Shadow and Bone – Trailer: Die zweite Staffel wird noch düsterer als die erste!

Was erfolgreich ist, wird bei Netflix in der Regel schnell fortgesetzt – so auch Shadow and Bone! Das war nach dem starken Auftakt und den hervorragenden Kritiken bereits erwartet worden, dennoch ließ sich der Streamingdienst im vergangenen Jahr einige Wochen Bedenkzeit. Die Serie gehört zu den aufwendigsten und damit auch teuersten Formaten, die man momentan im Programm hat.

Eine vorschnelle Nachbestellung wäre Netflix im Falle eines Flops also teuer zu stehen gekommen. Zumal das Budget einer Serie, wie das 200 Millionen Dollar teure und bereits nach einer Staffel abgesetzte Superhelden-Projekt Jupiter’s Legacy untermauert, nicht automatisch einen sehr großen Publikumserfolg garantiert. Hier scheint der Plan aber aufgegangen zu sein.

Kein Wunder: Die 8-teilige erste Staffel rund um Alina Starkov (Jessie Mei Li), die entdeckt, dass sie eine übernatürlich begabte Grisha sein soll, noch dazu die legendäre Sonnenkriegerin, geht schließlich auf eine millionenfach verkaufte Bestseller-Reihe von Leigh Bardugo zurück, die ihrerseits mit einer bereits etablierten Fanbasis und potenziell großen Zuschauerschaft aufwartet.

Auf den Spuren von THE WITCHER

Die Serie von Eric Heisserer, dem Oscar-prämierten Autor hinter Arrival, nimmt sich aber viele Freiheiten heraus, adaptiert sie doch die einzelnen Geschichte nicht direkt, sondern als lose Zusammenfassung aller Grishaverse-Romane – also sowohl der Haupt- als auch Spinoffreihe.

Das löste bei Lesern, die mit der Materie vertraut sind, einiges Stirnrunzeln aus, scheint sich rückblickend betrachtet aber als die richtige Lösung erwiesen zu haben. Dafür sprechen durchweg positive Stimmen auf Portalen wie IMDb (7,6 nach 83.000 Votes) oder RottenTomatoes (88 Review-Rating und 88 Audience Score) und mehr als 55 Millionen Netflix-Haushalte, die in den ersten vier Wochen von Shadow and Bone dabei waren.

Am Ende dürften also nicht nur die reinen Aufrufzahlen, sondern vor allem auch die Resonanz von Zuschauern und Presse maßgeblich dazu beigetragen haben, dass Heisserer seinen Plan von einer mehrteiligen Fantasy-Saga in die Tat umsetzen kann.

Denn auch wenn immer mal wieder ein Highlight darunter ist, muss sich Netflix nach wie vor den Vorwurf gefallen lassen, mehr Masse als Klasse zu produzieren. Formate, die beides vollbringen, also nicht nur die Massen mobilisieren, sondern auch begeistern, sind entsprechend rar und heiß begehrt.

Alina und Mal bestreiten noch mehr Abenteuer. ©Netflix

Der Beginn von etwas noch viel Größerem

Im Vorfeld wurde Shadow and Bone – Legenden der Grisha bereits als Netflix’ Antwort auf HBO’s Game of Thrones gefeiert. Thematisch trennen beide Serien zwar Welten, aber auch hier zielte man von Anfang an auf ein mehrere Jahre und Staffeln umspannendes Fantasy-Universum ab, das am Ende (Game of Thrones nicht unähnlich) zusätzliche Spinoff-Formate hervorbringen könnte.

Offiziell plant Heisserer mindestens vier Seasons ein, wonach aber nicht zwangsläufig Schluss sein muss. Die noch in diesem Jahr erscheinende Season 2 mit ihren acht brandneuen Episoden wird hauptsächlich auf dem zweiten Band von Bardugos Grisha-Trilogie, genannt Eisige Wellen, aufbauen, aber auch wieder wichtige Elemente aus den beiden Six Of Crows-Büchern oder der ebenfalls im Grishaverse angesiedelten King-of-Scars-Dilogie einfließen lassen.

Es gibt also genug Ausgangsmaterial, von dem man noch zehren könnte – natürlich nur, solange die Netflix-Zuschauer das auch wollen.

©Netflix

Geschrieben am 24.09.2022 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): News, Shadow and Bone