Ihr American Horror Story-Albtraum: Paulson verrät AHS-Tiefpunkt

Wenn man einer einzelnen Serie so lange die Treue hält wie Sarah Paulson (Run, Glass) der American Horror Story, kann es schon mal vorkommen, dass man sich auch mal fehl am Platz, leicht unterfordert fühlt. Immerhin erzählt jede einzelne Staffel der Horror-Anthologie eine eigene Geschichte mit wechselnden Charakteren und erzählerischen Hintergründen.

Und so ist es dann eigentlich nicht verwunderlich, dass ebenso wie die Zuschauer auch die AHS-Stars selbt ihre ganz persönlichen Lieblingsstaffeln und Tiefpunkte haben. Allerdings erfahren wir (aus sehr verständlichen Gründen) selten etwas davon. Wer öffentlich Kritik übt, läuft schnell Gefahr, sich unbeliebt zu machen und Brücken abzubrennen, die einem später noch nützlich sein könnten.

So kennen wir Sarah Paulson: Taff und selbstbestimmt. ©Netflix

Sarah Paulson American Horror Story-Tiefpunkt

Für Sarah Paulson alles kein Problem. Seit ihrem ersten Zusammentreffen bei Nip/Tuck in 2004 sind sie und Glee-Schöpfer Ryan Murphy, mit dem sie in den Folgejahren bei Hits wie Ratched, The People v. O.J. Simpson: American Crime Story und eben auch der American Horror Story zusammenarbeiten sollte, einfach unzertrennlich. Wie bei einer guten Freundschaft üblich, fällt es dann auch nicht weiter ins Gewicht, wenn man sich mal die Wahrheit sagt.

Und genau das hat sie anlässlich von The Hollywood Reporter’s “Awards Chatter”-Podcast, in dem es um ihre persönlichen Karriere-Highlights und Tiefpunkte ging, jetzt auch getan.

Denn es gibt eine American Horror Story, mit der Paulson überhaupt nicht warm werden wollte, die sie aus heutiger Sicht sogar am liebsten verdrängen würde: American Horror Story: Roanoke!

Für Paulson kein Highlight: American Horror Story: Roanoke ©FX

Darum war Season 6 ein echter Albtraum

Als sie für die sechste Staffel von Murphy Anthologie-Dauerbrenner ans Set beordert wurde, hatte sie gerade ihren gefeierten Auftritt als Marcia Clark in The People v. O.J. Simpson: American Crime Story hinter sich, für den es 2016 zu Recht einen der begehrten Primetime Emmys gab.

Von dieser starken Persönlichkeit zur zerbrechlichen, in sich gekehrten Figur aus der sechsten American Horror Story zu wechseln, habe sich einfach falsch angefühlt, sagt sie heute. Es sei das erste Mal gewesen, dass sie sich gewünscht habe, sie hätte zu Ryan [Murphy] gehen und sagen können: „Bitte lass mich diese Season aussitzen.“

Aber die vertraglichen Verpflichtungen machten das zum damaligen Zeitpunkt unmöglich. Heute sagt sie über die kontroverse sechste Season, die für viele zu den schwächsten Momenten der American Horror Story-Historie zählt:

American Horror Story: Roanoke gefiel längst nicht jedem. ©FX

Comeback mit American Horror Story: Double Feature

„[Roanoke] sprach mich nicht im Geringsten an. Ich weiß, dass einige Leute sauer und wütend auf mich sein werden, wenn ich das sage, aber das war direkt nach Marcia [Clark in American Crime Story]. Die gesamte Erfahrung war so niederschmetternd, weil ich das Gefühl hatte, endlich erkannt zu haben, was [schauspielerisch] möglich ist und was ich bereit bin zu geben.“

„Ich fühlte mich gefangen von meiner Verantwortung und vertraglichen Verpflichtung gegenüber der American Horror Story. So sehr die Show auch mein Zuhause geworden ist und ich die Arbeit daran immer geliebt habe, war das der Zeitpunkt, wo ich am liebsten zu Ryan gegangen wäre und darum gebeten hätte, mich diese Situation aussitzen zu lassen.“

Trotzdem kehrte Paulson im Anschluss noch zwei weitere Male (Cult, Apocalypse) zurück, nur um ihren Worten bei American Horror Story: 1984 Taten folgen zu lassen und Season 9 auszusitzen. Bei American Horror Story: Double Feature, der großen Jubiläumsstaffel, die am 25. August 2021 zunächst in den USA startet, ist sie dann aber wieder dabei und verrät bereits, dass sie eine Figur spielen wird, die „einige Probleme“ habe.

American Horror Story: Double Feature folgt am 24. August. ©FX

Geschrieben am 29.06.2021 von Torsten Schrader



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