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Moviebase Melancholia „It’s the end of the world“ könnte man frei nach R.E.M. Lars von Triers „Melancholia“ überschreiben. Bei dem streitbaren Dänen geht es mal wieder um alles. Um menschliche Extremzustände, Verzweiflung, Trauer, Depression, Hass und das Ende der Welt. Unsere Erde ist in höchster Gefahr, droht doch ein riesiger Planet mit dem vielsagenden Namen „Melancholia“ in die Erdumlaufbahn zu crashen. Die Folgen des Zusammenpralls kann man sich leicht ausmalen, wenn man bedenkt, was bereits ein im Vergleich dazu winziger Meteorit vor Millionen von Jahren so alles angerichtet hat. Vor dieser tristen Kulisse findet in einem mondänen Schlosshotel eine rauschende Hochzeitsfeier statt. ein Lobster geschrieben am 05.11.2011 um 11:45 Uhr Ich verstehe die geringe Wertung auch überhaupt nicht. Man weiß doch, was einen erwartet und wenn man auf diese Art von Film nicht klar kommt, dann ist eine Bewertung einfach völlig sinnfrei. Der Film ist ruhig und elegisch, ja. Das ist jedoch ein Stilmittel um das eigentlich Thema zu transportieren. Bei Melancholia hat man einmal wieder das Phänomen, dass einige Leute den Film einfach nicht verstehen und ihn andere wiederum völlig überhöhen und überall ein Motiv vermuten wollen. Einfach den Film schauen, den behutsamen Dialogen, der Inszenierung folgen und danach vielleicht auch ein wenig darüber nachdenken. Slapstick geschrieben am 07.10.2011 um 09:49 Uhr Bin sehr begeistert von dem Film und glaube, dass einige Kritiker zu viel in den Film hineininterpretieren, wie er denn sein sollte, oder angeblich sein möchte. Ich glaube Trier macht sich nicht annährend so viele Gedanken über seine Filme, wie es die ganzen Kritiker tun - er lässt viel mehr seinen Gefühlen freien Lauf. Für mich überzeugt der Film in erster Linie durch seine beiden Hauptdarstellerinnen, die eine wirklich exzellente Perfomance bieten. Zwar wirkt der Film hier und da tatsächlich etwas redundant, gleichzeitig aber nie langatmig oder langweilig, dafür versteht es Trier einfach zu gut eine Atmosphäre aufzubauen, die einen geradezu benebelt. Es scheint mir fast so, also wäre die erste Hälfte des Filmes "nur" die Einleitung, um die zweite Hälfte noch deutlich intensiver wahrzunehmen. Vor dem "Genuss" kommt die Arbeit und so wird man von Melancholia gefordert, dafür aber auch mit einem intensiven Erlebnis belohnt. Der Zuschauer ist so tief eingetaucht, dass alles was nun passiert, sich direkt auf die eigene Gefühlswelt überträgt. Am Ende sitzt man im Kino, fühlt sich verlassen und leer und weiß mit dem Zustand erst Mal wenig anzufangen. Hat aber die Gewissheit, das man dem Alltag entrückt ist und was besonderes erlebt hat, das nachwirkt - eben kein 08/15 Kino.
Ob der Film nun von Trier gedreht wurde oder Trier ist, je intensiver ein exentrischer Mensch seine Gefühlswelt in seine Filme projiziert, desto intensiver empfinde ich in der Regel das Ergebnis. Deshalb kann ich nur hoffen, dass Trier seinen Weg weitergeht und nicht anfängt, Filme zu konstruieren, anstatt sie zu leben. |

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