Hellraiser – Judgment-Regisseur erklärt: Deshalb ist die Reihe heute dort, wo sie ist

Im Gegensatz zu Pinhead sind Michael Myers, Freddy Krueger oder Jason Voorhees noch heute gern gesehene Gäste auf der Leinwand. Dabei muss sich der Nadelkopf keinesfalls vor seinen Kollegen verstecken: 30 Jahre im Filmgeschäft sind schließlich für sich genommen schon eine beeindruckende Leistung. Dennoch hätte das Franchise heute ganz anders aussehen können, wenn Dimension Films damals an die Marke geglaubt hätte, findet Gary J. Tunnicliffe, Regisseur von Hellraiser: Judgment. Seiner Meinung nach habe sich das Studio Mitte der Neunziger zu sehr von dem Erfolg von Scream blenden lassen und daraufhin das Vertrauen in Clive Barkers Horror-Universum verloren: „Die Serie hatte es nicht leicht, denn man kann aus Hellraiser nicht einfach eine kommerziell erfolgreiche Marke machen, ohne das wegzuschneiden, was die Filme ausmacht,“ erklärt Gary J. Tunnicliffe. „Bob [Weinstein, einer der Produzenten] hatte große Probleme mit sadomasochistischen Perversitäten, den Ketten, dem Fleisch, einfach all dem Zeug.“ Deshalb wundert es ihn nicht, dass man Hellraiser nach Scream einfach sang- und klanglos fallen ließ.

„Die Veröffentlichung von Hellraiser: Bloodline war ein Debakel. Bob trat danach mit einem Pitch namens Holy War an mich heran, das ich hätte inszenieren sollen. In der gleichen Woche kam Scream raus und entpuppe sich als riesiger Erfolg. Danach meinte Bob nur noch: ‚Sieh dir das an. Dieser Typ mit den Nägeln im Kopf und all dem sexuellen Kram kriegt es nicht hin. Scream dagegen ist ein direkter Hit. Es ist einfach und es funktioniert. Dabei schlachtet hier nur ein Typ mit Maske Teenager ab.“ Tatsächlich legte Hellraiser nach Bloodline eine längere Pause ein und kehrte erst 2000 mit einer Reihe preisgünstig produzierter Sequels für den DVD-Markt zurück. Die größte Chance auf ein Kino-Comeback hatte Hellraiser vor zehn Jahren, als das Studio Patrick Lussier (My Bloody Valentine) für ein Remake verpflichten wollte, das aber nie zustande kam. Erste Konzeptzeichnungen aus diesem zeigten einen ganz anderen, deutlich moderneren Pinhead.

So sollte Lussiers Pinhead aussehen.

Geschrieben am 17.02.2018 von Torsten Schrader



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