The Witcher – Netflix-Serie rückt den Horror in den Vordergrund

Unheimliche Momente und monströse Widersacher gibt es im The Witcher-Universum zuhauf. In erster Linie zeichnet sich Andrzek Sapkowskis Universum aber durch klassische Fantasy und eine von den Charakteren angetriebene Handlung aus. Doch genau diese Aspekte soll die Netflix-Serie laut Julian Parry zugunsten einer eher Horror-orientierten Grundstimmung opfern. Genau die fasste der Spezialist für visuelle Effekte gegenüber SFX Magazin nun wie folgt zusammen: „Wir tendieren wohl eher in Richtung Horror. Natürlich handelt es sich um eine fantastische Geschichte, aber die Fantasy-Aspekte werden klar vom Horror überschattet.“ Überraschende Aussagen, die allerdings zur Ankündigung einer eher erwachsenen Serie passen, in der auch Sex und Gewalt nicht zur kurz kommen sollen. Vorsorglich holte sich Showrunnerin Lauren Hissrich von Netflix schon den Segen für eine Alterseinstufung ab sechzehn Jahren ab. Dementsprechend unheimlich und düster sind viele der Kreaturen, denen wir in The Witcher begegnen werden. Als Beispiel führt Parry etwa die Striegen – Frauen, die sich in bestialische Monster verwandeln – an, die für ihn ein Musterbeispiel für den grausigen Body-Horror seien, den die Serie zelebriert.

Große Massenschlachten und Mittelalter-Fantasy, wie man sie etwa aus Game of Thrones gewohnt ist, wird man dagegen vergebens suchen – aus logistischen Gründen, meint Parry. „Wir können keine 10.000 Mann starken Armeen wie die von Nilfgaard darstellen. Das ist physikalisch am Set einfach nicht möglich.“ Das klingt fast so, als hätte das Team mit gewissen Einschränkungen zu kämpfen gehabt und das Beste aus den zur Verfügung stehenden Mitteln machen wollen. Hier passt eine intimere, auf Horror fokussierte Serie natürlich besser ins Bild als ein aufwendiges Schlachten- und Fantasy-Epos mit tausenden Komparsen. Sollte sich Netflix‘ The Witcher aber zum erhofften Publikums- und Kritikererfolg entwickeln, klappt es dann vielleicht bei der bereits angedachten Season 2 mit dem Aufmarsch großer Truppen und einem üppigeren Produktionsbudget.

Hissrich liegt ein grober Grundriss für insgesamt sieben Staffeln vor: „Zweite Staffel? Wie wäre es mit sieben? So Gott will, werden wir hoffentlich eine zweite Staffel bekommen.“ Aktuell gehe es ihr aber vor allem darum, eine Grundlage zu schaffen, die Zuschauer über eine so lange Zeit hinweg fesselt. „Es wäre fatal, all unsere Energie in die erste Staffel zu stecken und nicht darüber nachzudenken, wie diese Charaktere wachsen und sich weiterentwickeln werden“, findet Hissrich.

Geschrieben am 06.11.2019 von Torsten Schrader



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