The Suicide Squad – Holt sich blutiges R-Rating ab, ist nichts für Kinder!

Diese Heldentruppe ist ganz und gar unheldenhaft! Wenn die Saubermänner aus DCs oder Marvels Comic-Universen zuschlagen, dann meist so, dass kein Blut vergossen oder Unbeteiligter verletzt wird. James Gunn aber hat genug von so viel Scheinheiligkeit, knüpfte seine Teilnahme bei The Suicide Squad an die Forderung, dass dieser spezielle DC-Comicfilm mit einem blutroten R-Rating daherkommen müsse – und eben dieses hat der Guardians of the Galaxy-Regisseur von der amerikanischen MPA (dem Gegenstück zu unserer deutschen FSK) nun auch erteilt bekommen!

Für alle, die den rekordverdächtigen Red Band-Trailer von The Suicide Squad schon gesehen haben, dürfte sich die Überraschung darüber vermutlich in Grenzen halten.

Schließlich werden darin munter Menschen verspeist oder in zwei Hälften gespalten, wobei schon hier reichlich Blut und Gedärm zum Einsatz kommt. Außerdem war schon dieser erste Trailer reich an zotigen Wortspielen und Flüchen – und das allein genügt in den USA oftmals bekanntlich schon, um dem jeweiligen Film ein erwachsenes R-Rating (dadurch müssen Zuschauer unter 17 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen erscheinen) einzubringen.

Nathan Fillion verliert vor Schreck die Gliedmaßen. ©Warner Bros.

Steckt voller Gore und Gewalt

Das war bei Warners neuem The Suicide Squad zwar ebenfalls einer der Gründe, aber eben nicht der alleinige. Denn auch „massive Gewaltdarstellung sowie Gore, sexuelle Referenzen, Nackheit und Drogenkonsum“ soll es im Film von Gunn, dessen Wurzeln bekanntlich eher im Trash- (Troma) und Horrorbereich liegen, im Überfluss geben.

Etwas anderes als ein R-Rating hätte uns nach dem explosiven, mit deftig-unterhaltsamen Szenen gespickten Debüttrailer, der innerhalb der ersten Woche gigantische 150 Millionen Mal aufgerufen wurde (so häufig wie noch kein anderer Red Band-Trailer innerhalb der ersten Woche!), auch wirklich überrascht.

R-Ratings sind im Comic-Bereich aber nach wie vor Mangelware, und so dürfte die Erleichterung darüber in der Suicide Squad-Fangemeinde groß sein. Die ist in gewisser Weise ein gebranntes Kind. Der letzte Kinoauftritt der kontroversen Antihelden-Truppe liegt nämlich noch keine fünf Jahre zurück, war geplagt von kreativen Differenzen und dem vom Studio auferlegten Kuschelkurs (PG-13).

Darum war es James Gunn ein besonderes Anliegen, es diesmal richtigzumachen – und das ist ihm, wenn man die positiven Reaktionen und den gigantischen Zuspruch auf die ersten Trailer als Maßstab heranzieht, allem Anschein nach geglückt. Dahingehend dürfte das R-Rating nur noch das Tüpfelchen auf dem I sein, das gefehlt hat, um die Fans endgültig auf seine Seite zu ziehen.

Dass King Shark Menschen verspeist: Dank R-Rating kein Problem! ©Warner Bros.

Das Suicide Squad macht seinem Namen alle Ehre

Und Gunn befindet sich in bester Gesellschaft, liefert mit The Suicide Squad nach Zack Snyders Watchmen, Joker, Zack Snyder’s Justice League und dem Extended Cut von Batman v. Superman den fünften DC-Film mit R-Rating ab und den ersten, der zum losen DCEU gehört.

Doch Vorsicht: Auch wenn die Versuchung groß ist, schräge Suicide Squad-Charaktere wie Peacemaker (John Cena), Captain Boomerang (Jai Courtney), Ratcatcher 2 (Daniela Melchior), King Shark (Sylvester Stallone) oder jedermanns liebste Psychopathin, Harley Quinn (Margot Robbie), ins Herz zu schließen, sollte man sich lieber nicht zu sehr an die neue Truppe gewöhnen.

Als James Gunn kürzlich gefragt wurde, welche Suicide Squad-Recken bei seinem Film draufgehen würden, antwortete er nur: „So gut wie alle!“ Nur Peacemaker scheint ganz sicher verschont zu bleiben, denn andernfalls würde seinem bereits angekündigten HBO Max-Spinoff eine besondere, weil ziemlich faulige Note zukommen.

Sollen fast alle ihr Leben lassen!  ©Warner Bros./DC

Geschrieben am 13.05.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News, Top News



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