Resident Evil – Box Office: Lässt sich das Debakel noch retten?

Inzwischen läuft Resident Evil: Welcome to Raccoon City fast überall auf der Welt – seit dem vergangenen Wochenende beispielsweise auch in Großbritannien und Russland, beides Märkte, die für das Box Office von Filmen sehr wichtig sind.

Es gibt jetzt nur noch wenige Territorien, wo das Regiewerk von Johannes Roberts (47 Meters Down, 47 Meters Down: Uncaged) noch nicht ausgewertet wurde. Darunter befinden sich zwei Länder, die sich bei der vorangegangenen Paul W.S. Anderson-Reihe als besonders profitabel erwiesen: Japan und China. Japan, weil von dort die Videospielvorlage aus dem Hause Capcom stammt, China, weil sich das Franchise vor allem zum Ende der Jovovich-Ableger hin immer größerer Beliebtheit erfreute.

The Final Chapter war chinesischen Kinogängern fast 160 Millionen US Dollar an Einnahmen wert. Der eigentliche Star hörte aber nicht auf den Namen Resident Evil, sondern auf Milla Jovovich, die zu Resident Evil-Zeiten zum gefeierten Action-Star in China avancierte.

Schafft es WELCOME TO RACCOON CITY nach China?

Dieser Bonus fehlt dem Reboot jedoch, außerdem manövriert die neue Produktion, erneut eine Zusammenarbeit zwischen Constantin Film und Sony Pictures, das Geschehen in Richtung Horror, weg vom Sci/Fi- und Action-Pfad, der zwischen den Jahren 2002 und 2016 beschritten wurde. Genrefilme haben es in China ziemlich schwer, sind nur in seltenen Fällen gefragt und dazu in der Lage, Geld in die Kassen zu schwemmen.

Desweiteren sieht es im Moment nicht danach aus, als würe es Raccoon City überhaupt noch nach China schaffen. An dieser Stelle muss allerdings gesagt werden, dass es sich für Hollywood derzeit generell als sehr schwierige Herausforderung erweist, Kreationen in diesem Gebiet zu veröffentlichen. Selbst Disney scheiterte in diesem Jahr daran, große Werke wie Black Widow oder Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings genehmigt zu bekommen – und Chinesen mögen Marvelfilme!

Doch was bedeutet das für das potenzielle Endeinspielergebnis der Videospielverfilmung, in der Robbie Amell in die Rolle von Chris Redfield, Kaya Scodelario in die seiner Schwester Claire schlüpft? Nun, nach zwei Wochenenden steht das Projekt, das laut Roberts überwiegend für Gamer und Fans der Marke umgesetzt wurde, bei etwas mehr als 24 Millionen US Dollar.

In den USA musste sich der Zombiefilm jetzt schon von den Top 5 der Kinocharts verabschieden, international durfte man endlich mal den Top 10 einen (vermutlich nur kurzen) Besuch abstatten – die 4.2 Millionen US Dollar, die dem Streifen nur knapp den zehnten Platz beschert haben, sind jedoch kaum der Rede wert. Es wird immer wahrscheinlicher, dass bis zum Ende der Laufzeit lediglich 35-50 Millionen US Dollar als finales Resultat erzielt werden.

Milla Jovovich-Reihe bleibt unerreicht

Im Bestfall reden wir hier also von einem enormen Rückgang von fast 84% gegenüber dem letzten Milla Jovovich-Ableger, den man unmöglich nur auf Corona schieben kann – schließlich haben die anderen Filme, die es sich in den internationalen Kinocharts derzeit zwischen den Plätzen 1 und 9 gemütlich machen, dasselbe Problem, waren aber trotzdem dazu imstande, die Kinosäle besser gefüllt zu kriegen als Resident Evil: Welcome to Raccoon City.

Zu diesen Produktionen gehört auch die Frank Herbert-Adaption Dune, die in Europa schon seit Mitte September läuft, aber wieder 5.1 Millionen US Dollar einspielen konnte, sich gegenwärtig auf Platz 9 aufhält – in den USA ging es Dank dem Re-Release in Imax-Kinos sogar hoch auf Rang 7.

Zum Nachteil aller Fans, die mit Roberts’ Interpretation der Spiele zufrieden waren, genau so einen Film auch haben wollten, dürfte es jetzt schon höchst unwahrscheinlich sein, dass das Sequel, welches vor allem von Code Veronica inspiriert (gewesen) wäre, jemals für sie auf die Beine gestellt wird – es sei denn, die Verfilmung wird im Heimkino als Stream entdeckt.

©Sony/Constantin Film

Geschrieben am 06.12.2021 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): News, Resident Evil, Top News



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