The Last of Us – Die HBO-Serie erfordert einen der längsten Drehs der Geschichte

Im Streaming-Zeitalter sind Serien immer und überall verfügbar und im Handumdrehen konsumiert. Das macht es schwer, der gigantischen Nachfrage der Zuschauer gerecht zu werden. Schnell heißt es da schon mal: „Und jetzt?“ Denn auch wenn die Maschinerie der Sender und Streamingdienste für gewöhnlich läuft wie ein gut geöltes Schweizer Uhrwerk, vergehen trotzdem oft Monate bis zum ersehnten Nachschub. Den Vogel schießt in dieser Hinsicht eindeutig HBO (Game of Thrones) ab.

Ein ganzes Jahr hat man allein für die Produktion der mit Spannung erwarteten Endzeit-Serie The Last of Us veranschlagt, deren Dreharbeiten am 05. Jull 2021 ihren Anfang nehmen und bis mindestens 08. Juni 2022 andauern sollen.

Uns erwartet eine Welt voller tödlicher Gefahren. ©Sony

The Last of Us – ein echtes Mammutprojekt

Gemeint ist damit nicht die angepeilte TV-Premiere, sondern tatsächlich das voraussichtliche Ende der Dreharbeiten. Normal wären bei einer Serienstaffel um die sechs Monate – je nachdem, wie die jeweilige Show beschaffen ist. Fast ein Jahr reine Produktionszeit sind für eine episodische Serien-Produktion wie The Last of Us also recht üppig bemessen, wenn man bedenkt, dass diese direkt im Anschluss daran auch noch bearbeitet, geschnitten und digitalisiert werden muss.

Jason Kenney, der Premierminister von Alberta, dem kanadischen Bundesstaat, in dem die HBO-Serie gedreht werden soll, spricht in dem Zusammenhang sogar von einem neuen Rekord. Noch nie sei in Kanada eine derart große Film- oder Serien-Produktion gedreht worden, sagt er. Alberta dient dabei als Kulisse für die zerstörten Vereinigten Staaten, die im populären Spiele-Franchise von Sony langsam, aber sicher von der Natur zurückerobert werden.

Und wenn es in Kanada eines mehr als reichlich gibt, dann unberührte Wildnis. Alberta ist also der ideale Ausgangspunkt und Schauplatz für das post-apoaklyptische Abenteuer.

Die von Craig Mazin und The Last of Us-Schöpfer Neil Druckmann überwachte Show soll die Handlung des kompletten ersten Spiels wiedergeben, sich dabei aber auch die eine oder andere kreative Freiheit erlauben. Gewisse Änderungen und Abweichungen seien sogar zwingend notwendig, um einen besseren Effekt zu erzielen. Schließlich habe man es hier mit einem anderen Medium zu tun, brachte Druckmann unlängst auf den Punkt.

The Last of Us streift durch die zerstörten USA. ©Sony

Das nächste Serien-Highlight?

Dass man es mit Last of Us nicht übereilt und dem Team Luft zu Atmen lässt, verdeutlicht aber noch etwas anderes: HBO macht keine halben Sachen, setzt alles auf eine Karte und die Gewissheit, dass man mit der Verfilmung von Naughty Dogs Spiele-Bestseller den nächsten potenziellen Serien-Meilenstein in der Mache haben könnte, an dem sich die Konkurrenz zukünftig messen muss. Die bislang enthüllten Zutaten lassen jedenfalls auf eine stimmige Gesamtmischung hoffen.

Autor und Showrunner von The Last of Us ist Craig Mazin, Schöpfer hinter dem umjubelten und mehrfach ausgezeichneten Serienevent Chernobyl. Er überredete Neil Druckmann dazu, den ursprünglich mal angedachten Kinofilm ruhen zu lassen und es stattdessen mit einer HBO-Adaption zu versuchen. „Ich war der Meinung, dass diese Art Geschichte einfach Zeit zur Entfaltung braucht, aus dem Film also eine Show werden sollte. Zum Glück sah Neil das ähnlich und so konnten wir HBO von dem Vorhaben überzeugen“, sagt Mazin.

Seit kurzem stehen nun auch die Hauptdarsteller fest: Nach The Mandalorian schnappt sich Pedro Pascal gleich die nächste Traumrolle, steht für HBO ab Juni als Ersatzvater Joel vor der Kamera, der mit Ellie (Bella Ramsey aus Game of Thrones) durch eine zerstörte Welt voller Gefahren zieht.

Pedro Pascal und Bella Ramsey werden zu Ellie und Joel! ©HBO/Sony

Geschrieben am 03.04.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News, Top News



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