Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast – Freddie Prinze Jr. als Bösewicht?

Vor fast 25 Jahren wurde Sony Pictures eine Idee vorgeschlagen, deren gescheiterte Umsetzung aus dem Slasher-Sequel Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast einen völlig anderen Film gemacht hätte. Mike Mendez, Schöpfer von The Last Heist, Big Ass Spider! sowie The Convent, war 1998 sehr daran interessiert, die schriftliche Vorlage zur Produktion beizusteuern und gleichzeitig auch auf dem Regiestuhl des Neunziger Jahre-Klassikers Platz zu nehmen.

Auch in seiner Vision wären am Ende zwei Killer zu Werke gegangen, wobei sich der Streifen im Kern mit der folgenden Frage beschäftigt hätte: Was, wenn dieses Mal die von Freddie Prinze Jr. gespielte Figur Ray der Täter ist? Gegenüber den Kollegen von Bloody-Disgusting verrät Mendez nun seinen Plan, der von Sony abgelehnt wurde: «Soweit ich mich noch erinnern kann, ging es in meinem Konzept um die College-Jahre von Jennifer Love Hewitts Charakter Julie.»

«Die Idee dazu kam mir bereits, als ich mir damals den ersten Teil angesehen und gehört habe, wie ihr Freund Ray so etwas sagt wie: ‚Ich werde immer für dich da sein und über dich wachen.‘ Die Art und Weise, wie er diesen Satz rübergebracht hat, war schon ein wenig gruselig», meint Mendez, der nun überraschend enthüllt, dass sich diese unheimliche Eigenschaft Ray’s in ausgeprägter Form durch die ganze Fortsetzung gezogen hätte.

Vom verliebten Romantiker zum eifersüchtigen Killer

«Er wäre verdammt eifersüchtig gewesen, weil Julie auf dem College logischerweise andere Jungs getroffen hätte. Sobald erneut eine Mordserie losgetreten worden wäre, hätte sich das Publikum die Frage gestellt, ob es sich wirklich abermals um das Werk von Fischer Ben Willis handelt, der Julie und ihre Freunde im Originalfilm terrorisierte, oder vielleicht doch eher um das ihrer besseren Hälfte Ray, der aufgrund seiner Besessenheit und Eifersucht zum Mörder mutiert.»

«Nach jedem Mordfall zweifelt Julie immer mehr an ihrem Vertrauen zu jenem Mann, den sie so sehr liebt, entwickelt zunehmend das unwohle Gefühl, dass er nun derjenige sein könnte, der hinter allem steckt. Im letzten Akt wäre es schließlich zu einem schockierenden Twist gekommen:»

«Ben Willis ist tatsächlich als böswilliger Fischer zurückgekehrt, doch auch Ray hat einige von Julies neuen Freunden auf dem Gewissen. Es hätte also zwei Killer im Fischeranzug gegeben, die beide versucht hätten, Julie qualvoll zu ermorden.»

Sony wollte aus Ray keinen Mörder machen. ©Sony

Inspiriert von einer Mörderpuppe

«Der Showdown aus Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast wäre zudem eine Hommage an Chucky 3 geworden, da er in einem Vergnügungspark vonstatten gegangen wäre, wo die Psychopathen zur selben Zeit Jagd auf die Protagonistin gemacht hätten. Da sich die Antagonisten beide gehasst hätten, wären sie dabei immer wieder mal aneinandergeraten, hätten probiert, sich gegenseitig zu bekämpfen, während sie als erste Priorität das Töten von Julie im Visier gehabt hätten.»

«Es wäre ein wirklich großes Set gewesen. Für den Pitch habe ich sogar einige Clips von einem Vergnügungspark und aus Chucky 3 rausgesucht.» Im selben Atemzug gab der Künstler außerdem zu verstehen, dass seine Kreation den Weg für weitere Sequels freigemacht hätte. «Ray wäre im Finale gestorben, aber Ben Willis abermals entkommen. Das Werk wäre ganz anders geworden als der Vorgänger, doch letzten Endes wurden es dann doch die Bahamas», scherzt der Geschichtenerzähler.

Sony konnte sich mit dem Gedanken, aus Ray plötzlich einen Killer zu machen, nach allem, was er und seine Freunde, allen voran seine Freundin Julie, im Erstling durchgemacht haben, nicht anfreunden, weswegen das Produktionshaus Mendez einen Korb gab und die Marke stattdessen Danny Cannon und seinem eigenen Autoren-Team anvertraute. Ob es die richtige Entscheidung war?

©Sony

Geschrieben am 31.03.2022 von Carmine Carpenito



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