Tod auf dem Nil – Box Office: Keine Aufmerksamkeit für Hercule Poirot

Nach fast fünf Jahren ist es nun endlich eingetroffen, das Sequel zum globalen Kinohit Mord im Orient Express – jenes Remake, das 2017 dazu imstande war, weltweit rund 350 Millionen US-Dollar in die Kinokassen zu schwemmen. Ob das am Donnerstag, den 10. Februar 2022 angelaufene zweite Kapitel, welches auf den Namen Tod auf dem Nil hört, da noch mithalten kann?

Aufgrund der Pandemie musste die Bestseller-Adaption, genauso wie viele andere Produktionen auch, unweigerlich nach hinten verschoben werden. Am vergangenen Wochenende war es dann aber soweit – Kinogänger hatten die Chance dazu, sich das Werk mit Gal Gadot (Wonder Woman 1984, Wonder Woman) in der weiblichen Hauptrolle auf der großen Leinwand anzusehen.

Obwohl dem Film in den USA der Sprung an die Spitze der Charts gelang, stellt das Einspielergebnis von gerade einmal 12.8 Millionen US-Dollar ein ziemlich ernüchterndes Resultat dar, da es über 55% hinter dem des direkten Vorgängers liegt. Mord im Orient Express kam seinerzeit nämlich noch auf ein stolzes Startwochenende von 28.7 Millionen US-Dollar.

Hercule Poirot enttäuscht am Box Office. ©20th Century Studios

TOD AUF DEM NIL spielt nur noch die Hälfte ein

Interessanterweise reichten die Einnahmen trotzdem nur für den dritten Platz der Top 10, da sich die Komödie Daddy’s Home 2 – Mehr Väter, mehr Probleme! Silber und das Threequel Thor: Ragnarok Gold holten. Was sich bei Tod auf dem Nil als großer Nachteil erweist, ist das hohe Budget, da sich 20th Century Studios den Spaß ganze 90 Millionen US-Dollar kosten ließ – das sind 35 Millionen US-Dollar mehr als die Summe, als in Mord im Orient Express investiert wurde.

Böse Zungen wollen die Schuld am deutlichen Besucherverlust Hauptdarsteller Armie Hammer in die Schuhe schieben, der sich vor geraumer Zeit in Schwierigkeiten brachte, als unschöne Geschichten in Zusammenhang mit seinen kannibalistischen Fantasien ihren Weg ins Internt fanden, ihm die Karriere unter den Füßen wegzogen. Wir hingegen glauben weniger, dass der Mime der Grund für den Flop ist, sind eher der Ansicht, dass das allgemeine Interesse an der Marke in der Zwischenzeit einfach nachgelassen hat – aus welchen Gründen auch immer.

Auch in Deutschland fällt Poirot auf seine Schnauze, da hierzulande nur noch 110.000 Filmliebhaber dazu animiert werden konnten, sich ein Kinoticket für den Streifen zu besorgen, in einen Saal zu setzen und darüber zu spekulieren, wer dieses Mal als Mörder oder Mörderin entlarvt wird – der Erstling zählte damals noch mehr als doppelt so viele Nasen, rund 240.000 an der Zahl.

Emotionales Chaos und tödliche Konsequenzen

Tod auf dem Nil basiert auf dem 1937 erschienenen Roman von Agatha Christie. In der gewagten Fortsetzung von Regisseur Kenneth Branagh geht es um das emotionale Chaos und die tödlichen Konsequenzen, die von obsessiver Liebe ausgelöst werden.

Die Ferien des belgischen Meisterdetektivs Hercule Poirot an Bord eines glamourösen Schaufelraddampfers in Ägypten wandeln sich zur erschütternden Suche nach einem Mörder, als die idyllischen Flitterwochen eines bildhübschen Ehepaars ein tragisches Ende erfahren.

Erzählt vor der epischen Kulisse endloser Wüstenlandschaften und den majestätischen Pyramiden von Gizeh, versammelt diese Geschichte ungezügelter Leidenschaft und lähmender Eifersucht eine kosmopolitische Gruppe makellos gekleideter Reisender und so viele bösartige Handlungswendungen, dass das Publikum bis zur letzten schockierenden Auflösung rätseln und mitfiebern wird.

©20th Century Studios

Geschrieben am 14.02.2022 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): Tod auf dem Nil



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