Im Interview – Hauptdarsteller Woody Harrelson aus Zombieland

Die verwüstete Apokalypse lässt sich nur mit gestählten Helden durchstreifen. So spielte Woody Harrelson in den vergangenen Jahren in Transsiberian, A Scanner Darkly oder Natural Born Killers. Ausreichend Erfahrung also, um sich in Zombieland als waschechter Untoten-Schlächter zu verdingen. Passend zum morgigen Kinostart der Horror-Komödie von Ruben Fleischer haben wir uns den amerikanischen Mimen zur Brust genommen. Das Interview findet sich ab sofort im Anhang dieser Meldung. Wie überlebt man in einer Welt, die von Zombies überrannt wird? Zwei Männer, die gegensätzlicher nicht sein könnten, scheinen die passende Antwort auf diese schwierige Frage gefunden zu haben. Columbus ist zwar ein totales Weichei, aber konnte dennoch bislang alle Angriffe erfolgreich abwehren, weil er sich immer strikt an seine „47 Überlebensregeln für Zombieland“ gehalten hat.

Als einer der letzten Nicht-Zombies in seiner von Untoten besetzen Heimatstadt trifft der überängstliche Columbus auf Tallahassee. Der wiederum ist ein richtig harter Hund und hat scheinbar vor so gut wie gar nichts Angst. Gemeinsam wollen die beiden ab nun mit allen Zombies kurzen Prozess machen. Doch dabei muss das ungleiche Duo zuerst dem größten Schrecken in die Augen blicken: sich selbst! Auf der Flucht begegnen die beiden Männer zwei weiteren Nicht-Zombies: Wichita und Little Rock.

 

 

″Zombieland″ entspricht nicht der Art von Filmen, in denen man dich sonst sehen kann. Was hat dich an dem Script begeistert?

Nun, vor allem das es sehr witzig war und mich zum Lachen gebracht hat. Darum war ich auch echt heiß drauf, bei dem Film mitzuspielen.

Du spielst ″Tallahassee″, einen Waffennarren mit Herz, vielleicht der lustigste Charakter in ″Zombieland″. Wie bist du an die Darstellung herangegangen, wie wolltest du ihn präsentieren.

Ich finde ihn in erster Linie nicht lustig. Im Gegenteil: Das ist ein gebrochener Mann, der vieles durchmachen musste, und nun versucht in irgendetwas gut zu sein, um seine Trauer zu vergessen. Bei ihm ist das nun einmal Zombies töten. Er hat alles verloren, darum kennt er keine Angst mehr. Außerdem ist er ein ziemlicher cooler Typ und Shitkicker, der auf den Putz hauen kann! [lacht]

Und hat es denn auch Spaß gemacht, den ″Shitkicker″ zu spielen?

Klar! [lacht]

Eine der besten Szenen des Films ist, als deine Figur auf Bill Murray (welcher sich selbst spielt) trifft und ihn in bester Fanboy-Manier anhimmelt. Wie war es, diese Szene zu drehen?

Das war erstens sehr spaßig, zweitens aber auch realistisch: Ich bin ein großer Fan von Bill und außerdem sind wir gut befreundet. Ich habe in dieser Szene also meinen Gefühlen einfach freien Lauf gelassen. Dazu muss man noch sagen, dass dieser ganze Abschnitt mit Bill wirklich eine Last-Minute-Idee war. Eigentlich hatte der Regisseur einen anderen Star im Auge, der dann aber absagte, und so kam Bill ungefähr drei Tage vor Drehbeginn dazu.

Wie war denn die Zusammenarbeit mit dem Rest der größtenteils sehr jungen Schauspieler?

Es war toll! Der Name ″Jesse Eisenberg″ sagt vielleicht noch nicht vielen Leuten etwas, aber ich bin mir sicher, dass aus diesem Jungen noch etwas Großes wird. Er ist sehr witzig und hat ein enormes Talent.

Obwohl es sich bei dem Film zunächst um eine Komödie handelt, ist die dargestellte Gewalt teilweise schon recht drastisch, worüber sich in den USA einige Kritiker beschwert haben. Was ist deine Meinung dazu?

Ach, für meine Begriffe ist der Film eine überdrehte Action-Komödie. Aber es stimmt: Viele meiner Freunde und Verwandten wollten den Film eigentlich nicht sehen, weil ihnen brutale Horrorfilme überhaupt nicht gefallen und sind dann eher meinetwegen doch ins Kino gegangen. Was passierte? Sie waren begeistert! Und ich glaube, so könnte es vielen Leuten gehen. Dieser Film ist einfach witzig.

Es wird gemunkelt, dass du auch kein besonders großer Horror-Fan bist…

Das stimmt. Mir jagen diese Filme eine Heidenangst ein. Ich kann sie mir wirklich nicht ansehen, das macht mich nervös. Das ist auch der Grund, warum ich zuerst zögerte, das Script zu ″Zombieland″ überhaupt zu lesen. Irgendwann fing mein Agent Jeremy an, auf mich einzureden, ich solle das Drehbuch unbedingt lesen. Also sagte ich: ″Na gut, aber ich glaube nicht, dass ich in diesem Film mitspielen werde.″ Nach den ersten drei Seiten lachte ich schon Tränen und es war klar: Das muss ich machen!

Was war denn der letzte Horrorfilm, der dir Angst eingejagt hat?

Witzigerweise vor allem Zombie-Filme: ″28 Days Later″ und ″I Am Legend″. Ich bin froh, dass mir ″Zombieland″ keine Alpträume bescheren wird.

Du schlitterst gerade scheinbar von einer Apokalypse in die nächste: In deinem aktuellen Film ″2012″ wird die Menschheit schon wieder fast ausgelöscht…

[lacht] Stimmt. ″2012″ ist ein großartiger Film und Roland Emmerich ist ein brillanter Regisseur. Die Story, die Charaktere… da stimmt einfach alles. Außerdem ist es wahrscheinlich einer der visuell beeindruckendsten Filme, die ich je gesehen habe…


Letzte Frage: ″Zombieland″ hat ein eher offenes Ende. Besteht die Chance auf ein Sequel?

Hmmm… Ja! Könnte passieren. Vielleicht sogar sieben oder acht Fortsetzungen. Sagen wir mindestens so viele wie ″Rocky″! [lacht]

 

>> geführt und verfasst von Tim Lindemann

Geschrieben am 09.12.2009 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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