Moviebase The Conjuring - Die Heimsuchung

The Conjuring - Die Heimsuchung
The Conjuring - Die Heimsuchung

Bewertung: 85%

Userbewertung: 80%
bei 170 Stimmen

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Originaltitel: The Conjuring
Kinostart: 01.08.2013
DVD/Blu-Ray Verkauf: 24.01.2014
DVD/Blu-Ray Verleih: 24.01.2014
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 111 Minuten
Studio: New Line Cinema
Produktionsjahr: 2012
Regie: James Wan
Drehbuch: Chad Hayes, Carey Hayes
Darsteller: Mackenzie Foy, Joey King, Vera Farmiga, Patrick Wilson, Ron Livingston, Lili Taylor

Der Werdegang von James Wan ist durchaus beachtlich. Vor knapp zehn Jahren läutete er zusammen mit Kumpel Leigh Whannell die Torture-Horror-Ära ein. „Saw“ war neu, hart und schockierte mit einem grandiosen Finale. Umso erstaunlicher, dass sich Wan danach drei Jahre Zeit ließ, um dann mit „Dead Silence“ in eine gänzlich andere Genrekerbe zu schlagen. Seitdem verweilt Wan – mit Ausnahme von „Death Sentence“ – in der Gruselschiene. Nach „Insidious“ nimmt sich der malaysische Regisseur in „Conjuring“ nun eine wahre Begebenheit der berühmten Geisterjäger Lorraine und Ed Warren vor.

In den USA setzte sich der Thriller sofort an den ersten Platz der Kinocharts und markierte den besten Start eines Horrorfilms mit einem R-Rating. Dass ein gutes Einspielergebnis nicht zwingend für die Qualität des Films stehen muss, haben in der Vergangenheit einige andere Vertreter gezeigt. Doch bei „Conjuring“ scheint die Rechnung aufzugehen, denn Wans Gruselmär ist ein atmosphärisch unheimlich dichter Albtraum.

Carolyn und Roger Perron (Lili Taylor und Ron Livingston) führen mit ihren vier Töchtern ein ruhiges Leben. Gerade erst sind sie in ein neues Haus gezogen und freuen sich auf die neue Zeit. Doch mit der Ruhe ist es bald vorbei. Die Mädchen werden in der Nacht von seltsamen Erscheinungen geplagt und auch Carolyn wird langsam aber sicher wahnsinnig. Die Familie weiß sich nicht mehr anders zu helfen und bittet Lorraine und Ed Warren (Vera Farmiga und Patrick Wilson), die schon den berühmten Amityville-Fall untersuchten, um Hilfe.

Als die beiden beim Perron-Haus eintreffen, spürt Lorraine bereits eine böse Macht. Trotzdem setzt das Ehepaar seine Arbeit vor. Doch je länger Ed und Lorraine bei den Perrons sind, desto schlimmer werden die Vorkommnisse im Haus. Solch einen Fall haben selbst die erfahrenen Dämonologen noch nicht erlebt. Ein Fall, der sie an ihre Grenzen bringt.

Die Geschichte spielt in den 1970ern und das lässt auch Wan in seine Bildsprache ungehemmt miteinfließen. Die Personen tragen Schlaghosen und zeitgemäße Frisuren, das Haus selbst wirkt schon beim bloßen Anblick wie das pure Böse. Umso erfreulicher, dass es nicht gleich mit einem lauten Schockgewitter losgeht, sondern sich erst einmal um die Charaktere gekümmert wird. Wan zeigt die Warrens bei Vorträgen an Universitäten und gibt detaillierte Blicke in ihre Arbeit. Sobald das Ehepaar dann bei den Perrons vorbeischaut, wird behutsam auf das kommende Unheil vorbereitet.

Allein das hauseigene Museum der Warrens mit angeblich von Dämonen besessenen Gegenständen lässt einen kalten Schauer den Rücken hinunterlaufen. Hier zeigt sich einmal mehr Wans Hang zu Angst einflößenden Puppen. Annabelle, obwohl hinter einer Glasscheibe sitzend, versprüht eine unangenehme Aura. Solch einem Spielzeug möchte wohl niemand von uns allein im Dunkeln begegnen.

