Twilight of the Dead – Finaler George A. Romero-Zombiefilm kommt!

Er gilt bereits als einzig wahrer Begründer und Urvater der wandelnden Toten und des modernen Zombiefilms. Nun könnte George A. Romero auch noch zur ersten großen Horror-Ikone werden, die dem Genrekino posthum seinen eigenen Stempel aufdrückt – als letzten Akte, wenn man so will. Kurz vor seinem Tod arbeitete Romero an einem finalen Skript namens Twilight of the Dead, das als abschließendes Kapitel seiner ikonischen, bis dato sechsteiligen Of the Dead-Saga dienen sollte.

Vollenden und bis ins Detail ausarbeiten konnte er die Idee aber nicht mehr, bevor er 2017 im Alter von 77 Jahren verstarb. Und so ist es jetzt an Paolo Zelati, mit dem Romero schon den Grundriss ausgearbeitet hatte, und seinen beiden Co-Autoren Joe Knetter und Robert L. Lucas, das Erbe des Zombie-Altmeisters fortzuführen – natürlich mit dem Segen seiner Witwe Suzanne Romero, die nach drei Jahren Vorbereitung endlich bereit dazu ist, sich mit potenziellen Regisseuren zu treffen.

Land of the Dead führte intelligente Zombies ein. ©Universal

Twilight of the Dead – sein letzter Beitrag zum Zombiegenre

Es soll ein Zombiefilm ganz im Sinne und Stile George A. Romeros werden. Sie könne mit 100-prozentiger Gewissheit sagen, dass George glücklich mit dem fertigen Ergebnis gewesen wäre.

Denn: „Wir hatten schon ein solides Treatment und den Anfang des fertigen Skripts. Ich bin mir sicher, dass er extrem zufrieden damit gewesen wäre, wie sich alles entwickelt hat“, meint Suzanne Romero. „Ich gab ihm [Paolo Zelati] meinen Segen, solange ich nur bei jedem Schritt dabei sein und überwachen konnte, dass wir Georges Vision treu bleiben. George wollte, dass dieser Film sein finaler Beitrag und Stempel zum Zombiegenre wird.“

Nun arbeitete Romero vor seinem Tod bekanntlich noch an einem zweiten Zombiefilm, Road of the Dead, den Romero von Matt Birman, seinem Second Unit-Director bei Land of the Dead, Diary of the Dead und Survival of the Dead, in Szene setzen lassen wollte.

Diary of the Dead ging ganz neue Wege. ©Leonine

Aber nur Twilight of the Dead sollte „ein wahres Of the Dead-Sequel“ werden und sich geschichtlich unmittelbar nach Land of the Dead einordnen. Das heißt im Umkehrschluss auch: Diary of the Dead und Survival of the Dead werden in diesem Film bewusst ausgeklammert.

Da Diary ohnehin eher ein Quasi-Soft-Reboot seines Klassikers Die Nacht die wandelnden Toten und Survival of the Dead nie als finaler Abschluss der Of the Dead-Saga gedacht war, fällt diese in jüngster Zeit sehr häufig angewendete Praxis (siehe Blumhouse Productions‘ Halloween oder The Texas Chainsaw Massacre) aber vermutlich gar nicht weiter ins Gewicht.

In dieser Version der Geschichte ist von der Welt, wie wir sie kennen, kaum noch etwas übrig. Das Leben ist nahezu ausgerottet. Doch es gibt noch einen Funken Hoffnung für die Menschheit – und den wollte Romero in Twilight of the Dead ergründen.

Soll nicht das Ende werden: Survival of the Dead ©Splendid Film

Romero: Das Erbe einer Legende

Es sei kein Geheimnis, dass Romero unwohl bei dem Gedanken gewesen sei, dass Diary of the Dead und Survival of the Dead als Abschluss gewertet werden könnten, sagt Zelati.

Und so begann er zu überlegen: „Wohin verschwinden die Zombies am Ende von Land of the Dead? George wollte nicht, dass die Saga mit Diary und Survival endet. Er wollte sich mit diesem kraftvollen, denkwürdigen Film ein Denkmal setzen und sich von dem Genre verabschieden, an dessen Erschaffung er maßgeblich beteiligt war. Auch wenn die Fackel jetzt von einem anderem weitergetragen wird, bleibt es tief drin ein George A. Romero-Film.“

Einen möglichen Produktionsstart gibt es noch nicht, aber Suzanne Romero ist jetzt bereit, sich mit Produzenten und Filmemachern auseinanderzusetzen. Und nach diesem Aufruf dürfte es nicht lange dauern, bis erste Interessenten anklopfen. Schließlich ist Romero die Genre-Ikone schlechthin, wenn es um die wandelnden Toten geht. Zu Lebzeiten legte er mit dem legendären Night of the Living Dead (1968) den Grundstein für den Zombiefilm, wie wir ihn heute kennen, und damit natürlich auch für Formate wie The Walking Dead.

Im Laufe seiner Karriere kehrte er immer wieder für Fortsetzungen und Ableger seiner Of the Dead-Reihe hinter die Kamera zurück, wollte sich aber nicht allein darauf reduzieren lassen. So entstanden neben Dawn of the Dead (1978), Day of the Dead (1985), Land of the Dead (2005), Diary of the Dead (2007) und Survival of the Dead  (2009) auch themenfremde Projekte wie Creepshow, The Crazies, Stephen Kings Stark oder Martin.

Seit 2020 nicht mehr beschlagnahmt: Dawn of the Dead. ©Koch Media

Geschrieben am 01.05.2021 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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