Predator – Zukunft in Gefahr? Autoren klagen gegen Disney, wollen Rechte zurück

Ein neuer Predator-Film unter Leitung von Walt Disney? Für viele Fans war die Ankündigung fast zu schön, um wahr zu sein. Und tatsächlich könnte der kürzlich vorgestellte Skulls (so zumindest der vorläufige Arbeitstitel) von 10 Cloverfield Lane-Regisseur Dan Trachtenberg noch zerplatzen wie eine Seifenblase. Denn wie zuletzt schon die Studios hinter Freitag, der 13. oder Hellraiser wird jetzt auch Walt Disney in einen möglicherweise langwierigen und zähen Rechtsstreit verwickelt.

Es geht um nichts weniger als die Inhaberschaft der Horror-Marke Predator. Seit ein überarbeitetes Urheberrechtsgesetz in Kraft getreten ist, das Drehbuchautoren (oder Autoren im Allgemeinen) die Rückführung ihres Eigentums ermöglicht, sobald eine Frist von 35 Jahren abgelaufen ist, pochen immer mehr Autoren auf ihr Recht und die Herausgabe der Filmrechte. Clive Barker war damit bereits erfolgreich, er ist seit Dezember wieder rechtmäßiger Inhaber von Hellraiser und nutzt den Machtwechsel auch gleich, um mit HBO ein Serien-Reboot der Marke in Angriff zu nehmen.

Ebenfalls seit Jahren in Schwierigkeiten verwickelt: Jason Voorhees. ©Warner Bros.

Um eine andere Horror-Ikone, Camp Crystal Lake-Bewohner Jason Voorhees, wird dagegen noch gestritten, obwohl Victor Miller in erster Instanz Recht bekam. Im Fall von Freitag, der 13. ist die Sachlage aber auch komplizierter, weil Miller jetzt zwar die Rechte am Namen und dem ersten Film (oder zumindest am Skript) hält, aber nicht an dem Jason mit Hockey-Maske, den wir heute kennen.

Der wurde in dieser Form nämlich erst im zweiten Teil eingeführt, an dem Miller nicht mehr beteiligt war. Und so legte der alte Rechteinhaber Sean S. Cunningham, der durch den Rechtsstreit alle Franchise-Pläne auf Eis legen musste, Widerspruch ein. Der Ausgang? Weiterhin ungewiss.

Predator-Franchise in Gefahr?

Und auch bei Jim und John Thomas verspricht der damit verbundene Rechtsstreit ein ziemlich langwieriges Unterfangen zu werden. Beide traten 1986 die Rechte an ihrem Skript Hunters, das später zu Predator werden sollte, an 20th Century Fox ab. 2021 ist also das 35. Jubiläum dieser Vereinbarung und damit der ideale Zeitpunkt, um eine Rückführung zu erwirken, auf die auch schon 2016 hingewiesen wurde – ohne, dass die Brüder je etwas von der Gegenseite gehört hätten.

Nach Jason jetzt auch der Predator in Gefahr? ©20 Century Fox

Doch das ändert sich jetzt, denn Disney legte prompt Gegenklage ein und behauptet, Jim und John Thomas würden 20th Century Fox vorzeitig um die Rechte bringen wollen, während das „Studio gerade eine beträchtliche Menge Zeit, Geld und Arbeit in die Entwicklung eines neuen Ablegers der erfolgreichen Predator-Reihe investiert.“

Warum ihr Aufhebungsantrag unrechtmäßig und „übereilt“ sein soll, geht aus dem Klage-Auszug nicht hervor. Es könnte jedoch mit der Übertragung der Filmrechte im Zuge der Fox-Übernehme durch Walt Disney zusammenhängen, wodurch die Predator-Reihe 2018 den Besitzer wechselte.

Ob nun rechtmäßig oder nicht: Die mit der Klage einhergehende Unsicherheit könnte sich nachteilig auf die Machbarkeit von Dan Trachtenbergs Film auswirken. Schließlich wird Walt Disney kein mittleres achtstelliges Millionenbudget in einen Film investieren wollen, den man letztlich verlieren und nie veröffentlichen könnte.

Und so könnte um Predator ein ähnliches Franchise-Tauziehen drohen wie bei Freitag, der 13.

Brisant: Jim und John Thomas greifen auf den gleichen Anwalt zurück, Marc Toberoff, der schon im Fall Jason Voorhees erfolgreich war.

Liegt wieder bei Clive Barker: Hellraiser. ©Dimension Films/Weinstein

Darum soll es in Skulls, dem neuen Predator, gehen

Dass überhaupt an einem neuen Predator gearbeitet wird, wurde 2020 mehr oder weniger unfreiwillig geleakt. Trachtenberg zeigte sich enttäuscht, dass die Art und Weise, wie wir von dem Film hätten erfahren soll, nun hinfällig geworden sei. Spätestens durch den Rechtsstreit hätten wir jetzt aber ohnehin Wind davon bekommen.

Dass es im Film um eine Angehörige des Comanche-Stammes gehen soll, die entgegen aller Geschlechternormen und Traditionen auszieht, um eine Kriegerin zu werden, wussten wir schon. Noch relativ frisch ist dagegen, dass der Film zu einer Zeit spielt, als noch gar nicht an die ersten Besiedler aus Europa zu denken war. Damals lebten die Comanche in einer Gesellschaft klar definierter Geschlechterrollen.

Das weiß auch Kee, die ihrem jüngeren Bruder Taabe dabei hilft, sich auf die wichtige Rolle des Stammesführers vorzubereiten. Als älterer Schwester ist es an ihr, der Patsi, ihm den rechten Weg zu zeigen. Kee spricht stets die Wahrheit und besitzt Wissen, das andere nicht haben. Aber sie ist auch ein unzähmbarer Wildfang, der sich in dieser maskulinen Welt von Männern zu behaupten versucht. Als eine ungeahnte Bedrohung über sie hereinbricht, kann Kee zeigen, dass sie ebenso fähig ist wie jeder andere junge Krieger.

Predator 5 soll uns in der Zeit zurückführen. ©Walt Disney

Geschrieben am 16.04.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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