The Suicide Squad – Reboot von James Gunn holt sich R-Rating ab

James Gunn hatte schon angekündigt, dass er kein Blatt vor den Mund nehmen und sein The Suicide Squad-Neustart wohl nichts für zartbesaitete Zuschauer werden würde. Jetzt lässt er seinen Worten Taten folgen und bestätigt via Twitter offiziell den Erhalt eines R-Ratings! Die zweithöchste US-Freigabe ist bei großen Comicverfilmungen namhafter US-Studios nach wie vor selten, weil sie Besucher unter siebzehn Jahren (es sei denn, sie befinden sich in Begleitung eines Erwachsenen) aussperrt. Befürchtungen, dass sich ein R-Rating negativ auf die Gesamteinnahmen und das Zuschauerinteresse auswirken könnte, stellten sich in den vergangenen Jahren aber zunehmend als unbegründet und falsch heraus. Heute halten erfolgreiche Filme wie Deadpool, Logan oder Joker stolz die Fahne der Comicverfilmungen mit erwachsener Ausrichtung und Freigabe hoch – und in diese illustre Liste soll sich am 09. August 2021, wenn er parallel im Kino und auf HBO Max anläuft, auch The Suicide Squad einreihen. Die Freigabe ist aber auch ein eindeutiger Beleg dafür, dass Gunn stilistisch genau dort weitermacht, wo seine frühen Werke aufgehört haben.

Denn auch wenn er der Allgemeinheit eher aufgrund der Guardians of the Galaxy-Filme geläufig sein dürfte, liegen seine Wurzeln eindeutig im Trash- und Horrorbereich, wo es bekanntlich gern mal etwas härter und verrückter zugehen darf. Vor seinem großen Hollywood-Durchbruch brannte Gunn mit dem 2006er Slither – Voll auf den Schleim gegangen ein herrlich unappetitliches und schräges Monster-Spetakel ab, dem der große Erfolg an den Kinokassen verwehrt blieb. Erst die Verpflichtung für Marvels kunterbuntes Weltraum-Abenteuer machte ihn schließlich weit über die Grenzen des Genrefilms hinaus bekannt. Nun besinnt er sich für Suicide Squad gewissermaßen auf das zurück, was er am besten kann – vollkommen verrücktes Kino abseits der Konventionen. Und die Stars reißen sich darum, dabei sein zu dürfen.

Eines der wenigen wiederkehrenden Gesichter: Harley Quinn. ©Warner Bros./DC Films

Der Cast liest sich wie ein Who is Who Hollywoods:

Dazu gehören der gestählte, zu Gewalt neigende Peacemaker (John Cena); Tiermensch Weasel (Sean Gunn); das Superhirn Thinker (Peter Capaldi); der von Nathan Fillion gespielte T.D.K, ein Antiheld, der Gegner mit abnehmbaren Körperteilen verhaut; Captain Boomerang (Jai Courtney); Polka Dot Man (David Dastmalchian), dessen Punkte eine mörderische Wirkung entfalten; der kampferprobte Blackguard (Pete Davidson) oder Joel Kinnaman als Elitesoldat Rick Flag.

Abgerundet wird das verrückte und mit allen Wassern gewaschene Selbstmordkommando durch Margot Robbie und ihren dritten Kinoauftritt als Wirrkopf Harley Quinn, Idris Elba (Der Dunkle Turm) als Waffenspezialist Bloodsport, die tödlichen Speerwürfe von Javelin (Flula Borg), den mit Ratten kommunizierenden Ratcatcher 2 (Daniela Melchior) oder Mayling Ng als Mongal. Selbst Rambo-Star Sylvester Stallone soll seinen Auftritt haben, vermutlich in der Gestalt und Sprecherrolle des Mensch-Hai-Hybriden King Shark.

©Warner Bros./DC Films

Geschrieben am 04.01.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News, Top News



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