Hostel – Was wurde geschnitten? SPOILER

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Durch einen Vergleich zwischen der Original Unrated DVD von Eli Roth’s
Hostel
und der deutschen Kinoversion haben wir von BlairWitch.de nun
herausfinden können, welche Szenen dem R-Rated-Cut nachträglich hinzugefügt
wurden. Details gibt es im Inneren. Zu Story: Drei junge Männer, zwei
Amerikaner und ein Isländer, reisen durch Europa, wo sie junge Frauen
kennenlernen wollen. In Amsterdam treffen sie einen Mann, der ihnen sagt, daß
es in Bratislava einen Ort gibt, an dem die Mädchen auf Männer wie sie warten
– insbesondere auf Amerikaner. Also fahren sie dort hin, und die Versprechungen
des Fremden erweisen sich als wahr: Doch dann verschwindet plötzlich einer von
ihnen, und die anderen müssen sich entscheiden, ob sie sich auf die Suche nach
ihm machen, oder sich doch lieber weiter um die Mädchen kümmern.

MEGASPOILER

Der Film wurde um 20 Sekunden gekürzt!

Die Augapfelszene weist eine längere Spieldauer auf (es fließt wesentlich
mehr gelbe Flüssigkeit aus dem abgetrennten Sehnerv über Kanas Gesicht).

Das Bild erscheint stark abgedunkelt und am oberen und unteren Rand fehlen
jeweils Enden.
In der Szene als Paxton sich einer Gartenkralle erwehren muss, sieht man
deutlich die Wunde auf seiner Brust (ebenfalls dunkler und um Ränder
„beschnitten“).

Auch der Selbstmord von Kana ist deutlich sichtbarer: dort, wo ihre Leiche auf
die Bahngleise trifft, hört im Kino die Leinwand auf – wodurch auch die
Menschen am Bahnsteig weniger Blut abbekommen.

Auch der kleine Softporno, den der Wärter auf seinem Monitor laufen hat, wurde
farblich verändert.

Eine Eigenschaft, die man in der deutschen Kinofassung nicht sieht, ist, dass
Paxton der deutschen Sprache mächtig ist.
1. Wenn Natalya und Svetlana Paxton um zwei weitere Vodka Redbull bitten,
bedanken sie sich eigentlich auf Deutsch, worauf Paxton entsprechend auf
Deutsch „bitte“ sagt.
Daraufhin fragt Svetlana ebenfalls auf Deutsch: „Du sprichst Deutsch?“ und er
sagt „Yeah“.
Im Kino fehlte diese Szene komplett, da unsere Fassung schließlich
synchronisiert daherkommt. Darauf folgt wieder ein Satz auf Deutsch: „Kommst du
bald wieder?“. Paxton entgegnet „Ja“.

2. Die Szene, in der Paxton die Finger abgetrennt werden ist eigentlich
wesentlich eindrucksvoller, denn der „Metzger“ ist gar kein Italiener sondern
Deutscher!
In der Originalversion heißt es dann eben nicht „Silentio“ und „Portia“, wie
bei uns, sondern „Ruhe“ und „Wärter“.
So fleht Paxton fortan in unserer Landessprache um sein sprichwörtliches Leben.
Deutschen Kinog?ngern, die dem Italienischen nicht mächtig sind, entgeht
daher eine Dialogszene, die im Original gut verst?ndlich h?rbar ist.
Es folgt der Dialog in dem Paxton auf seinen Peiniger einredet.
Ein paar kleine Details zur Synchro gibt’s dann auch noch:

– „Der King mit dem Ding“ ist eigentlich „The King of Swing“.
– „Na sicher du Stricher“ ist eigentlich „Of course my horse“.
– Das Lied, das Oli vor der verschlossenen Pension in Amsterdam singt, ist
eigentlich (auch auf Deutsch) „Guten Abend, Gute Nacht“.
– (Selbe Szene) Die Menschen, die aus den offenen Hotelfenstern hinunter zur
Straße schreien, sind ebenfalls deutsche Staatsbürger.
– Sowohl die Person an der Rezeption in der Jugendherberge als auch der
Einlasser in der „Kunstausstellung“ haben einen eigentlich fürchterlichen
osteuropäischen Akzent – in der deutschen Fassung sprechen sie hochdeutsch.

Die deutsche Fassung ist nicht zu empfehlen, da viele Details sowohl durch
die Synchro als auch durch die fehlenden Teile oben und unten im Bild und das
Abdunkeln des kompletten Films verloren gehen.

Geschrieben am 30.04.2006 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Hostel, News