Homunculus – Auf Netflix: The Grudge-Regisseur meldet sich gruselig zurück

Nicht viele Filmemacher können von sich behaupten, einen weltweiten Horror-Hype mitbegründet zu haben. Doch genau das ist bei Takashi Shimizu der Fall. Den Grundstein dafür legte zwar Hideo Nakatas Ringu-Reihe, aber Shimizus Ju-on trug maßgeblich dazu bei, dass wir Anfang und Mitte der 2000er vom sogenannten J-Horror (gruseliger Filmkost aus Fernost) überrollt wurden, von dem Hollywood noch bis Ende des Jahrzehnts zehren sollte.

Zum Erscheinen von Ju-on war Shimizu gerade einmal 25 Jahre alt. Knapp zwei Jahrzehnte und große US-Projekte wie das US-Remake The Grudge – Der Fluch, The Grudge 2 oder Flug 7500 später fühlt sich der Japaner immer noch vor allem im Horror-Bereich zu Hause, auch wenn er sich heutzutage aber immer seltener in hiesigen Breiten blicken lässt. Der J-Horror ist eben etwas aus der Mode gekommen, die Nachfrage nach gruseliger Film- und Serienkost aus Fernost gesunken.

Homunculus lässt Wahrheit und Illusion verschwimmen. ©Netflix

Neue Horrorwelle aus Fernost

Das könnte sich mit Blick auf den enormen Erfolg der aktuellen Netflix-Formate Sweet Home, Alice in Borderland oder #amLeben demnächst aber wieder ändern. Auch diesmal steuert der inzwischen zum Horror-Veteran gereifte The Grudge-Schöpfer wieder seinen Teil dazu bei!

Und was wir bislang über seinen neuen Film Homunculus wissen, macht durchaus neugierig! Das beginnt schon bei der spannenden Prämisse: Würde man sich für viel Geld medizinischen Experimenten unterziehen, auch wenn deren Ausgang unklar ist?

Für den in Ungnade gefallenen Susumu Nokoshi stellt sich diese Frage gar nicht erst. Seit er aus seinem gewohnten Job gefeuert wurde, sitzt er obdachlos auf der Straße. Da kommt ihm das überraschende Angebot des Medizinstudenten Manabu Ito gerade recht.

Und zunächst klingt die Aussicht darauf, mehr sehen zu können als alle anderen, auch ganz verlockend und nützlich. Dieser Eindruck relativiert sich aber schnell wieder, wenn man erfährt, was Susumu Nokoshi (Gô Ayano) durch die experimentelle Schädelöffnung gewinnt, an der er teilnimmt. Denn seitdem nimmt er eine Welt (der aus Sweet Home nicht unähnlich) wahr, in der die Traumata seiner Mitmenschen lebendig werden und nicht selten erschreckende Züge annehmen.

Es wäre ja auch zu schön gewesen, stattdessen durch Wände, in die Zukunft oder eine andere Dimension sehen zu können. Aber für 700.000 Yen (umgerechnet rund 5.000€) kann Susumu einfach nicht ablehnen – und bekommt am Ende mehr, als ihm lieb ist.

Schon diese Woche auf Netflix

Humunculus sollte ursprünglich schon letzten August auf Netflix anlaufen, wurde im Zuge der Corona-Krise und der damit verbundenen Verschiebung des japanischen Kinostarts aber noch einmal gestrichen und schließlich für den 22. April 2021 datiert.

Die Filmidee geht auf einen in Japan extrem populären Manga zurück, von dem nicht weniger als 15 Bände veröffentlicht und fünf Millionen Exemplare verkauft wurden. Vielleicht am spannendsten ist aber, dass Humunculus eben keine weitere Abwandlung des altbewährten Geister-Horrors darstellt, für den Shimizu so berühmt ist, sondern eher ein übernatürlicher Psycho-Thriller mit vielen Horror- und Comic-Anleihen geworden ist, der noch dazu eine stattliche Länge von zwei Stunden aufweist.

Auf dem Poster prangert noch das alte Startdatum ©Netflix

Geschrieben am 19.04.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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