Predator – Disney beauftragt 10 Cloverfield Lane-Regisseur mit neuem Film

Die Befürchtung, dass Predator unter Walt Disney ein jähes Ende finden und umgehend aufs ungeliebte Abstellgleis geschoben werden könnte, waren offenbar unbegründet. Denn jetzt kündigt 20th Century Studios (ehemals 20th Century Fox) mit Dan Trachtenberg (10 Cloverfield Lane) das nächste Kapital der actionreichen Horror-Saga an, die 1987 mit Arnold Schwarzeneggers Major „Dutch“ Schaefer und seinem verhängnisvollen Abstecher in den mit Aliens verseuchten Dschungel begann. Eine Fortsetzung und zwei Reboots folgten, scheiterten aber an den hohen Erwartungen der Fans. Und so überrascht es nicht, dass der neue Film nicht etwa an Shane Blacks teuren, aber gefloppten Predator: Upgrade (The Predator) aus dem Jahr 2018 anknüpfen, sondern sich eher das Original als Vorbild nehmen und nach Möglichkeit auf dessen Stärken aufbauen soll. Für diese anspruchsvolle Aufgabe steht Patrick Aison, Produzent bei Jack Ryan und Wayward Pines, als Drehbuchautor parat. Was er auf Papier gebracht hat und wie diese Geschichte in den Franchise-Zyklus passt, wissen aktuell aber nur wenige Eingeweihte bei 20th Century Studios. Bis jetzt sind noch keine Storydetails nach außen gedrungen.

Geht es zurück zu den Wurzeln? ©20th Century Studios

Wer Regie führt, wissen wir dagegen schon. Es ist Dan Trachtenberg, der 2012 wie aus dem Nichts auf der Bildfläche erschien, nachdem sein Fanfilm Portal: No Escape mit rund 22 Millionen Aufrufen auf YouTube durch die Decke ging. Bald darauf klopfte auch Hollywood an, denn J.J. Abrams‘ Bad Robot Productions beauftragte ihn mit der Umsetzung eines kleinen Thrillers namens The Cellar, der sich im Nachhinein als heimlich gefilmtes Sequel (10 Cloverfield Lane) zum Monster-Thriller Cloverfield entpuppte. Die Folge: Mehr als 110 Millionen US-Dollar Einspiel an den Kinokassen.

Danach sollte Trachtenberg unter anderem bei der (noch kommenden) Kinoadaption zu Uncharted Regie führen, doch die Zusammenarbeit mit Sony Pictures scheiterte. In den letzten vier Jahren blieb dann gerade noch Zeit für jeweils eine Folge von Amazon Studios‘ The Boys und Langdon. Jetzt will Trachtenberg aber erneut beweisen, dass ein fähiger Kino-Regisseur in ihm steckt.

Predator: Upgrade entpuppte sich als Flop.  ©20th Century Studios

Geschrieben am 21.11.2020 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News