Hausen – Sky drehte erste deutsche Horror-Serie über ein altes Spukhaus

Dass Netflix zuletzt vor allem mit Genreserien von sich reden gemacht hat, ist auch bei Pay TV-Konkurrent Sky nicht unbemerkt geblieben. Aus diesem Grund hat man zusammen mit Lago Film jetzt die erste heimische Horror-Serie angekündigt! „Mit Hausen wagen wir uns an ein Genre, das es bisher im deutschen Fernsehen noch nie gab“, freut sich Marcus Ammon, Senior Vice President Film und Entertainment bei Sky Deutschland. „Das Konzept einer zeitgenössischen Haunted House-Horrorserie von Autor Till Kleinert hat Frank Jastfelder und mich schnell überzeugt.“ Kleinert kennt man durch seinen eigenwilligen deutschen Genrebeitrag Der Samurai, mit dem er 2014 sogar bei der Berlinale oder dem renommierten Sitges Festival zu Gast war. Ihm zur Seite steht Anna Stoeve in der Rolle als Creative Producer. Voraussichtlich Anfang 2019 sollen die Dreharbeiten beginnen.

Die Besonderheit von Hausen ist das Spukhaus selbst. Denn wo andere Haunted House-Vertreter durch herrschaftliche Schlösser punkten wollen, zieht Kleinert das schlichte, triste Ambiente eines deutschen Plattenbaus vor. Der Filmemacher über seine Entscheidung: „Die Erfahrung, in einem Plattenbau aufzuwachsen, kreiert ihre ganz eigenen Ängste und Albträume, die den Schrecken klassischer Gothic Horror Storys in Nichts nachstehen. Wir freuen uns sehr darauf, die Zuschauer als Mitbewohner in einer Welt zu begrüßen, die auf den ersten Blick nur allzu vertraut scheint – bis plötzlich der Boden unter den Füßen nachgibt und Abgründe freilegt, die unter der Oberfläche unseres vermeintlich sicheren Zusammenlebens lauern. Wir sind sehr froh, mit Sky Deutschland einen Partner gefunden zu haben, der den Mut und die Vision hat, mit uns auf diese aufregende Reise in die Finsternis zu gehen.“

Nach dem Tod seiner Mutter zieht der 15-jährige Juri mit seinem Vater Jaschek in einen heruntergekommenen Plattenbau am Rand der Stadt. Während der Vater versucht, als Hausmeister des störanfälligen Gebäudes eine neue Existenz für sich und seinen Sohn aufzubauen, realisiert der Junge Stück für Stück, dass unbemerkt von ihren Nachbarn noch etwas anderes in den dunklen Korridoren haust: ein böses Wesen, das in die marode Bausubstanz eingedrungen ist – und das über Jahrzehnte den gesamten Block in einen Organismus verwandelt hat, der schleichend die Seelen seiner Bewohner verdaut. Um es zu bekämpfen, muss Juri die feindselige Blockbevölkerung zur Zusammenarbeit bewegen – auch wenn er sich dafür gegen das stoische Regime seines Vaters auflehnen muss, dessen Geist bereits ganz unter dem zerstörerischen Bann des Wesens steht.

Till Kleinerts letzter Film: „Der Samurai“

Geschrieben am 19.02.2018 von Torsten Schrader
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