Spawn – Die Kino-Neuauflage soll endlich kommen – mit neuem Autor

Inzwischen hat es fast schon Tradition, über die zum Scheitern verurteilten Versuche Todd McFarlanes zu berichten, seiner seit Jahren geplanten Spawn-Neuauflage Leben einzuhauchen. Doch jetzt könnte tatsächlich wieder (oder endlich?) Bewegung ins Spiel kommen – und das sogar, ohne dafür leere Versprechungen bemühen zu müssen.

Doch blicken wir zunächst noch einmal kurz zurück: Seit Jahren ist der Comicautor und Figurenhersteller wild entschlossen, seiner Schöpfung auch filmisch ein Denkmal zu setzen, knüpfte diese Idee aber an zahlreiche überzogene Forderungen. So wollte er den Film unbedingt seinen (dem allgemeinen Vernehmen nach nicht sonderlich überzeugenden) Vorstellungen entsprechend umsetzen und selbst Regie führen, ohne die dafür nötige Erfahrung mitzubringen.

Änderungsvorschläge oder Wünsche seitens der Produzenten? Unerwünscht. Die Verhandlungen stagnierten, und das trotz mehrfacher Versuche seitens Blumhouse Productions (Halloween, Get Out), der Comic-Ikone bei seinem Vorhaben unter die Arme zu greifen.

McFarlane plant großes Cinematic Universe. ©New Line

Es kommt Bewegung ins Spiel

Blumhouse willigte sogar ein, zeigt ihm aber ebenfalls Grenzen auf: Zehn Millionen Dollar sollten für die Umsetzung dieser speziellen Vision genügen. Für ein Comic-Universum dieses Ausmaßes, das noch dazu mit zahlreichen verrückten, aufwendigen Figuren gespickt ist, eigentlich viel zu wenig!

Also ersann McFarlane eine Notlösung: Spawn selbst sollte in seiner geplanten Verfilmung, die sich irgendwo zwischen The Departed und Paranormal Activity eingeordnet hätte und so unheimlich werden sollte, dass sie Kinder zum Weinen bringt, nur eine Nebenrolle spielen und als schemenhaftes, im Schatten lauerndes Horror-Wesen ohne eigene Dialoge in Erscheinung treten.

Als zentraler Mittelpunkt war das aus den Spawn-Comics bekannte Detektivduo Sam und Twitch vorgesehen, für das mit Jeremy Renner (Hexen & Gretel: Hexenjäger, Avengers: Endgame) sogar schon eine passende Besetzung parat stand – zumindest für die eine Hälfte davon: Twitch Williams. Auch Kult-Antiheld Spawn war schon gefunden und Jamie Foxx (Django Unchained, Baby Driver) versprochen.

Jamie Foxx sollte für Todd McFarlane zu Spawn werden. ©TOBIS Film

Und trotzdem drohte das Vorhaben an mangelhafter Finanzierung zu scheitern. Doch jetzt die Überraschung und ein erstes kleines Zugeständnis in Richtung Jason Blum: McFarlane gibt die Aufgaben des Drehbuchautors an seinen amerikanischen Kollegen Brian Tucker ab, dessen einziges großes Vorzeigeprojekt der 2013 an den Kinokassen gefloppte und eher durchwachsen aufgenommene Crime-Thriller Broken City mit Mark Wahlberg und Russel Crowe ist.

Nur der erste Schritt zum Cinematic Universe?

Das sagt uns: McFarlane ist endlich bereit, von seinen festgefahrenen und über Jahren aufgebauten Vorstellungen abzurücken und auf die Fähigkeiten eines Dritten zu vertrauen, der mehr Ahnung von Dramaturgie oder Figurenentwicklung hat als er.

Produzent Jason Blum hatte also nicht zu viel versprochen, als er kürzlich sagte: „Ich kann nur so viel sagen: Da läuft was. Ich habe das Wort Spawn in den letzten zwei, drei Wochen sehr oft in den Mund genommen. In welchem Kontext, kann ich Euch zum aktuellen Zeitpunkt leider noch nicht verraten. Aber wir werden schon sehr bald mit ein paar Neuigkeiten an die Öffentlichkeit treten können, denn die Entwicklung des Films läuft gerade richtig aktiv. Ich will ihn unbedingt machen“, so Jason Blum.

Und es wird aller Voraussicht nach nicht das einzige Spawn-Projekt bleiben. Wie der Hollywood Reporter kürzlich aufdeckte, befindet sich parallel dazu noch ein animiertes Serienprojekt zum Cop-Duo Sam and Twitch in Arbeit.

War 1997 erstmals im Kino unterwegs: Spawn. ©New Line

Geschrieben am 16.08.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News, Top News



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