Justice League: Snyder-Cut – Darkseid zeigt sich im neuen Trailer

Mehr als 60 Millionen Dollar Kosten, vier Stunden Lauflänge, diverse Star-Cameos – der Snyder-Cut von Justice League wirft mit zahlreichen Superlativen um sich. Noch nie wurde so viel Aufwand für einen nachträglich angefertigten Director’s Cut betrieben. Gegen Ende des Jahres kehrt ein Teil des Casts sogar noch einmal vor die Kamera zurück, um zusätzliche Szenen für den Film abzudrehen. Insgesamt vier bis fünf Minuten sollen auf diese Weise zustande kommen – verglichen mit der Gesamtlänge eher wenig. Neu sind besonders solche Szenen wie jene mit Jared Leto als Joker, der nachträglich in den Film geschrieben wurde und einen vollkommen neuen Look verpasst bekommt. Andere wiederum wurden digital so stark nach- und überarbeitet, dass ganz neue Charaktere zum Vorschein kommen – so wie der von Ray Porter gespielte Oberbösewicht Darkseid. Die gottähnliche Gestalt sollte ursprünglich schon in der Kinofassung auftauchen, wurde von Snyders Kollegen Joss Whedon, der für ihn eingesprungen war, dann aber durch einen weniger gefährlichen Handlanger ersetzt. Nachträglich lässt Snyder nun doch noch Gerechtigkeit walten und holt seinen großen Auftritt im sogenannten Snyder’s Cut nach, den es exklusiv bei HBO Max zu sehen geben wird.

2021 dürfte uns ein denkwürdiges Filmerlebnis ins Haus stehen, das aufgrund der Umstände in dieser Form vermutlich einmalig ist. „Es ist mir egal, wie viele Dämonen er in wie vielen Höllen zur Strecke gebracht hat. Er hat es noch nicht mit uns zu tun bekommen“, lässt Ben Afflecks Batman im neuen Trailer verlauten und macht damit deutlich, wo die Richtung hingeht. Erwachsener, riskanter und ungemütlicher soll der vierstündige, auf eine Miniserie oder zwei Filme aufgeteilte Snyder-Cut werden und am Ende nur noch entfernt an die viel gescholtene Whedon-Fassung erinnern. Denn jetzt, wo Snyder keinen Kinoflop mehr zu fürchten braucht, kann er seiner Kreativität freien Lauf lassen und den Film genau so umsetzen, wie er es schon immer wollte – Streaming sei Dank.

Darkseid feiert seinen großen Auftritt. ©Warner Bros.

Die vermeintlich geringe Menge an neuen Szenen erklärt übrigens dadurch, dass Snyder vor allem auf Szenen zurückgreift, die damals zwar gedreht, aber eben nicht verwendet wurden. Denn die Produktion fand noch unter Snyders Leitung statt, die spätere Nachbearbeitung dagegen unter der von Whedon – und dessen Vision eines Justice League sah vollkommen anders aus. So blieben viele Szenen, die eigentlich fürs Kino gedacht waren, auf der Strecke. Snyder schätzt, dass nur ein Viertel des ursprünglichen Materials auch tatsächlich Verwendung fand, während Kameramann Fabian Wagner sogar noch weiter und auf 10 Prozent heruntergeht. Es war also bereits mehr als genügend Material für den Syder-Cut vorhanden.

Existiert tatsächlich: 2021 erscheint Justice League im Snyder-Cut. ©Warner

Geschrieben am 17.11.2020 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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