Love and Monsters – Der Monsterspaß, den wir jetzt brauchen: Neu bei Netflix

Dass immer mehr einst fürs Kino gedachte Action- und Genre-Blockbuster den Weg zu den großen Streaminganbietern antreten, mag dem einen oder anderen begrüßenswert erscheinen. Oft genug schwingt aber auch eine gewisse Wehmut mit, dass man der Möglichkeit beraubt wurde, einen bestimmten Film, auf den man sich gefreut hatte, im Kino erleben zu können. Das endzeitliche Action-Abenteuer Love and Monsters (ehemals Monster Problems) etwa hätte sich mit seinen post-apokalyptischen, überwucherten und von garstigen Monstern bewohnten Landschaften geradezu für den Einsatz im Kino angeboten – und so war es ursprünglich schließlich auch geplant.

Anstatt den Start aber noch weiter hinauszuzögern und auf eine ungewisse Zukunft zu setzen, entschied sich Paramount Pictures letzten Oktober für den direkten Weg zum Endkunden und eine digitale Premiere – jedenfalls in den USA. Der Andrang war enorm. In seiner Debütwoche führte Love and Monsters die Liste der meistgeliehenen Filme bei FandangoNow oder Apple TV an und schaffte es auch in den folgenden Wochen, sich ganz oben in den Top 10 zu halten.

Darum lohnt sich Love and Monsters

Für den internationalen Start musste dagegen eine andere Lösung her. Zwar hätte man den Film auch in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien über lokale Anbieter veröffentlichen können, aber das wäre natürlich aufwendiger und weit weniger lukrativ gewesen als das unschlagbare Angebot von Streaming-Platthirsch Netflix. Denn der sicherte sich gleich mal die weltweiten (mit Ausnahme der USA) Rechte an dem Apokalypse-Abenteuer.

Weshalb man jetzt aufhorchen und zum heutigen Netflix-Start (oder spätestens am Wochende) zumindest mal reinschauen sollte? Weil Love and Monsters von Regisseur Michael Matthews (Five Fingers for Marseilles) vor allem eines richtig gut macht: Spaß!

Dylan O’Brien geht auf abenteuerliche Reise ©Netflix

Der Film ist das leichtherzige, abenteuerliche und überraschend bildgewaltige (nicht umsonst geht man bei den diesjährigen Academy Awards in der Kategorie „beste visuelle Effekte“ ins Rennen) Gegenstück zu schwermütigen Apokalypse-Hits wie A Quiet Place, Zombieland und Mad Max und genau die Art Genre-Unterhaltung, auf die wir in diesen krisengebeutelten Zeiten gewartet haben.

Apokalypse mit ganz viel Herz

Es macht einfach Freude, dem Apokalypse-Überlebenden Joel (gespielt von Dylan O’Brien aus der Maze Runner-Trilogie) und seinem tierischen Begleiter bei der Bewältigung ihrer oftmals monströsen Herausforderungen über die Schulter zu schauen. Vor allem aber sind es keine selbstsüchtigen Motive, sondern die Liebe (wie es auch schon folgerichtig im Titel geschrieben steht), die ihn zur Reise durch diese merkwürdig entartete und veränderte Welt antreibt.

Jeder Schritt könnte tödlich sein. ©Netflix

Und wo in anderen Vertretern des Post-Apokalypse-Fachs garantiert nur Tod und Verderben auf unseren Protagonisten gelauert hätten, stößt Joel hier auf mindestens ebenso liebenswürdige, sympathische Wegbegleiter wie den Monster-Jäger Cylde (Michael Rooker aus Guardians of the Galaxy) und seine junge Survival-Gefährtin Minnow (Arianna Greenblatt aus Avengers: Infinity War), die ihm kurz darauf beibringen, wie man eigenständig in dieser unerbittlichen Welt überlebt.

Das macht Love and Monsters gewissermaßen zum Feel Good-Movie und John Hughes-Verschnitt unter den Apokalypse-Filmen – und zu einem verdammt unterhaltsamen, wie vorzügliche Wertungen bei sowohl der IMDb (eine 7.0 bei derzeit 35.000 Votes) als auch RottenTomatoes (großartige 92% Fresh bei 79 gelisteten Reviews) unterstreichen, noch dazu! Hier ist man nicht nur mit den Augen, sondern auch dem Herz und Kopf dabei. Und das kann man in der heutigen Zeit wahrlich nicht von vielen Genrefilmen behaupten.

Geschrieben am 14.04.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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