The Suicide Squad – Gar nicht heldenhaft: Kinostart enttäuscht

Keine Frage: James Gunns The Suicide Squad ist der Film, auf den insbesondere DC-Fans lange gewartet haben. Explosiv, nicht auf den Mund gefallen und mit dem nötigen Pfiff und Krawall-Potenzial, um aus der Masse der Superhelden-Unterhaltung hervorzustechen.

Das halbe Internet diskutiert über die durchgeknallte Selbstmordmission von Harley Queen (Margot Robbie) und Bloodsport (Idris Elba) und scheint den Heldenspaß bereits gesehen zu haben – allerdings nicht zwingend auf der Kinoleinwand.

Die große Erkenntnis nach dem internationalen Kinodebüt ist nämlich die, dass auch ein bewährter Box Office-Garant wie Guardians of the GalaxySchöpfer James Gunn (Slither) die breite Masse nicht zum Kauf eines Tickets bewegen kann. Mehr als ernüchternde 26,5 Millionen US-Dollar zum Start in amerikanischen Kinos waren nicht drin.

Immerhin: Damit stellte Warner Bros. das beste Startwochenende eines R-Rated-Films seit Beginn der Pandemie auf – sehr dicht gefolgt von Mortal Kombat (23,3 Mio.) und Conjuring 3 (24,1 Mio.). Die Begeisterung darüber dürfte sich dennoch in Grenzen halten.

Ein Peacemaker-Spinoff für HBO Max ist schon in Arbeit. ©Warner Bros.

The Suicide Squad feiert ernüchterndes Debüt

Selbst der als Flop eingestufte Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn von Sony Pictures kam Anfang 2020 noch erfolgreicher (33 Mio. US-Dollar) ins Ziel. David Ayers viel gescholtener Suicide Squad-Vorgänger überraschte 2016 sogar mit einem großartigen 133 Mio. US-Dollar-Debüt!

Dagegen wirken die Zahlen von Gunns The Suicide Squad zugegebenermaßen mickrig. Ist der Film deshalb ein Flop? Ja und nein – oder besser: Die Antwort liegt wohl irgendwo dazwischen.

Trotz schwacher Zahlen : Ein Peacemaker-Spinoff ist schon in Arbeit. ©Warner Bros.

Denn es lässt sich nicht leugnen, dass Industrieinsider und auch Warner Bros. im Vorfeld von einem geringfügig besseren Start ausgegangen waren und der Film am Ende selbst diese eher niedrig angesetzten Erwartungen enttäuschte. Große Comicfilme wie The Suicide Squad verschlingen enorme Produktionsbudgets im neunstelligen Millionenbereich und werden von ähnlich teuren Marketing- und PR-Kampagnen begleitet.

Das Risiko, nach einem verpatzten Kinostart als Box Office-Gift abgestempelt zu werden, ist also groß. Gleichzeitig war es aber auch noch nie so falsch und überflüssig, den Erfolg eines Films allein an den Kinozahlen festzumachen und daran zu messen. Die Art und Weise, wie wir Filme erleben und konsumieren, hat sich durch die Pandemie nachhaltig verändert, vielleicht für immer. Was früher Bestand hatte, gilt heute nicht mehr oder ist nicht länger anwendbar.

Flop oder Erfolg? Das lässt sich nicht mit Gewissheit sagen! ©Warner Bros.

Darum muss der Film nicht gefloppt sein

In Zeiten exklusiver Streamingdeals, digitaler Verfügbarkeit und zeitnaher VOD-Premieren machen traditionelle Kinostarts nur noch einen Teil des großen Ganzen aus. US-Zuschauer beispielsweise konnten The Suicide Squad parallel zur Kinopremiere auf ihren heimischen Fernsehern erleben – der Warner-eigene Streamingdienst HBO Max macht es möglich!

Nun bekommt HBO Max James Gunns blutiges Selbstmordkommando natürlich nicht kostenlos, sondern muss wie jeder dritte Verleihpartner auch in die eigene Tasche greifen und Lizenzgebühren an den Mutterkonzern Warner Bros. abführen. Wie viel das ist, lässt sich jedoch nicht genau sagen.

Ob ein Film erfolgreich ist, wird also schwerer lesbar und lässt sich nur noch bedingt nachvollziehen, weil Faktoren eine Rolle spielen, die jenseits unserer Kenntnis liegen.

Auch bei Walt Disneys Cruella deuteten die Vorzeichen auf Flop, aber Disney feierte den Film als Erfolg und gab umgehend eine Fortsetzung in Auftrag- und das wohl vornehmlich dank starker Premium-Verkäufe über die eigene Streamingplattform Disney+. Wie sich The Suicide Squad im Vergleich zur Konkurrenz schlägt, weiß also nur Warner Bros., wo man auf Zeit spielen dürfte.

Das neue Suicide Squad im Einsatz! ©Warner Bros.

Geschrieben am 09.08.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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