Zwar macht sich auch Wan knarzende Türen, merkwürdige Geräusche und mysteriöse Bewegungen zunutze, verpackt diese aber wesentlich effektiver als andere Kollegen. Zudem legt er geschickt Finten und setzt dabei vor allem auf Spiegelungen. Auch wenn sich hier und da abzeichnet, was gleich geschieht: Erschrecken wird man sich dennoch. Die Schocks sind gut dosiert und noch besser platziert, sodass selbst genreerfahrene Zuschauer hervorragend bedient werden. Dazu sorgt der stimmige Score für passende Untermalung, ohne die Überraschungsmomente vorwegzunehmen.

„Conjuring“ ist ein Oldschool-Horror im Stile der 1970er Jahre und erinnert in seiner Kameraführung an frühere Genrewerke, wenn beispielsweise von ganz hinten auf eine Person gezoomt wird. Darüber hinaus lässt sich Wans Handschrift in ungewöhnlichen Kamerafahrten wiedererkennen. Dadurch kreiert er eine großartige Atmosphäre, die das Szenario greifbar macht. Auch beim Cast haben die Macher alles richtig gemacht. Vera Farmiga und Patrick Wilson geben die Warrens authentisch und stilvoll. Die beste Leistung aber zeigt Lily Taylor („Das Geisterschloss“), die als verzweifelte Mutter von vier Töchtern im Haus auf sich allein gestellt ist, weil der Mann arbeiten geht. Im tosenden Finale zieht Wan mit ihr alle Register.

Der zweite Teil wurde bereits angekündigt und sollte es den beiden Drehbuchautoren Carey und Chad Heyes gelingen, den Stil beizubehalten und eine interessante Geschichte zu erzählen, könnte dieses Vorhaben tatsächlich gelingen. Denn „Conjuring“ ist ein in der ersten Hälfte angenehm zurückhaltender, später umso wirkungsvoller und wirklich gruseliger Horrorthriller, der stellenweise das Blut in den Adern gefrieren lässt. Wan gelingt wie schon mit „Insidious“ eine willkommene Abwechslung zum Genreeinerlei.

