Uncharted – Es läuft großartig: Tom Holland über den Dreh der Verfilmung

Obwohl sein junges Alter etwas anderes vermuten lässt, hat Tom Holland bereits viel Erfahrung darin, in große Fußstapfen zu treten. Die letzten Jahre waren angefüllt mit Auftritten als Comic-Ikone Spider-Man, sei es als Teil der Avengers oder in seinen beiden eigenen Kinofilmen Spider-Man: Homecoming oder Spider-Man: Far from Home. Und nun ist auch noch Nathan Drake aus der populären Abenteurer-Spielesaga Uncharted an der Reihe, mit ihm in der Rolle des gestandenen Schatzjägers und Kollege Mark Wahlberg als väterlichem Sidekick Sully. Fast noch überraschender als sein jugendliches Äußeres – der Film greift eine der frühen Eskapaden im Leben von Nathan Drake auf – ist aber der Umstand, dass nicht nur geplant, sondern bereits fleißig gedreht wird, und das ausgerechnet in und um Berlin. Trotz der denkbar schlechten Umstände könnte die Produktion kaum besser laufen, teilte Tom Holland am Sonntag seinen Instagram-Followern mit. „Der Film ist alles, was ich mir je erträumt habe, und es läuft so großartig. Ich weiß nicht, ob ihr die Spiele kennt, aber ich bin ein riesiger Fan.“ Und das bedeutet in diesem Fall offenbar auch, einige Schmerzen und Verletzungen über sich ergehen lassen zu müssen. „Ich habe einen gigantischen Bluterguss an einer sehr empfindlichen Stelle davongetragen.“

2021 soll Uncharted die Kinos stürmen. ©Sony

Doch schon am Montag stand er für weitere Stunts und Action-Szenen vor der Kamera. Einen ersten Vorgeschmack darauf bekommen wir jedoch frühestens Anfang 2021, schließlich der Film wurde gerade erst von Frühjahr auf Oktober verschoben. Dass jetzt überhaupt gedreht wird, grenzt an ein Wunder – nicht nur wegen Corona. Über viele Jahre hinweg schien sich Sony an der Verfilmung die Zähne auszubeißen, wechselte einen Regisseur und Drehbuchautor nach dem anderen aus. Fans hatten die Hoffnung längst aufgegeben, Nathan Drake noch auf der großen Leinwand zu sehen. Erst Zombieland-Regisseur Ruben Fleischer blieb und einigte sich zusammen mit Art Marcum und Matt Holloway auf eine Geschichte, die Nathan in jungen Jahren und bei seinen ersten Gehversuchen als Grabräuber zeigt. Über die Ausrichtung ist dagegen relativ wenig bekannt.

Ursprünglich sollte Uncharted ein viel älteres Publikum ansprechen und mit einem Nathan aufwarten, wie man ihn aus dem Videospiel kennt. Doch die Produzenten entschieden sich dagegen, schon um enttäuschten Fans vorzubeugen. Denn ob der Kino-Nathan Drake den hohen Anforderungen gerecht geworden wäre und dem direkten Vergleich standhalten hätte, ist alles andere als sicher. Noch dazu hält man sich auf diese Weise die eine oder andere Hintertür für mögliche Sequels offen, ohne in die bekannte Geschichte aus den Spielen eingreifen zu müssen.

Uncharted zeigt uns einen deutlich jüngeren Nathan Drake. ©Sony

Geschrieben am 14.09.2020 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News



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