Men in Black: International – Neue Besetzung fällt bei den Zuschauern durch

Die Sequel-Müdigkeit macht auch vor den modernisierten Men in Black nicht halt und bereitet Sony Pictures gehöriges Kopfzerbrechen. Auf dem Papier hätte Men in Black International eigentlich alle Zutaten (bekanntes Franchise, erprobtes Leinwandduo, flotte Action) für einen sicheren Kinoerfolg mitbringen sollen. Doch der erhoffte Ansturm auf die neuen Alienjäger blieb aus. Genau genommen konnte sich der Film von F. Gary Gray (Fast & Furious 8, Straight Outta Compton) sogar nur denkbar knapp auf den ersten Platz der US-Kinocharts vorkämpfen, wo sein Men in Black International mit enttäuschenden Einnahmen von 28 Millionen Dollar eröffnete. Das sind fast 25 Millionen US-Dollar weniger als 2012. Deutlich erfreulichere Zahlen aus Übersee können Chris Hemsworth und Tessa Thompson, die ihre Duo-Qualitäten bereits in Thor: Ragnarok unter Beweis stellen durften, jedoch vor dem Schlimmsten bewahren. Denn wieder zeigt sich, dass die Mehrheit der Men in Black-Fans vor allem (so heißt es schließlich schon im Titel) international zu finden ist.

Seinen stärksten Start außerhalb der USA hatte Men in Black International in China, wo man 26,3 Millionen US-Dollar zählen konnte. Ähnlich rund lief es für Sony Pictures auch in Russland ($5,1 Mio.), Südkorea ($4,9 Mio.), Mexiko ($3,9 Mio.), Japan ($3,5 Mio.) oder Großbritannien ($3,4 Mio.). Nur in Deutschland war mit dem neuesten MiB-Abenteuer kein Blumentopf zu gewinnen. So musste man sich bei uns mit 110.000 Zuschauern und dem zweiten Platz hinter Walt Disneys bereits vier Wochen altem Aladdin zufriedengeben. Mit der alten Besetzung wäre da sicher mehr drin gewesen.

Dank geringerer Kosten (stattliche 110 Millionen Dollar) sollte Men in Black International zumindest wesentlich schneller in der Gewinnzone ankommen als der direkte Vorgänger mit Tommy Lee Jones und Will Smith in ihren kultigen Hauptrollen als Agent K und Agent J, für den Sony 2012 gigantische 225 Millionen US-Dollar Produktionsbudget springen ließ. Dennoch: Basierend auf diesem ernüchternden Comeback empfiehlt sich Men in Black wohl nur bedingt für eine weitere Fortführung. Es könnte also unser letztes Wiedersehen mit den Männern (und Frauen) in Schwarz gewesen sein.

(K)ein würdiger Ersatz für Will Smith und Tommy Lee Jones? ©Sony

Geschrieben am 17.06.2019 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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