Old – So unheimlich ist der neue Albtraum von M. Night Shyamalan geraten

Die Zeit scheint für jeden von uns anders zu verlaufen. Während insbesondere Kinder eher Zeit totzuschlagen scheinen und über quälend langsames Voranschreiten meutern, fühlt sich ein Jahr für andere so kurz an wie Thanos‘ Fingerschnippen in Avengers: Infinity War an. Doch eines steht fest – so schnell wie in Old vergeht die Zeit für keinen von uns! Und zum Glück, möchte man sagen.

Denn der unheimliche Thriller befasst sich mit einer Urangst des Menschen, dem plötzlichen Älterwerden, die viele am liebsten komplett vermeiden oder einfach weglachen würden.

In M. Night Shyamalans neuster Kreation, die von Universal Pictures produziert wurde, sind die Figuren allerdings gezwungen, sich mit diesen naturbedingten, aber eben auch unvermeidbaren Tatsachen auseinanderzusetzen – ihnen bleiben nur wenige Stunden, um den plötzlichen Horror und den schnell voranschreitenden Alterungsprozess aufzuhalten und einem mysteriösen Strandfluch die Stirn zu bieten.

Das zieht, wie schon der Trailer andeutet, zum Teil erschreckende Folgen nach sich, nimmt aber auch keine derart verstörenden Formen an, dass Minderjährige draußen bleiben müssten.

So unheimlich ist Shyamalans Old ausgefallen

In den USA ist der Film nämlich schon für Zuschauer ab dreizehn Jahren zugänglich und damit ähnlich unheimlich geraten wie The Village, The Sixth Sense, Split oder The Visit. Das ergab eine aktuelle Prüfung durch die MPA, dem amerikanischen Gegenstück zur deutschen FSK.

Dass Old trotzdem nichts für schwache Nerven geworden ist, machen schon die als Begründung für die Einstufung angeführten Filmelemente wie „starke Gewalt, verstörende Bilder, der überschaubare Anteil an Nacktheit und die Sprache“ klar. Eher klingt es so, als wäre M. Night Shyamalan diesmal nur ganz knapp an einem R-Rating vorbeigeschrammt.

Dass man nicht umhin kam, ein solches zu erteilen, war während seiner Laufbahn überhaupt erst ein einziges Mal der Fall: Bei seiner finsteren Endzeit-Parabel The Happening, in der aber auch teils unschön gestorben wurde. Old dagegen scheint sein Grauen eher aus den psychologischen Aspekten zu beziehen, weniger aus der möglichst grafischen Darstellung grausamer Tode.

Vielen Zuschauern dürfte es bei Themen wie dem Altern und der eigenen Vergänglichkeit aber auch so schon kalt den Rücken runterlaufen. Was würde man tun, wenn sich das komplette Leben auf nicht einmal 24 Stunden beschränken und man anschließend zu Staub zufallen würde?

Die Zeit verrinnt: „It’s Only a Matter of Time“ ©Universal

Old sorgt für existenzielles Grauen

Genau dieses unbeschreibliche Szenario erwartet Stars wie Embeth Davidtz (Armee der Finsternis), Gael García Bernal (Mozart in the Jungle), Senkrechtstarterin Thomasin McKenzie (True History of the Kelly Gang), Alex Wolff (Hereditary) und Abbey Lee (Lovecraft Country, Mad Max: Fury Road, The Dark Tower) in Shyamalans neuem Film, der auf Pierre Oscar Levy und Frederik Peeters‘ Comicvorlage Sandcastle zurückgeht.

Old beginnt paradiesisch: Ein Traumstrand, kristallklares Wasser und noch dazu menschenleer. Wer würde hier nicht gerne Urlaub machen? Doch es dauert nicht lange und Vicky Krieps (Colonia Dignidad) stellt im deutschen Trailer erschrocken fest: „Mit diesem Strand stimmt etwas nicht“.

Und sie soll recht behalten. Als sie ihren sechsjährigen Sohn aus den Augen verliert und kurze Zeit später wiedersieht, steht plötzlich ein erwachsener Mann (gespielt von Alex Wolff aus Hereditary – Das Vermächtnis) vor ihr! Doch wie ist das möglich? „Wir wurden aus einem bestimmten Grund ausgewählt“, ist daraufhin zu hören. Von wem und vor allem wofür, lässt sich ab dem 29. Juli im Kino Eures Vertrauens ergründen!

©Universal

Geschrieben am 21.06.2021 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): News, Old



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