Hellraiser: Judgment – Blutig und düster: So wird der neue Pinhead-Auftritt

Die Hellraiser-Reihe stand in den vergangenen Jahren nicht immer für Qualität. Entsprechend groß war die Skepsis, als vor wenigen Tagen überraschend der nächste filmische Ableger innerhalb des bald zehnteiligen Franchise angekündigt wurde, bei dem Gary Tunnicliffe auf dem Regiestuhl Platz nimmt. Der 1968 geborene Brite ist zwar ein Regie-Newcomer, aber kein unbeschriebenes Blatt. In seiner Jahrzehnte umspannenden Filmografie als Make-Up und Effekt-Designer finden sich Projekte wie Gone Girl – Das perfekte Opfer, My Bloody Valentine 3D, The Collector, Feast, Blade und die Hellraiser-Ableger Hell on Earth, Bloodline, Deader und Hellworld. Darum ist es ihm ein besonderes Anliegen, unsere nächste Begegnung mit Pinhead auf Film bannen zu dürfen. Der wird im Hellraiser: Judgment benannten Nachfolger zwar von einem neuen Schauspieler verkörpert, wurde aber, anders als zunächst vermittelt, zuallererst Doug Bradley angeboten:

„Ich konnte es gar nicht abwarten, Doug von meiner Drehbuchidee und dem Film im Allgemeinen zu erzählen. Ich habe Pinhead immer als seine Rolle betrachtet und wollte daher alles dafür tun, um ihn den Fans zuliebe an Bord zu holen. Vorher hätte er aber eine Verschwiegenheitsvereinbarung (NDA: Non-Disclosure Agreement) unterschreiben müssen, was in Hollywood heute einfach gang und gäbe ist. Daraufhin gab er mir zu verstehen, dass er sich nicht für mein ‚verdammtes‘ Drehbuch haftbar machen wolle. Ich kann mir das leider nicht erklären, denn ich selbst habe während meiner Arbeit schon viele NDAs unterzeichnet, und jedes Crewmitglied ist mit diesem Prozedere vertraut.“

Tunnicliffe musste daraufhin ohne Bradley weitermachen und die Suche nach einem passenden Ersatz einleiten. Fündig wurde das Team bereits wenige Wochen später: „Er ist ein klassischer Theater- und Film-Schauspieler und erinnert mit seinem Auftreten und der physischen Präsenz an Peter Cushing oder Ralph Fiennes. Ich kann es kaum erwarten, ihn in Leder gehüllt vor die Kamera zu zerren.“ Nebenbei räumte Tunnicliffe dann auch mit der Befürchtung auf, dass es sich hierbei um ein schnell produziertes Sequel handelt. In Wirklichkeit wurden die Arbeiten an seinem Drehbuch nämlich bereits im Jahr 2013 eingeleitet.

„Ich weiß, dass die Fans schon oft enttäuscht wurden – mir ging es ja ähnlich, glaubt mir. Aber gebt uns einfach eine Chance. Ich weiß auch, dass es praktisch unmöglich ist, die ersten beiden Hellraiser-Filme zu übertreffen. Doch unser Skript ist gut und Cast und Crew tun alles dafür, um ein ebenso vertrautes wie befremdliches und unheimliches Erlebnis auf Film zu bannen, das es verdient, ein Teil des Hellraiser-Canons sein zu dürfen. Und wer auf Blut steht, wird bei uns voll auf seine Kosten kommen.“

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Geschrieben am 20.02.2016 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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