Mortal Kombat – Erste Pressestimmen fallen positiv aus, Warner plant vier Sequels

Schon morgen heißt es in US-Kinos wieder: Fight! Die Vorfreude auf Mortal Kombat ist riesig, könnte Simon McQuoids Adaption der ikonischen Spielereihe doch die erste Verfilmung sein, die dem Namen wirklich gerecht wird. Schon der erste Trailer schlug ein wie eine Bombe und pulverisierte mal eben den bis dahin bestehenden Reichweiten-Rekord für einen Red Band-Trailer (früher: Deadpool 2, Logan) – nur um wenige Wochen später von The Suicide Squad abgelöst zu werden. Und auch Warner Bros. weiß offenbar sehr genau, was man hier in der Hand hat.

Denn sollte sich Mortal Kombat als der erhoffte Kinoerfolg erweisen, wird es wohl nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sich ikonische Charaktere wie Sub-Zero, Kano oder Sonya gegenseitig beharken und auf der Leinwand die Hölle heiß machen. Mindestens fünf Filme könnte man rein theoretisch umsetzen.

Sub-Zero lässt die Konkurrenz gefrieren! ©Warner Bros.

Für so viele hat Darsteller Joe Taslim, der in Mortal Kombat den eisigen Bösewicht und Shang Tsung-Handlanger Sub-Zero gibt, nämlich unterschrieben, wie er jetzt gegenüber Variety verraten hat. „Wir wissen noch nicht, ob es Sequels geben wird, aber wir drücken alle die Daumen, dass es dazu kommt“, sagt er. „Sollte dieser erfolgreich sein, machen wir vielleicht mehr.“

Sich auf diese Weise abzusichern, ist in Hollywood gar nicht unüblich. Immerhin müssen Studios die eigenen Interessen wahren und Schauspieler zur Not für mögliche Sequels oder Spinoffs zurückholen können. Prominentestes Beispiel hiefür ist sicherlich Marvel und das Film- und Medium-übergreifende MCU. Dass es im Vertrag von Sub-Zero-Schauspieler Joe Taslim nun gleich fünf Filme geworden sind und man bei Bedarf problemlos mit weiteren Adaptionen nachlegen könnte, spricht wiederum für das große Franchise-Potenzial der Marke.

Erste Reviews aus Übersee stimmen positiv

Denn eines ist Mortal Kombat allem Anschein schon geglückt: Den berühmt-berüchtigten Fluch der „schlechten Videospielverfilmung“ zu brechen. Wenn sich eine solche anbahnt, ist die Skepsis unter Kinozuschauern noch wie vor groß.

Zu oft wurde man in der Vergangenheit schon von halbgaren und nur mäßig unterhaltsamen Filmen enttäuscht. Dank positiver Beispiele wie Sonic the Hedgehog, Tomb Raider oder Pokémon Meisterdetektiv Pikachu ist seit einiger Zeit aber ein leichter Aufwärtstrend erkennbar – und hier reiht sich Mortal Kombat, wie aus ersten internationalen Pressestimmen (ordentliche 65% bei 20 erfassten RottenTomatoes-Reviews) hervorgeht, nahtlos ein!

Der deutsche Kinostart könnte sich noch einmal verschieben. ©Warner Bros.

Offenbar richtet sich Mortal Kombat vor allem an Fans der Videospiel-Vorlage – und das sei, wie Doug Jamieson von The Jam Report in seiner 3 von 5 Sterne-Review festhält, ja auch gar nichts Schlechtes! Allzu komplex wird die Handlung wohl nie und auch die Charaktere bleiben größtenteils blass, aber dafür überzeugt Mortal Kombat in der Diziplin, die Beat ’em Up-Spielern wohl am wichtigsten sein dürfte: Toll inszenierte und durchchoreographierte Kämpfe, die noch dazu richtig blutig, packend und brutal geraten sind!

Und so fragt IGN Indien zu Recht: „Spielt es wirklich eine Rolle, dass die Charaktere etwas ins Hintertreffen geraten und die Story auf der Strecke bleibt? Mortal Kombat-Fans werden diese Lücken mit ihrem Hintergrundwissen auffüllen und stattdessen in der Gewalt schwelgen können.“

Für normale Kinogänger ohne Bezug zum etablierten Universum gebe es jedoch wenig Grund, mit den Kämpfern mitzufiebern. Dementsprechend sei Mortal Kombat eine Videospielverfilmung, die sich zuallererst an die Fans richtet und nur zweitrangig an alle anderen.

Kommt mit FSK 18 ins Kino. ©Warner Bros.

Dieses Fazit scheint sich auch in anderen bislang veröffentlichten Reviews widerzuspiegeln. Alejandro G. Calvo von Sensacine hebt den B-Movie-Charme und die Fatalities hervor, während Dave lee von Dave Lee Down Under angesichts der brutalen Martial Arts-Kämpfe ins Schwärmen gerät: „Mortal Kombat macht wirklich keine Gefangenen! Die Kämpfe fallen mindestens so hart und brutal aus wie in der Vorlage und dürften Fans vollends zufriedenstellen.“

Peter Gray, der insgesamt 7 von 10 Punkte vergibt, urteilt: „Mortal Kombat zieht erfolgreich einen Schlussstrich unter die alten Verfilmungen und zeigt auf, was in diesem Genre alles möglich wäre!“

Für Sean P. Means von The Movie Cricket krankt der Film an anderer Stelle. Er schreibt: „Mortal Kombat war schon immer ein vollkommen übertriebenes, fast schon groteskes Spieleerlebnis. Darum stört es mich umso mehr, dass McQuoid seine Filmadaption viel zu ernst nimmt!“

Die Mortal Kombat-Kämpfer heizen sich ein! ©Warner Bros.

Geschrieben am 22.04.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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