Justice League – Snyder-Cut hat sein R-Rating, so sieht der neue Joker aus

Dass Superhelden auch mal fluchen und aus der Rolle fallen dürfen, wäre im Kampf gegen immer mächtigere Gegner durchaus realistisch und angemessen. Dem stand bislang aber die Angst der Studios vor R-Ratings und damit einhergehenden Gewinneinbußen gegenüber. Auch Zack Snyder findet, dass das in Zeiten wachsender Streaming-Popularität und in Anbetracht jüngster Kinoerfolge wie Joker oder Logan nicht mehr zeitgemäß ist und bringt seinen Justice League wie angekündigt mit einem R-Rating für „Gewalt und Sprache“ zu HBO Max.

Atmosphärisch dürfte seine vierstündige HBO-Regiefassung also vermutlich mehr mit erwachsenen Comic-Kollegen wie Deadpool, Blade oder Harley Quinn: Birds of Prey gemein haben als der massentauglichen Justice League-Variante seines Kollegen Joss Wedon (Buffy, Avengers). Nun genügt in den USA bekanntlich schon die Andeutung des F-Wortes, um eine höhere Altersfreigabe heraufzubeschwören. Dass in der Begründung zuallererst von „Gewalt“ die Rede ist, spricht aber wiederum dafür, dass eben nicht der Sprachgebrauch allein ausschlaggebend war und Snyder einen ingesamt gröberen und dunkleren Comicfilm abliefert, in dem buchstäblich die Funken (und womöglich auch Körperteile) fliegen.

Das R-Rating beweist: Justice League wird erwachsen. ©HBO Max/Warner Bros.

Das zu beurteilen, obliegt vorerst ausschließlich amerikanischen Zuschauern. Der mit Spannung erwarteter „Snyder-Cut“ wurde exklusiv für den Warner-Streamingdienst HBO Max konzipiert und soll nach aktuellem Stand auch keinen klassischen Kinostart erhalten. Für Länder, in denen HBO Max noch nicht gestartet ist, so wie Deutschland, heißt es also zunächst einmal weiter: Abwarten.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es aber. Dank einer Partnerschaft mit dem Pay TV-Anbieter, über die letzten Herbst schon Hexen hexen unters Volk gebracht wurde, könnte der monumentale Director’s Cut doch noch relativ zeitnah zu uns kommen. Offiziell bestätigt ist das aber noch.

Während wir noch warten, erlaubt uns Znyder einen ersten Blick auf seinen runderneuerten Joker. Jared Letos Antiheld hat in Justice League zwar nur einen Kurzauftritt, der zudem nachträglich gedreht wurde, zeigt sich dafür aber komplett gewandelt – und aktuell noch verborgen unter einer dicken Schicht Tiefenschärfe. Die finale Enthüllung behält sich Synder für die Streaming-Premiere am 18. März 2021 vor. Dann wird man wiederum auch einen umfangreichen Blick auf den gottähnlichen Oberbösewicht Darkseid werfen können, den Synder entstaubt und wieder aus der Versenkung geholt hat, nachdem er in der Kinofassung zugunsten von Steppenwolf fallengelassen wurde.

Am 18. März geht es los. ©HBO Max/Warner Bros.

Geschrieben am 03.02.2021 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): News



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