Moviebase House of the Devil, The

House of the Devil, The
House of the Devil, The

Bewertung: 80%

Userbewertung: 70%
bei 59 Stimmen

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Originaltitel: the House of the devil
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 29.01.2010
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: Unbekannt
Lauflänge: - Minuten
Studio: Dark Sky Films / Alive
Produktionsjahr: 2009
Regie: Ti West
Drehbuch: Ti West
Darsteller: Jocelin Donahue, Tom Noonan, Mary Woronov, Greta Gerwig, AJ Bowen, Dee Wallace, Brenda Cooney, John Speredakos, Ti West, Heather Robb, Darryl Nau, Danielle Noe, Mary B. McCann, Lena Dunham, Christina Sciongay, Kamen Velkovsky, William M. Bradley, Graham Reznick

Wider aller Erwartungen schafft es dieses kleine, unbekannte Filmchen auf dem diesjährigen 23. Fantasy Filmfest sich in die Reihen der ganz Großen einzugliedern. Schon die mehr als klischeebehaftete Geschichte senkt die im Vorfeld gehegte Neugierde: Die junge Studentin Samantha hat die Nase von ihrer Zimmergenossin gehörig voll und mietet deshalb Hals über Kopf eine eigene Wohnung an. Doch die muss natürlich auch bezahlt werden; also geht Samantha auf Jobsuche und wird auch gleich fündig: „Babysitter needed“ verkündet ein Aushang an der Uni. Also leicht verdientes Geld.

Doch nicht nur die Arbeitgeber erweisen sich als höchst mysteriös: Samantha bekommt den Schützling erst gar nicht präsentiert und schließlich stellt sich auch noch heraus, dass es gar kein Kind gibt. Denn eigentlich soll Samantha auf die „Mutter“ des Hausherren aufpassen, und diese darf wenn möglich aber auch nicht gestört werden. Eine anbrechende Mondfinsternis und ein Haus mitten im Nirgendwo tun ihr Übriges, um Samantha eine unvergessliche Nacht im „Haus des Teufels“ zu bieten...

So viel zur höchst unoriginellen Handlung des Streifens - doch hier kommt der Clou.

Regisseur Ti West, der bisher noch keine wirklichen Glanzleistungen hervorbrachte (man denke nur an das CGI-Debakel „The Roost“), hat mit diesem Werk eine nahezu perfekte Hommage an den Horrorfilm der frühen Achtziger geschaffen. Was Tarantino mit seinem Grindhouse Projekt „Death Proof“ noch durch eine gehörige Portion Ironie auch dem „modernen“ Publikum zugänglich zu machen versuchte, präsentiert uns Ti West bierernst und gänzlich ohne jenes Augenzwinkern. Letzteres scheint momentan im Mainstream-Horror jedoch genauso „in“ zu sein wie die sich an Härte, Länge und Masse in immer wieder neue Höhen (und Tiefen) steigernden Gewaltexzesse. Auch auf letzteres verzichtet West hier dankenswerterweise sehr zu Gunsten der stets stimmigen, bedrohlichen Atmosphäre.

Von den schlichten Stop/Motion Opening Credits, mit typischer Synthesizeruntermalung, bis hin zu Mode und Ausstattung. Allen voran Hauptaktrice Samantha (erfrischend natürlich: Jocelin Donahue) stilecht mit Dauerwellen, Walkman und Hochwasserjeans. Doch diese künstliche Authentizität besteht nicht nur auf der Oberfläche. Gerade aus diesem Grund verkommt der Film zu keinem Zeitpunkt zu einer puren Retro-Modenschau - der Teufel steckt hier eben auch im Detail.

