Verflucht – Ehemaliger Dimension Films-Mitarbeiter fordert Release des Director’s Cuts

Mit Verflucht feierte Wes Craven im Jahr 2005 sein wenig ruhmreiches Comeback in deutschen Kinos. Bis heute lässt sich darüber streiten, wie der Film wohl ausgesehen hätte, wenn Craven seine ursprüngliche Schnittfassung hätte veröffentlichen dürfen. Gegen Ende des Drehs orderten die beiden Produzenten des Films, Bob und Harvey Weinstein, für die Craven auch schon die drei Scream-Filme umgesetzt hatte, umfangreiche Nachdrehs an, die seine Vision vollkommen auf den Kopf stellten. Cary Granat, damaliger COO bei Dimension Films, findet, dass diese ursprüngliche Fassung endlich veröffentlicht werden sollte, denn sie soll bis heute in den Archiven des Studios schlummern. „Der Originalcut existiert noch und sollte unbedingt als Re-Release auf den Markt gebracht werden“, bestätigt Granat den Kollegen von Bloody-Disgusting. „Über den aktuellen Aufenthaltsort weiß ich aber leider nichts, weil ich vor der Entstehung von Cursed – Verflucht zu Walden rüberwechselte. Aber den Director’s Cut von Wes Craven gibt es, das weiß ich zu 100%“.

Eine Wiederveröffentlichung würde jedoch das Einverständnis der Schauspieler voraussetzen. Viele der damals involvierten Künstler, darunter Heather Langenkamp, Omar Epps, Skeet Ulrich, Mandy Moore, Scott Foley, Robert Forster oder auch Corey Feldman, fielen nämlich komplett der Schere zum Opfer und waren durch die Nachdrehs später gar nicht mehr im Film vertreten. Auch wurde das aufwendige Werwolf-Makeup von Rick Baker im Kinocut durch eine CGI-Variante ersetzt.

Rick Bakers ursprünglicher Cursed-Werwolf. ©Rick Baker

Geschrieben am 30.10.2018 von Torsten Schrader
Kategorie(n): News