>> verfasst von Janosch Leuffen

100%
Solgirl
geschrieben am 26.08.2013 um 06:56 Uhr
Seit langem ein echter Horrorfilm, der auch ohne Blut und abgesegten Körperteilen auskommt. Teilweise sind einige Schreckmomente durchschaubar bzw. ist klar, dass etwas passieren wird. Nicht immer weiß man allerdings was genau passieren wird. Die Möglichkeiten des Themas wurden optimal genutzt, um Schreckmomente zu inszenieren. Die einzige Kritik, die ich äußern würde ist der langgezogene Anfang. Es dauert relativ lange bis der Film auf die eigentliche Handlung kommt. Dabei wird dennoch eine Stimmung erzeugt, die zum gruseln geschaffen ist. Der Film wird niemals langweilig und sorgt in regelmäßigen Abständen und den Gruselmoment.
90%
JasonX
geschrieben am 21.08.2013 um 16:25 Uhr
1973 kam der Exorzist raus und wurde von Zuschauern und Kritiker als der schrecklichste Film aller Zeiten betitelt. 40Jahre später bringt James Wan (Saw) sein Geisterfilm The Conjuring raus. Das James Wan ein Meister seines faches ist hat er mit seinem ersten Film Saw bewiesen. Auch mit seinen anderen filmen Dead Silence und Insidious hat er gezeigt das er sehr wohl mit den großen Horrorfilm Regiessueren mithalten kann! The Conjuring ist da keine ausnahme, allein in Deutschland hatte der Film 85000 Besucher am ersten Startwochenende und hat bereits über 100 Millionen Dollar eingespielt und gilt so schon als einer der Erfolgreichsten Horrorfilme aller Zeiten! Mit einer fast perfekt erzählten Story, 1a gesetzten schockmomente, mit einer Musik die Alfred Hitchcock glücklich gemacht hätte und Schauspieler die diesen Film so besonders machen gehört The Conjuring jetzt schon zu den besten was das Horrorgenre zubieten hat. Die beiden Geisterjäger Ed und Lorraine Warren die von Patrick Wilson (Insidious) und Vera Farmiga (Up in the Air) verkörpert werden. Werden von Carolyn Perron (Lili Taylor, Das Geisterschloss) um hilfe gebeten, weil das neu bezogene Haus sich als fehler erweist...! Patrick Wilson und Vera Farmiga überzeugen in ihren rollen und auch der rest des Cast spielt sehr überzeugend. Mit Musik die durch Mark und Bein geht und jede der Schockmomente eindrucksvoll unterstreicht schafft es James Wan das man durchgehend eine Gänsehaut hat! Vom harmlosen Anfang bis zum spektakulären Ende, bis zu der Tatsache das es sich um eine Geschichte handelt die es so wirklich gegeben hat, ist es ein Horrorfilm den man in den letzten Jahren nicht mehr so gut serviert bekommen hat! Für mich ist The Conjuring der beste Horrorfilm den ich jemals gesehen habe! Und löst damit den Exorzisten von seinem Thron als schrecklichster Horrorfilm aller Zeiten! Ich gebe The Conjuring 93von100%
30%
Nek
geschrieben am 09.08.2013 um 06:41 Uhr
Kann diese Lobhudelei leider nicht im Geringsten bestätigen. Sehr glatter Durchschnittsfilm der Marke Haunted House/Exorzist....... Hype = Fail
30%
Nek
geschrieben am 06.08.2013 um 23:25 Uhr
Ganz durchschnittlicher Haunted House/Besessenheitsfilmchen.. absolut nichts bewegendes.
100%
Sascha
geschrieben am 02.08.2013 um 07:35 Uhr
James Wan hat es einfach drauf! Ich habe den Film gestern im Kino gesehen, und bin restlos begeistert. Ich bin absolut kein Neuling, was Horrorfilme angeht, und hab schon so Einiges gesehen. Doch dieser Film hat mal wieder das Potential, was ganz Großes zu werden. Die Geschichte wird von Anfang bis Ende so überperfekt Insziniert; die Schauspieler sind allesamt absolut fabelhaft; der ganze Film wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. trotz der knapp 2 Stunden laufzeit sucht man Längen vergebens. Auch Schockmomente gibt es wirklich viele, und teilweise kommt man gar nicht mehr dazu sich von einem zu erholen, bevor dann schon der andere einen zusammenzucken lässt. Gelegentlich sind auch 1-2 "witzige Dialoge" eingebaut, die aber nicht auf die Handlung o.ä. bezogen sind, und dem Film auch kein bisschen Ernsthaftigkeit nehmen. Und der Film nimmt sich ernst! Verdammt ernst sogar! Und das ist auch gut so! Denn nur so kann der Film so intensiv wirken, wie er es tut! Natürlcih erfindet der Film das Rad nicht neu. Aber erwrtet man das? Durch die grandiose Atmosphäre, die erstklassigen Darsteller, und der bedrohlichen Grundstimmung fühlt sich der Film so gelungen an, wie er ist! Ganz klar eine 100%-Bewertung, da muss ich gar nicht überlegen! Teil 2 soll kommen? Wieder von James Wan? Wieder mit Vera Farmiga und Patrick Wilson als Ehepaar Warren? -DANN immer her damit! Ich kann es kaum erwarten! Nach Saw, Dead Silence, Insidious und The Conjuring kann man mit Fug und Recht behaupten, James Wan ist -bis jetzt- einer (wenn nicht) der Größte Horrorfilm-Regisseur des 21. Jahrunderts!
70%
0z
geschrieben am 01.08.2013 um 21:51 Uhr
Wirklich guter, gruseliger Film. Eigentlich passiert es selten, dass ich mich richtig im Kino grusel, Wan hat das mit Insidious geschafft und nun erneut. Im Gegensatz zu Insidious haben wir es hier aber eher mit einem Oldschool Gruseler zu tun, was dem ganzen mehr Charme verleiht. Einzig das Ende finde ich lächerlich und erinnert mich an schlimmste Hollywood Eskapaden, aber wer weiss wie viel Einfluss da wieder die Produzenten genommen haben. Einen zweiten Teil braucht es zudem nicht, dem Film ist an Klasse und interessanten Storyelemente nichts weiter hinzuzufügen, aber ebenso wie Insidous oder Mum, die alle sehr erfolgreich waren, wird auch hier der Produzent das letzte Wort haben. Ist ok, muss man sich ja nicht ansehen.
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