West ist es nämlich auch gelungen, ein Stückchen Zeitgeist in seinen Bildern einzufangen. Die wilden Siebziger mitsamt ihrer Ideen und Ideale sind endgültig ausgeklungen. Der Banken- und Börsenboom steht bevor, und mit ihm das Aufkommen der „Ellbogengesellschaft“. Man ist letztendlich auf sich allein gestellt. So auch Samantha, die sich dem unheimlichen Babysitterjob trotz angebotener Hilfe unbedingt alleine ausliefern möchte. Es ist auch die Zeit, in der Serienkiller mit Hilfe der Medien zu omnipräsenten Monstern stilisiert werden und Dahmer, Bundy, Ramirez etc. durchs Land geistern. Xenophobie sowie Paranoia finden ihren Eingang ins kollektive Bewusstsein. Überall könnte der Tod lauern, jeder einsame Highway, jeder Nachbar, jeder dunkle Wald wird so zur Projektionsfläche jener Panikmaschinerie. Genau dieses Gefühl allseits herrschender Bedrohung scheint der Film zu atmen, jedes Bild wirkt davon durchtränkt und hält den Zuschauer konstant auf Spannung. Hinzu kommt eine beinah permanente Streicheruntermalung, welche dem Zuschauer den gesamten Film über vermeintliche Gefahren anzukündigen scheint. Umso wirkungsvoller entfalten sich schließlich die spärlich eingesetzten Schockmomente sowie das Finale, welches recht abrupt beginnt und knapp pointiert endet.

Somit entspricht selbst die Dramaturgie dem klassischen Horrorfilm: Fast eine Stunde geschieht - bis auf eine einzige Ausnahme - wirklich gar nichts. Wir sehen Samantha zu, erkunden mit ihr das unheimliche Anwesen und warten auf das bevorstehende Grauen, was sich allerdings erst in den letzten, alptraumhaften 15 Minuten offenbart.

Eine gelungene, wohltuende Alternative zum momentan angesagten Geisterbahnhorror.

