Mortal Kombat – FSK fällt ihr Urteil: So hart ist der Film geworden

Wenn in Mortal Kombat die Funken fliegen, dann gleich so richtig und in derart blutigem Ausmaß, dass Fans vielleicht zu Recht besorgt waren, die neue Kinoverfilmung von James Wan könne an der Vorlage vorbeigehen und daran scheitern. Immerhin waren die bisherigen Adaptionen, allen voran Paul W.S. Andersons erster Film aus den Neunzigern, noch weit von „würdig“ und „originalgetreu“ (eigentlich Grundvoraussetzungen bei einer Verfilmung dieser Art) entfernt.

Andersons Film hatte zwar die Grundzüge der Reihe, einen nicht geringen Unterhaltungswert und fast alle bekannten Kämpfer und Namen aus der Vorlage im Gepäck, aber das entscheidendste Merkmal, die deftigen und über die Maßen brutalen Kämpfe, für die das Franchise so berüchtigt ist, fehlten noch völlig. Und so begann das lange Warten auf einen weiteren Mortal Kombat-Film, der dem Namen endlich Ehre macht – eine Hoffnung, die sich in gut einem Monat (am 06. Mai), wenn das Reboot von Simon McQuoid in deutschen Kinos aufschlägt, möglicherweise erfüllen könnte.

Ab Anfang Mai in deutschen Kinos: Mortal Kombat. ©Warner Bros.

Die FSK fällt ihr Urteil

Denn offenbar ist Werbefilmer McQuoid unter Anleitung von erfahrenen Horror-Produzenten wie James Wan (The Conjuring, Aquaman) oder Todd Garner (Halloween Haunt, Scouts vs. Zombies) geglückt, wozu seine Vorgänger nur bedingt imstande waren: die ureigene Essenz der Beat ’em Up-Reihe ohne größere Abstriche zu transportieren und in ein abendfüllendes Kinoformat zu pressen.

Über die Qualität seines Films können wir an der Stelle zwar noch nichts sagen, aber eines hat Mortal Kombat offenbar schon geschafft: Die deutsche FSK davon zu überzeugen, dass dieser Film nicht in Kinderhände gehört, geschweige denn von Jugendlichen gesehen oder erlebt werden sollte. Folgerichtig lautete das Urteil der Prüfungskommission jetzt: „Keine Jugendfreigabe“ und Mortal Kombat-Kinovorstellungen, die sich ausschließlich für volljährige Zuschauer öffnen werden.

Mortal Kombat will eigene Geschichte erzählen

Sagen lässt sich also: Auch wenn Produzent Todd Garner vorsorglich vor allzu überzogenen Erwartungshaltungen warnt, was den Gewaltgrad angeht, kommt Mortal Kombat den Spielen offenbar sehr, sehr nah – oder zumindest nah genug. Denn dass ein Film die völlig übertriebene, überspitzt dargestellte Gewalt der Spielereihe nicht in Gänze erfassen und wiedergeben, sondern allenfalls anschneiden kann, sollte Fans eigentlich klar sein.

Mortal Kombat soll der Spielereihe Ehre machen. ©Warner Bros.

Schließlich geht es hier um zwei unterschiedliche Medien – eines, das von eben diesen Momenten lebt, und das andere (Kino), das noch dazu eine spannende, emotionale und im besten Fall unterhaltsame Geschichte zu erzählen versucht. Denn neben coolen Kämpfen soll Mortal Kombat auch in Sachen Charakterentwicklung und Story einiges zu bieten haben, wenn wir den bisherigen Aussagen von Cast und Crew Glauben schenken.

Sollte die Lockdown-Verlängerung keinen Strich durch die Rechnung machen, dann kann man ab 06. Mai auch bei uns mit legendären Kämpfern wie Jax (Mehcad Brooks), Sonya (Jessica McNamee), Kano (Josh Lawson), Sub-Zero (Joe Taslim) und Liu Kang (Ludi Lin) auf Tuchfühlung gehen.

Den erzählerischen Rahmen dafür liefert MMA-Kämpfer Cole Young (Lewis Tan), der in etwas hineingezogen wird, das weit über seine eigene Vorstellungskraft hinausgeht. Wenig später trainiert er mit erfahrenen Kriegern wie Liu Kang, Kung Lao, Kano und den größten Champions der Erde im Tempel von Lord Raiden, um gemeinsam am alles entscheidenden Kampf um das Universum teilzunehmen – dem Mortal Kombat.

McQuoids Film wird ähnlich blutig wir die Spiele. ©Warner Bros.

Geschrieben am 09.04.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): Mortal Kombat, News



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