Mad Max: Furiosa – Spin-off-Prequel von George Miller verspätet sich um ganzes Jahr

Mad Max: Fury Road gehört zu den wahrscheinlich aufwendigsten Filmproduktionen aller Zeiten, die nicht nur eine intensive Vorbereitungszeit in Anspruch nahm sondern auch höchst komplexe Dreharbeiten und eine langwierige Nachbearbeitungsphase. Während andere Filme im selben Jahr erscheinen können, in dem sie gedreht wurden, verstrichen bei diesem Wahnsinn ganze drei Jahre zwischen der letzten Klappe (Juli 2012) und dem Verkauf der allerersten Eintrittskarte (Mai 2015).

Umso überraschender erreichte uns Ende 2020 und mitten in der Pandemie die Nachricht, dass das Prequel über Charlize Therons Figur Furiosa schon am 23. Juli 2023 bei Fans und Kinogängern große Begeisterung auslösen soll. Das mag sich im ersten Moment zwar machbar anhören, in diesem Fall sprechen wir aber von zweieinhalb Jahren, die hier zwischen der Ankündigung (nicht der Drehphase) und dem Filmstart liegen.

In Anbetracht dessen schien das Vorhaben sehr sportlich, zumal Regisseur George Miller schon damals in ein anderes Projekt involviert war, an dem er auch jetzt noch arbeitet.

Wie verlor Furiosa als junge Frau ihren Arm? Das Prequel soll es uns verraten. ©Warner Bros.

Vom Mad Max zum Dschinn

Sein romantisches Fantasy-Drama Three Thousand Years of Longing thematisiert das Leben einer im Leben glücklichen Gelehrten (Tilda Swinton), die völlig unerwartet auf einen Dschinn (Idris Elba) trifft. Dieser bietet ihr drei Wünsche an, sofern sie ihm im Gegenzug seine Freiheit schenkt und ihn von seinen Pflichten als magisches Wesen freispricht.

Obwohl dieser Film und Mad Max unterschiedlicher nicht sein könnten, bringt auch ein Three Thousand Years of Longing einen Perfektionisten wie George Miller ganz schön ins Schwitzen und nur er allein weiß, wie viel seiner wertvollen Zeit er noch in die Fertigstellung investieren muss – offenbar noch genug, denn den bislang geplanten Kinostart in zwei Jahren kann Warner Bros. ab sofort nicht mehr länger halten.

Die Rückkehr von Furiosa, wenn auch in junger Form und ohne Theron (dafür aber der wunderbaren Anya Taylor-Joy), verspätet sich um ein ganzes Jahr und wird das Licht der Kinoleinwand somit nicht vor Mai 2024 erblicken, wo das Studio auf eine Veröffentlichung am verlängerten Memorial Day-Wochenende hofft.

Sollte sich dieser neue Platzhalter in absehbarer Zukunft als realistischer Termin entpuppen, würde das Prequel ziemlich genau neun Jahre nach Mad Max: Fury Road anlaufen, der Mai 2015 die weltweiten Kinocharts im Sturm eroberte.

Charlize Theron wird im Prequel von Anya Taylor-Joy ersetzt. ©Warner Bros.

Schafft es FURIOSA 2024 wirklich ins Kino?

Da man bei einer derart großen und kostspieligen Produktion aber immer wieder mal mit unvorhergesehenen Komplikationen rechnen muss, speziell wenn man irgendwo im Nirgendwo eine Kamera aufstellt, muss damit gerechnet werden, dass sich auch der aktuelle Kinostart, auch wenn dieser derzeit noch drei Jahre von unserer jetzigen Gegenwart entfernt liegt, dass am Ende zwischen Fury Road und Furiosa statt neun vielleicht sogar auch zehn Jahre vergangen sein werden.

Nach aktuellem Plan steht George Miller hier ein ganzes Jahr weniger Zeit zur Verfügung als bei seinem letzten verrückten Abenteuer in der Wüste. Was den ganzen Prozess ebenfalls erschwert, sind die Sicherheitsmassnahmen, die inzwischen auf jedem Set eingehalten werden müssen und diverse Arbeiten gerne mal in die Länge ziehen.

Gerade in Australien, dem offiziellen Drehort von Furiosa, wo man Covid kurz nach Ausbruch 2020 schneller in den Griff bekam als viele andere Territorien, wird eine sichere Arbeitsumgebung vorausgesetzt, auch im Freien (zumal das Werk von rund 850 Filmschaffenden mitkreiert wird).

So oder so, Furiosa kommt und wird von dem Mann auf die Beine gestellt, der die Reihe vor über 40 Jahren erschuf und in all der Zeit weder an Motivation noch an Innovation oder einem ausgeprägten Sinn für Fantasie eingebüßt hat.

George Miller brachte uns vor sechs Jahren den puren Wahnsinn! ©Warner Bros.

Geschrieben am 13.09.2021 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Mad Max: Fury Road, News



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