>> verfasst von Christian Wagner

70%
Blutbengel
geschrieben am 20.02.2010 um 14:00 Uhr
Der Film ist tatsächlich ein erstaunlich erfrischender Genrebeitrag mit viel Liebe zum Detail, nur leider zahlt sich das lange Warten auf den "Twist" nicht wirklich aus. Die letzten zehn Minuten wirken nahezu konzeptlos und stellen stilistisch einen zu heftigen Bruch zum Vorausgegangenen dar. Insgesamt war mir das Finale letztendlich nicht pointiert genug und im Vergleich zum aktuellen französischen Output zu zahm.
30%
AberRush
geschrieben am 07.02.2010 um 18:00 Uhr
Gratulation blairwitch.de. Ihr habts mal wieder geschafft einen total langweiligen Film dermaßen überzubewerten.Überlegt euch mal. "Saw 6" gekommt 25% von euch. Und so ein stupider langweiliger Film 80%. Ich weiß ja nicht wer bei euch die Bewertung vornimmt, aber Ihr liegt so oft daneben, dass man eigentlich mit ruhigem Gewissen die Filme ansehen kann die Ihr schlecht bewertet und man die Filme die hohe Bewertungen bekommen meiden muss. Wollt Ihr weitere Beispiele? Ihr gebt Filmen wie "The Signal" 80%, wie geht denn das? Dagegen bekommt "The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning" bloß 20%? Sagt mir wenn ich mich irre, aber schaut mal die Userbewertungen im Gegensatz zu euren Bewertungen. Seht Ihr euch die Filme überhaupt an? Das geht so nicht. Lasst alle zusammen abstimmen und den Durchschnitt bilden, wie imdb.de, ich sag euch das kommt echt besser.Ich mag blairwitch.de echt, bin seit vielen Jahren fast täglich drauf, weil Ihr echt clever recherchiert und wirklich sehr gut informiert. Dafür echt Respekt. Ist bloß mal ne Kritik am Bewertungssystem.
80%
Debby
geschrieben am 28.01.2010 um 10:00 Uhr
Ich muss meinen Vorrednern absolut wiedersprechen!Ich fand den Film sehr spannend, weil er einem die ganze Zeit das Gefühl gibt es passiert gleich was und dadurch bleibt man ständig gespannt..Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und optisch ist der Film einfach großartig!Ich kann nur empfehlen, dass sich hier jeder selbst eine Meinung bildet, eine Chance hat dieser Film auf jeden Fall verdient.Ich finde allerdings, dass die Review etwas zu viel spoilert. Man sollte diese nur lesen, wenn man den Film schon gesehen hat!
30%
Avlo
geschrieben am 22.09.2009 um 00:00 Uhr
Vorweg: Ja, der Film sieht klasse aus, ja, der Film hat tolle Musik und ja, der Siebziger-Jahre-Horrorstreifen-style ist wirklich super umgesetzt. Aber das hilft nicht darüber hinweg, dass auf dem gesamten FantasyFilmfest dieser Film der einzige war, bei dem ich fast eingeschlafen wäre. 21 Filme in den sieben Tagen waren viel und natürlich war das alles recht anstrengend, aber selbst über Macabre konnte man noch lachen, Van Diemens Land hat mich irgendwie sogar berührt, aber House of the Devil war im Großen und Ganzen wirklich nur langweilig. Ein überraschender Kopfschuss und die fünf Minuten am Ende waren ja toll gemacht und durchaus spannend, aber das reicht doch nich.. Ich brauch wirklich nicht zwingend Blut und Gemetzel und epische Orkschlachten in einem Film, es gibt so viele Flme, auch anders viel mehr faszinieren können.Aber dieser Film gehört für mich absolut nicht dazu und ihm die gleiche Bewertung wie Orphan zu geben, der mich hell auf begeistert hat, kann ich nicht nachvollziehen.
50%
Mushashi
geschrieben am 17.09.2009 um 20:00 Uhr
Dieser Film ist die Enttäuschung pur..........Mit "THE HOUSE OF THE DEVIL" widmet sich Regisseur Ti West nicht einem gegenwärtigen Konfliktzustand sondern gräbt tief in der Retrokiste des Horrorkinos als es noch cool war einen Walkman zu besitzen. Anfang der 80er spielt diese sich sehr langsam entwickelnde Gruselmär um Teufelsanbeter, die sich stilistisch an themengleichen Hammerfilmen orientiert. Die Ausstattung ist sehr gut gelungen und man erwartet fast schon, dass Christopher Lee um die Ecke stapft. Den Babysitterjob hätte unsere tapfere Protagonistin besser nicht angenommen, aber der schnöde Mammon und eine leer Brieftasche verdrängen selbst Bedenken bei einer Mondfinsternis. Im Grunde ist diese Hommage an die alte Horrorzeit überflüssig, denn wenn schon, dann lieber die "echten" Streifen aus dieser Zeit.
40%
Anke
geschrieben am 16.09.2009 um 11:00 Uhr
Für mich einer der schwächsten Beiträge des diesjährigen Fantasy Filmfests. Über eine Stunde lang passiert so gut wie nichts. Und wenn es dann endlich ein bisschen zur Sache geht, ist der Film auch schon vorbei und mein Interesse an dem Gezeigten verflogen. Kurzzeitig kam ich mir auch vor wie in "Flashdance", als die Hauptperson mit Walkman und lauter Diskomusik durch das Haus tanzt. Ansonsten sieht man eine Aneinanderreihung belangloser Dinge wie z. B. jedes Zimmer des Hauses einzeln zu durchsuchen, eine Pizza zu bestellen, Pizza entgegenzunehmen oder zu essen. Atmosphäre oder Spannung sind kaum vorhanden. Die paar gruseligen Sachen werden in etlichen belanglosen und uninteressanten Szenen erstickt. Einzig hervorzuheben wäre die Hommage an die frühen Achtziger, was aber den Film nicht spannender macht. Das war leider nichts.
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