Hellraiser – Serie könnte Pinhead zur Frau machen + sie spielt im neuen Film mit!

Viele Jahre waren Clive Barker die Hände gebunden und er konnte nur tatenlos dabei zusehen, wie seine Schöpfung bis zur Unkenntlichkeit verzerrt und ausgebeutet wurde.

Hatten die rein für den Heimkino-Markt gedrehten Hellraiser-Sequels Inferno, Hellseeker, Deader und Hellworld zumindest noch ihren ikonischen Hauptdarsteller gemein, Doug Bradley, reichte es bei den späteren Low Budget-Ablegern (Revelations von 2011 und Hellraiser: Judgement aus dem Jahr 2018, für jeweils nur 300.000 US-Dollar produziert) nicht einmal mehr dafür und man munkelte, Dimension Films habe die Filme überhaupt nur deshalb in Auftrag gegeben, um die Lizenzrechte nicht zu verlieren und irgendwann ein Remake in Angriff zu nehmen.

Jetzt ist Clive Barker wieder am Ruder

Das kommt zwar tatsächlich, aber ohne Beteiligung der alten Produzentenriege rund um den in Ungnade gefallenen MeToo-Auslöser Harvey Weinstein. Seit Inkrafttreten eines neuen US-Urheberrechtsgesetzes sind Autoren nach Überschreitung einer gewissen Zeitspanne in der Lage, ihr rechtmäßiges Eigentum zurückzufordern.

Pinhead meldet sich gleich doppelt zurück! ©Dimension Films

Davon machte auch Clive Barker Gebrauch und kam so im Dezember 2020, also mehr als 30 Jahre, nachdem er beim lange indizierten Originalfilm auf dem Regiestuhl Platz genommen hatte, wieder in den Besitz der Hellraiser-Rechte. Ein längst überfälliger Sieg – nicht nur für ihn, sondern auch die Fans, die unzufrieden mit der unter Dimension Films eingeschlagenen Richtung waren.

Und Barker hat nicht vor, sich nur auf den Lorbeeren von früher auszuruhen und die Hände in den Schoß legen. Im Gegenteil: Er will wiedergutmachen, was in den vergangenen zwanzig Jahren sträflich vernachlässigt und versäumt wurde: Das Hellraiser-Franchise nicht nur eingefleischten Fans, sondern einer ganz neuen Generation von Horror-Gucker schmackhaft zu machen – selbst wenn das bedeutet, auch mal unliebsame, vielleicht gewagte Entscheidungen treffen zu müssen.

Denn wie Produzent Clive Barker, Regisseur David Gorden Green (Halloween) und die beiden zuständigen Autoren Michael Dougherty (Godzilla 2: King of the Monsters, Trick ’r Treat, Krampus) und Mark Verheiden (Swamp Thing, Ash vs. Evil Dead), die für HBO geeint an einem modernen Serien-Sequel arbeiten, die ursprüngliche Cenobiten-Saga fortzusetzen gedenken, dürfte vermutlich nicht jedem gefallen.

Halloween-Regisseur wird die Serie in Szene setzen. ©Universal Pictures

HBO-Serie soll neue Richtung einschlagen

Aktuell soll man nämlich einen groß angelegten Genderswap planen. Was das bedeutet? Der Pinhead, den wir in bislang zehn Filmen kennen und lieben gelernt haben, soll im HBO-Format, das als lose Fortführung bzw. Interpretation funktioniert (vergleichbar mit Watchmen), zum ersten Mal weiblich sein und von einer Darstellerin angeführt werden.

Damit hätte man aber auch eines der dringlichsten Probleme am Schopf gepackt und aus der Welt geschafft. Denn es steht zu befürchten, dass echte Hellraiser-Fans keinen anderen männlichen Darsteller als Doug Bradley in der Rolle von Cenobiten-Anführer Pinhead akzeptieren würden.

Mit Nadeln umgehen kann Elizabeth Debicki schon mal. ©Warner Bros.

Der ist mit seinen bald 67 Jahren inzwischen aber eigentlich schon zu alt, um eine potenziell mehrere Staffeln und damit Jahre laufende Serien-Produktion zu tragen, die ihm nicht nur schauspielerisch, sondern auch körperlich einiges abverlangen würde. Auch ist gar nicht geklärt, ob Bradley den Posten noch einmal aufnehmen würde, wenn er die Möglichkeit dazu hätte. 2018, als er für Judgement angefragt wurde, war das nicht der Fall.

Und darum soll es jetzt ein weiblicher Pinhead richten. Das jedenfalls berichten die für gewöhnlich gut informierten Branchen-Insider von The Illuminerdi und führen mit Elizabeth Debicki aus Guardians of the Galaxy 2 (hier als Ayesha), Christopher Nolans Tenet oder The Cloverfield Paradox auch gleich eine Darstellerin ab, die kurzzeitig für diese tragende Rolle im Gespräch gewesen sein soll. Man wisse jedoch nicht, ob das aktuell immer noch der Fall sei.

Debicki könnte uns aber schon eine gewisse Vorstellung davon geben, welche Art Darstellerin man für den weiblichen Pinhead im Sinn hat. Bevor sich Fans aber den Kopf zerbrechen: Aktuell sind die Details noch mit einem dicken Fragezeichen versehen und entsprechend mit Vorsicht zu genießen.

Soll das Zeug zum weiblichen Pinhead haben: Elizabeth Debicki ©Marvel/Disney

Projekt #2: Hellraiser-Film kommt und sie spielt mit

The Illuminerdi soll diese Woche aber auch schon bei einem anderen Gerücht die Marke Hellraiser betreffend richtig gelegen haben, das jetzt noch einmal durch die Genre-Kollegen von Bloody-Disgusting bestätigt wurde und somit zusätzlich Gewicht erhält:

Odessa A’zion übernimmt die Hauptrolle im ebenfalls in Arbeit befindlichen, kürzlich an Hulu (und bei uns somit Disney+) verkauften Filmreboot zur Originalsaga, das aber nichts mit der HBO-Serie zu tun hat und für sich steht. Odessa A’zion kennt man unter anderem aus der gerade abgesetzten Netflix-Serie Grand Army, außerdem spielt sie an der Seite von Leslie Bibb und Dermot Mulroney (Insidious 3) demnächst im kommenden Horrorfilm The Inhabitant mit.

Stellt sich den Cenobiten: Odessa A’zion ©Netflix

Mehr als ihren bloßen Namen konnte man noch nicht in Erfahrung bringen. Beide Projekte, sowohl Film als auch HBO-Serie, gelten aber als ernstzunehmende Versuche, der Marke neues Leben einzuhauchen, und sind offensichtlich nicht nur darauf aus, „schnell Kasse“ zu machen.

Dafür sprechen die hochwertigen Beteiligten auf beiden Seiten. Denn Regisseur der Filmvariante ist Genre-Senkrechtstarter David Bruckner, der einen hervorragenden Ruf genießt und sich mit Horror-Anthologien wie V/H/S – Eine mörderische Sammlung, Southbound und dem Netflix-Film The Ritual bereits viele Freunde gemacht hat. Sein Sundance-Hit The Night House gehört zu den Horror-Geheimtipps des Jahres, kommt über Disney/Fox im großen Stil ins Kino!

Missglückt: Pinhead in Hellraiser: Revelations ©Tiberius Film

Geschrieben am 19.06.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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