Midsommar – Ari Aster kündigt längeren Director’s Cut an, US-Start ist ein Erfolg

Wer sich mit Marvel’s Spider-Man anlegt, muss damit rechnen, vernichtend geschlagen zu werden. Auch Midsommar, der neue Film von Ari Aster, hatte angesichts dieser gewaltigen Konkurrenz das Nachsehen, kam auf Platz sechs der amerikanischen Kinocharts mit Einnahmen von 10,9 Millionen US-Dollar (6,5 über das reguläre 3-Tage Wochenende) aber ähnlich erfolgreich ins Ziel wie der geistige, im gleichen Universum angesiedelte Vorgänger Hereditary – Das Vermächtnis. Das liegt im Rahmen der Studio-Erwartungen, zumal der Film gegen starke Konkurrenz (Child’s Play und Annabelle 3) aus den eigenen Reihen ins Rennen geschickt wurde, und macht Midsommar zum zweiterfolgreichsten Start für den noch jungen US-Independent A24, der sich mit Titeln wie Lady Bird, The Witch, It Comes At Night, The Disaster Artist oder Under the Skin innerhalb kürzester Zeit einen Namen unter amerikanischen Kinogängern und Genrefans machen konnte. Heute steht der Name A24 stellvertretend für abseitige, qualitativ hochwertige Genrekost.

Stärkster Horrorfilm des Studios ist und bleibt aber Ari Asters Erstlingswerk Hereditary, das nach ordentlichen Startwerten ein außergewöhnliches Durchhaltevermögen an den Tag legte. Ob Midsommar die Kinogänger ähnlich langanhaltend in den Bann zieht, werden die nächsten Wochen zeigen müssen. Mit Crawl von Frankreich-Export Alexandre Aja (High Tension, The Hills Have Eyes) und Produzent Sam Raimi (Drag Me to Hell, Evil Dead) steht am kommenden Freitag (bei uns erst am 22. August) aber schon der nächste hochkarätige Horror-Anwärter in den Startlöchern. Leicht dürfte es also vermutlich nicht werden, den preisgekrönten Schocker mit Ton Collette zu überholen.

Wer Midsommar lieber im ultimativen Director’s Cut erleben möchte, wird sich aber ohnehin bis zur späteren Heimkino-Auswertung gedulden müssen. Ari Asters Wunschfassung war fast 25 Minuten länger, hätte aber nicht die „gleiche Zugänglichkeit“ mitgebracht wie die ohnehin schon überlange, 147 Minuten andauernde Kinofassung. Auch würde er den später folgenden Director’s Cut nicht unbedingt als besser bezeichnen. „Mein favorisierter Cut wäre 25 Minuten länger gewesen. Aber ich bin sehr stolz auf die Fassung, die es letztlich ins Kino geschafft hat. Ich hatte das letzte Wort.“

Geschrieben am 08.07.2019 von Torsten Schrader
Kategorie(n): Midsommar, News



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