Last Night in Soho – Neuer Edgar Wright-Film wird abgründig, steckt voller Twists

Unheimliches ist man von Edgar Wright bislang eher in Verbindung mit einer gehörigen Portion Klamauk und wandelnden Zombies (Shaun of the Dead) gewohnt. Doch das soll sich mit seinem am 11. November 2021 (vormals April 2021) anlaufenden Last Night in Soho ändern.

Dass der Horror diesmal nicht durch Comedy-Einlagen abgemildert wird, machen schon die ersten Bilder zum Horror-Thriller deutlich. Denn darauf steht Hauptdarstellerin Thomasin McKenzie die Furcht förmlich ins Gesicht geschrieben! Die Ursache für ihr sichtlich mitgenommenes Auftreten suchen wir vergeblich.

Dafür ist Regisseur voll des Lobes für die Performance seiner jungen Hauptdarstellerin: „Sie ist so großartig in Last Night In Soho„, schwärmte Wright kürzlich gegenüber Empire. „[McKenzie] kommt so jung und zerbrechlich rüber, dass es den Film gleich doppelt unheimlich macht.“

Panisch! Thomasin McKenzie hat sichtlich Angst. ©Film4, Focus Features

Ein Albtraum im London der Sechziger

Bei McKenzie, die im Film eine Art sechsten Sinn entwickelt, handelt es sich übrigens nur um die eine Hälfte des Hauptdarsteller-Duos. Ihre Rolle Eloise könne mehr sehen und fühlen als alle anderen, umschreibt McKenzie. Das wiederum würde erklären, wie Wright die Brücke zwischen gleich zwei Zeitebenen schlagen will.

Denn sein Last Night In Soho, der einige völlig unberechenbare, noch nie dagewesene Twists aufweisen soll, spielt mit der Idee zweier Realitäten, die auf merkwürdige Weise ineinandergreifen und sich noch dazu gegenseitig beeinflussen. Begleiten wir in der Gegenwart die von McKenzie gespielte Eloise, ist es in den Sechzigern die aufstrebende Sängerin Sandy, gespielt von Anya Taylor-Joy aus dem Netflix-Überraschungshit Das Damengambit, The Witch und The New Mutants.

Eloise findet sich in einer gefährlichen Welt wieder ©Film4, Focus Features

Sie muss im London der 1965er die Erfahrung machen, dass die vermeintlich goldgepflasterten Straßen deutliche Risse aufweisen und einen mit Haut und Haar verschlingen können. Eine zweite Zeitebene begleitet Eloise 2019 während ihrer ersten Gehversuche in der Modeszene Londons.

Wie das zusammenpasst? Ungewiss. Last Night in Soho soll sich aber irgendwo zwischen Wenn die Gondeln Trauer tragen (Don’t Look Now) und Ekel (Repulsion) einordnen und kommt im Gegensatz zu Shaun of the Dead ganz ohne den für Edgar Wright typischen komödiantischen Unterton daher. Der Zombiefilm und die anderen beiden Teile seiner sogenannten Cornetto-Trilogie, Hot Fuzz und The World’s End, machten den Briten weltberühmt. Seinen bislang größten Erfolg hatte er 2017 aber mit dem durchgestylten Action-Thriller Baby Driver, auf den jetzt ein waschechter Horrorfilm folgt.

Neben Anya Taylor-Joy (The Witch, Das Morgan Projekt, Glass) und Thomasin Harcourt McKenzie (Leave No Trace) übernimmt auch Doctor Who-Star Matt Smith (The Crown, Patient Zero, Doctor Who) eine Rolle in dem „psychologischen Horrortrip“, der Grenzen und Zeitebenen überschreitet.

In der zweiten Zeitebene treffen wir auf Sandy (Anya Taylor-Joy) ©Film4, Focus Features

Anya Taylor-Joy und Matt Smith ©Film4, Focus Features

Geschrieben am 14.05.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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