Hellraiser: Judgment – Nichts für Zartbesaitete: Pinhead-Star kämpft gegen Vorurteile

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Horrorikonen, die ihren Fans über Jahrzehnte hinweg ans Herz gewachsen sind, lassen sich nur schwer von einem Moment auf den anderen mit einem neuen Darsteller besetzen. So aber geschehen bei der Neuauflage zu A Nightmare on Elm Street. Robert Englund-Ersatz Jackie Earle Haley wurde zwar wegen seiner schauspielerischen Leistung gelobt, konnte es Fans des Original-Freddy aber nur bedingt recht machen. Zu anders und ungewohnt war seine Darstellung. Eben dieser feindseligen Grundhaltung, die in einem solchen Fall gerne an den Tag gelegt wird, sieht sich auch Paul T. Taylor ausgesetzt, der beim kommenden Hellraiser: Judgment als Pinhead einspringen durfte: „Das war das Coolste, was mir jemals in meinem Leben passiert wird. Am Set zu sein und in die Rolle von Pinhead schlüpfen zu können war einfach einmalig. Monate vor dem Dreh begann ich zu Hause zu proben, drehte Lichter runter und lernte meine Zeilen. Da ich in keiner besonders guten Nachbarschaft lebe, kam ich mir währenddessen immer ziemlich badass vor. Aber mein Ziel war es stets, den Pinhead zu ehren, den alle lieben – den Doug Bradley Pinhead.“

Ziemlich früh wurde Taylor dann aber auch wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: „Es ist etwas entmutigend. Ich habe viele Kommentare von Leuten gelesen, die mich auf jeden Fall hassen werden, ganz egal was ich anstelle. Darunter gab es aber auch ein paar clevere Stimmen, die meinten: ‚Ich halte mein Urteil zurück und warte einfach was, was Paul T. Taylor als Pinhead zu bieten hat‘ oder ‚Er ist zwar nicht Doug Bradley, aber ich werde ihm eine Chance geben.‘ Das finde ich sehr fair.“ Der Film werde die Zuschauer regelrecht anwidern, verspricht Taylor bezogen darauf, dass Hakenketten noch das harmloseste Bestrafungsmittel seien.

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Geschrieben am 11.03.2017 von Torsten Schrader