Pinocchio – Guillermo del Toros Netflix-Film richtet sich vornehmlich an Erwachsene

Dank Netflix kann Guillermo del Toro seinen Traum von einer Stop Motion-Verfilmung zu Pinocchio endlich Wirklichkeit werden lassen. Anders als frühere Verfilmungen von Carlo Collodis Originalwerk wird diese aber nur bedingt für Kinderaugen geeignet sein. „Dieser Pinocchio richtet sich nur an einen bestimmten Teil der Familie“, bestätigt del Toro die härte, deutlich unheimlichere Gangart seines Films. „Natürlich wird es sehr politisch. Pinocchio spielt während der Ära von Mussolini und vor dem Hintergrund des Faschismus. Man kann also eins und eins zusammenzählen.“ Del Toro, der produzieren, schreiben und natürlich auch Regie führen wird, sieht Parallelen zu Frankensteins monströser Schöpfung. „Pinocchio ist eine Kreatur, die auf unnatürliche Weise erschaffen und von ihrem Vater vernachlässigt und zurückgelassen wird. Sein Werdegang ist geprägt von Schmerz, Versagen und Einsamkeit.“ Alles Elemente, die sich so auch im Horror-Klassiker finden lassen.

Pinocchio wurde schon 2008 angekündigt, drohte aber immer wieder an der fehlenden Finanzierung und Risikobereitschaft der Studios zu scheitern. Erst Netflix willigte ein, den Film so zu produzieren, wie del Toro es für richtig hält. Für die aufwendigen Sets und Puppen kooperiert er mit The Jim Henson Company (Muppets, Labyrinth, Dark Crystal: Age of Resistance) sowie ShadowMachine (Bojack Horseman, The Shivering Truth). Den Regieposten teilt sich del Toro mit seinem erfahrenen Kollegen Mark Gustafson (Fantastic Mr. Fox), während Guy Davis für das Produktionsdesign verantwortlich zeichnet. Als Inspiration dienen Originalentwürfe von Gris Grimley.

Geschrieben am 07.12.2018 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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