trying (im Original Furie) gehörig auf den Kopf. Hier sind es nicht etwa gesichtslose Angreifer, sondern der Eigentümer selbst, der in sein Haus einzubrechen versucht, das von skrupellosen Besetzern in Beschlag genommen wurde. Was folgt, ist ein mörderisches Katz- und Mausspiel zwischen Rache-Fantasie und Home Invasion-Albtraum, dem wir – seine deutsche Premiere hatte der Film letzten Sommer beim Fantasy Filmfest – in wenigen Wochen im Heimkino beiwohnen dürfen. Bevor man ab 27. März aber zur DVD oder Blu-ray Disc greift, ist Hauptdarsteller Adama Niane (Mystère, Baise-moi) schon im deutschen Trailer jedes Mittel recht, um die Eindringlinge von seinem Grund und Boden zu vertreiben und sich und seiner Familie zum Recht zu verhelfen.

Dabei ist die Frage nach Täter und Opfer in diesem finster-blutigen Thriller über klassische Männlichkeitsideale, Hass und Rache nicht immer leicht zu beantworten. Denn als Familie Diallo, dazu gehören Ehemann und Vater Paul (Adama Niane), aber auch Frau (Stéphane Caillard) und Sohn (Matthieu Kacou), vom Urlaub zurückkommt in die französische Provinz, steht am Briefkasten ihres Landhauses ein anderer Name und die Polizei nimmt sie wegen Hausfriedensbruch beinahe fest. Ein gesetzliches Schlupfloch ausnutzend, hat das Kindermädchen sich und ihrem Mann den Besitz überschreiben lassen. Die Diallos sind machtlos. Bis der sonst so friedliche Vater Paul den Rowdie-Ex seiner Frau kennenlernt, der ein paar Dinge beibringt über das Recht des Stärkeren …

©Splendid Film

Geschrieben am 27.02.2020 von Torsten Schrader