The Terror – AMC denkt über Fortsetzung und dritte Staffel nach

Mit der ersten Staffel von The Terror wäre der zugrundeliegende Roman von Autor Dan Simmons eigentlich schon abgehandelt und auserzählt gewesen. Um nach den erfreulichen Einschaltquoten aus den USA trotzdem weitermachen und auf Sendung bleiben zu können, musste sich AMC TV für die zweite Staffel also etwas einfallen lassen. Heraus kam The Terror: Infamy, eine asiatisch angehauchte Geistergeschichte vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, die rein geschichtlich kaum weiter vom arktischen Setting der Vorgängerstaffel hätte entfernt sein können. Während der TCA wurde AMC nun auf die Zukunft der Anthologie-Serie angesprochen, konnte darauf aber noch keine konkrete und vor allem zufriedenstellende Antwort geben. „Scott Free Productions hat uns Konzepte vorgelegt und wir beraten gerade darüber, welches für eine dritte Runde Sinn machen könnte“, heißt es kurz und knapp. Das ist zwar noch keine Bestätigung für eine dritte Staffel, aber auch keine klare Absage. Zumal sich Sarah Barnett, die Präsidentin des Senders, als Fan des Formats, hinter dem unter anderem Alien-Schöpfer Ridley Scott steckt, bezeichnet und fortsetzt:

AMC will an der Anthologie festhalten. ©AMC

„Ich liebe die Verschmelzung von Horrror und Historie. Horror lässt sich auf so vielschichtige und metaphorische Weise einsetzen, um über Menschlichkeit und zerrüttete Emotionen zu sprechen“, findet sie. „Die Serie also vor wichtigen geschichtlichen Ereignissen anzusiedeln, wie eben Internierungslagern oder der Nord-West-Passage, spricht mich unheimlich an. Ich bin schon gespannt, in welche Richtung wir gehen werden und was letztlich funktioniert. Weil wir uns nicht wiederholen wollen, ist das gar nicht so leicht zu beantworten.“

Die erste Staffel versetzte uns an Bord des namensgebenden Erkundungsschiffs, das aufbricht, um die legendäre Nord-West-Passage zu finden: den Weg durch das ewige Eis der Arktis in den Pazifik. 130 Männer nehmen an der Expedition teil. Keiner von ihnen wird je wieder lebend gesehen. The Terror: Infamy wiederum tauscht arktische Kälte gegen das asiatisch angehauchte Grauen eines amerikanischen Internierungslagers zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Vor diesem bedrückenden Hintergrund wird die japanisch-amerikanische Gemeinschaft, eingesperrt in rustikalen Lagern und erschüttert von den Geschehnissen in Hiroshima, von mysteriösen Todesfällen heimgesucht, die auf ein uraltes, mystisches Übel zurückzugehen scheinen. Ein junger Mann begibt sich dabei auf eine gefährliche Reise, um das böse Wesen zu verstehen und es zu bekämpfen.

©AMC

Geschrieben am 17.01.2020 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News