Predator 5 – Landet 2022 auf Disney+, hört auf den Namen «Prey»

Nach der Übernahme von 20th Century Fox durch Disney fürchteten viele schon, die erwachsenen Fox-Marken könnten für immer in den tiefen Archiven des Mauskonzerns verschwinden und hier ein eher unrühmliches Schattendasein fristen. Aber das ist natürlich ausgemachter Unsinn.

Wer tatsächlich glaubt, Disney würde rund die Hälfte seiner Fox-Zukäufe im Schrank verstauben lassen, liegt falsch. Das Unternehmen hat sehr wohl Pläne für die unheimlicheren Stoffe seines neuen Studiopartners, überraschte schon kurz nach der Übernahme mit einer Ankündigung, die so niemand auf dem Schirm hatte: Denn es wird eine Alien-Serie von Fargo-Schöpfer Noah Hawley geben, produziert von FX (American Horror Story) für den eigenen Disney-Streamingdienst Hulu.

Der präsentiert sich in den Vereinigten Staaten als erwachsene Alternative zu Disney+, was in Deutschland und in vielen anderen Teilen der Welt aber bereits durch die im Frühjahr ins Leben gerufene Disney Plus-Sparte Star abgedeckt wird.

Hier lassen sich nämlich nicht nur große Familienklassiker und typische Disney-Animationskost, sondern seit neuestem eben auch ikonische Horror-Reihen wie Alien finden.

Prey schlägt ganz neue Franchise-Richtung ein. ©Disney

Stream statt Kinoleinwand?

Es ist also kein Zufall, dass Disney in letzter Zeit verstärkt für Hulu (und bei uns somit Disney+) einkauft. Man will mehr sein als der reine Familien-Streamingdienst, sich auf breiter Front gegen Netflix und Amazon Prime prositionieren und behaupten.

Dass es dabei auch gern mal unheimlich zugehen darf, ist nur konsequent. Schließlich lässt sich Horror- und Genre-Kost vergleichsweise kostengünstig produzieren, und da die Streamingpartner trotz der Konzern-Zugehörigkeit weiterhin Lizenzgebühren an das jeweilige Mutterunternehmen zahlen müssen, sind die Produktionskosten dieser Filme quasi schon vor Drehbeginn gedeckt.

Warum man einen Film wie Predator 5 (AT: Prey) statt für das Lichtspielhaus direkt für den heimischen Streamingdienst produzieren sollte, liegt also auf der Hand – und genau das passiert jetzt auch!

Landet ebenfalls bei Hulu/Disney+ – der neue Hellraiser. ©Dimension Films

Während dem diesjährigen Disney Plus-Event, das am heutigen Tage den 2. Geburtstag des VoD-Portals feiert, gab das erfolgreiche Medienunternehmen völlig überraschend bekannt, dass Predator 5 ab sofort auf den Titel Prey hört und sich Sommer 2022 den Weg ins Kino (wie vermutet/befürchtet) spart, stattdessen umgehend auf der Streaming-Plattform (Hulu in den USA, Disney+ bei uns) des Mauskonzerns Weltpremiere feiert.

Diejenigen von uns, die den unsichtbaren Jäger viel lieber noch einmal auf der Leinwand erlebt und sich irgendwann mal auch gerne eine Blu-ray des Filmes zu den anderen Teilen ins Regal gestellt hätten, wird diese Neuigkeit nur bedingt ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Allerdings kann man von Glück reden, dass Hollywood nach ein paar kommerziellen Misserfolgen überhaupt noch an das Potenzial der Marke glaubt, in Zukunft weiter ausbaut.

Wird zur Comanche-Kriegerin: Amber Midthunder ©FX Networks

Darum wird Predator 5 so spannend und anders

Trachtenbergs Film setzt lange vor der Besiedlung Nordamerikas durch die Europäer an. Und so begleiten wir Kee, eine Angehörige des Comanche-Stammes, die in einer Welt klar definierter Geschlechterrollen lebt und dagegen aufbegehrt. Als Patsi ist es ihre Rolle, ihren jüngeren Bruder Taabe auf die wichtige Rolle des Stammesführers vorzubereiten.

Doch ihre Gelegenheit, sich als ebenso würdig und stark zu erweisen, kommt, als eine unvorhersehbare Macht (sehr wahrscheinlich das Eintreffen der Predator) über die Ureinwohner herfällt. Nun kann Kee ihr gesamtes Potenzial als Jägerin zur Schau stellen und dieser von Männern beherrschten Welt zeigen, wo der Hammer hängt!

©Disney

©Disney

Geschrieben am 12.11.2021 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): News, Predator 5



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