The Last Video Store – Der neue Jason Voorhees? Liebesbrief an die Videothek

Es gab mal eine Zeit, da haben wir uns Filme und Serien noch in einer Videothek ausgeliehen und am nächsten Tag wieder zurückgebracht, doch das war einmal. Inzwischen wurde das physische Abholen von Videokassetten, DVDs oder Blu-rays fast überall eingestellt und durch VoD-Plattformen oder Streamingdienste wie Netflix, Prime Video und Disney+ ersetzt.

Wir schreiben absichtlich fast, da sich hier und da auf der Welt sicher noch immer die ein oder andere Videothek finden lässt, in die sich allerdings nur noch Nostalgiker verirren und die lediglich nebenbei betrieben wird, um an eine Vergangenheit zu erinnern, die nicht mehr ist. Auch im britischen Slasher The Last Video Store von Produktionshaus Blue Finch Films nähert sich diese Ära langsam, aber sicher unweigerlich dem Ende zu.

Das kommende Low Budget-Projekt der kanadischen Regisseure Cody Kennedy und Tim Rutherford wurde bereits erfolgreich abgedreht und soll bis Frühjahr 2023 fertiggestellt werden, damit der ziemlich vielversprechende Slasher, der als Liebesbrief an die Videothek verstanden werden will, an diversen Filmfestspielen vorgestellt werden kann, wo man sich selbstverständlich internationale Abnehmer für die Produktion erhofft. Doch wovon genau handelt diese überhaupt?

Inspiriert von Jason Voorhees: Der Bösewicht aus The Last Video Store. ©Deadline/Blue Finch Films

Dieses Video lässt Filmschurken real werden

Von einer jungen Frau, die einer der weltweit letzten Videotheken im Land einen kleinen Besuch abstattet, um dem Inhaber ihre ganz persönliche Videokassetten-Sammlung zu überlassen. Das Problem, mit dem niemand wirklich gerechnet hatte? Sie ist unwissentlich im Besitz eines verfluchten Videos, das über die schwer nachvollziehbare Kraft verfügt, die reale Welt mit Dimensionen aus B-Filmen zu verschmelzen.

Als die Protagonistin und der Fachhändler diesen Fluch unbewusst wiederbeleben, werden sie schon bald von einer Reihe Filmschurken überrascht, die fast so aussehen wie jene Slasher-Ikonen, die uns seit den Siebziger Jahren ans Herz gewachsen sind, etwa der Machete schwingende Jason Voorhees oder Michael Myers, Haddonfields schlimmster Albtraum – aber eben nur fast, damit es rechtlich gesehen auch keine Probleme gibt.

Der Zuschauer soll jedoch sofort erkennen können, welche Kult-Figur in der jeweiligen Szene nachgestellt wird, ohne dass die Macher dabei die Grenze zum Dreisten überschreiten. Ob das Vorhaben gelingt und sich The Last Video Store am Ende des Tages als einer der besseren Slasher herausstellt, der das Genre zelebriert und am Leben erhält?

The Last Video Store ehrt den Slasher-Film. ©Warner Bros.

Geschrieben am 21.07.2022 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): News, The Last Video Store



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