Moviebase Locke & Key (TV-Serie)

Locke & Key (TV-Serie)
Locke & Key (TV-Serie)

Bewertung: 60%

Userbewertung: 183%
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Originaltitel: Locke & Key
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 07.02.2020
DVD/Blu-Ray Verleih: 07.02.2020
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: Unbekannt
Studio: 20th Century Fox
Produktionsjahr: 2019
Regie: Michael Morris, Vincenzo Natalie, diverse
Drehbuch: Meredith Averill, Carlton Cuse, diverse
Darsteller: Kevin Alves, Thomas Mitchell Barnet, Coby Bird, Laysla De Oliveira, Griffin Gluck, Connor Jessup, Emilia Jones

Gut Ding will Weile haben, heißt es im Volksmund. Glaubt man diesem Sprichwort, müsste die nun startende Adaption der Graphic-Novel-Reihe „Locke & Key“, die von Stephen Kings Sohn Joe Hill geschrieben und von Gabriel Rodríguez illustriert wurde, ein echter Kracher sein. Mehrere Jahre lang versuchten sich unterschiedliche Produktionsfirmen und Sender an dem gruseligen Fantasy-Stoff, ehe Netflix Mitte 2018 das Zepter übernahm und die horrorerprobten Meredith Averill („Spuk in Hill House“) und Carlton Cuse („Bates Motel“) als Showrunner mit der Entwicklung einer Serie beauftragte. Nach Ansicht der ersten vier von insgesamt zehn Episoden zeigt sich eine hoffnungsvolle Tendenz, auch wenn der Start nicht sehr packend ausfällt.

Zu den ungeschriebenen Gesetzen des Horrorgenres gehört es, dass viele Geschichten mit einem Umzug der Protagonisten und dem Glauben an einen Neustart nach einem schrecklichen Ereignis beginnen. In „Locke & Key“ schlagen Nina Locke (Darby Stanchfield, „Carnage Park – Willkommen in der Hölle“) und ihre Kinder Bode (Jackson Robert Scott, „The Prodigy“), Kinsey (Emilia Jones, „Ghostland“) und Tyler (Connor Jessup, „Falling Skies“) ihre Zelte in der beschaulichen Kleinstadt Matheson auf, um den Mord an Ehemann und Vater Rendell (Bill Heck, „The Alienist – Die Einkreisung“) hinter sich zu lassen. Sein altehrwürdiges Elternhaus ist das neue Heim der Familie und entpuppt sich als verwunschener Ort, für den sich vor allem der Jüngste im Bunde empfänglich zeigt. Bode entdeckt nicht nur eine seltsame Frau (Laysla De Oliveira, „Im hohen Gras“) in einem Brunnen, sondern findet auch heraus, dass in dem viktorianischen Gebäude, das bezeichnenderweise den Namen Keyhouse trägt, eine Reihe magischer Schlüssel versteckt ist. Schlüssel, die ungeahnte Möglichkeiten eröffnen und Gefahren mit sich bringen.

Verweise auf Norman Bates und die Arbeit des legendären Spezialeffektkünstlers Tom Savini, Reminiszenzen an die Stephen-King-Verfilmungen „Shining“ und „Carrie – Des Satans jüngste Tochter" sowie allgemeine Überlegungen zu den Besonderheiten des Horrorkinos. „Locke & Key“ ist schon in den ersten Folgen mit Anspielungen für Genrefans gespickt, verbreitet zunächst aber bloß milden, um nicht zu sagen zahmen Grusel. Auch wenn Bode schnell in Kontakt mit den übernatürlichen Elementen des neuen Domizils kommt, hält sich der Nervenkitzel in engen Grenzen. Die Frau aus dem Brunnen ist zwar offenkundig verschlagen, hat zunächst allerdings keine besonders unheimliche Aura. Averill und Cuse legen ihr Hauptaugenmerk vorläufig auf die fantastischen Aspekte der Handlung und wollen das Publikum vor allem zum Staunen bringen.

Nicht nur die Spannung steigt anfangs eher verhalten an. Auch die Zeichnung der im Zentrum stehenden Figuren wirkt zum Einstieg nicht allzu aufregend. Emotionale Kraft entfaltet die Serie immer dann, wenn Rückblicke in die Vergangenheit, vor allem zum Mord an Rendell, Stück für Stück Informationen über das familiäre Beziehungsgeflecht preisgeben. Schuldgefühle und das Trauma der Bluttat belasten den Zusammenhalt und lassen sich auch nach dem Umzug nicht vertreiben. Dass der gewaltsame Tod irgendwie mit den Geheimnissen und der Geschichte von Keyhouse zusammenhängt, zeichnet sich früh ab und deutet auf eine Verschärfung der eingangs noch sehr zaghaft etablierten Konflikte hin.

Positiv für die Entwicklungsbögen der Protagonisten ist Bodes Entdeckung eines Schlüssels, der die Möglichkeit bietet, die eigene Persönlichkeit im wahrsten Sinne des Wortes zu erforschen. Eine Wendung, die es den kreativ Verantwortlichen zudem erlaubt, mit der visuellen Gestaltung zu spielen. Nach dem etwas schleppenden Anlaufen nimmt die Serie mit ihrer vierten Episode endgültig mehr Schwung auf und nährt so berechtigte Hoffnungen auf eine interessante, wendungsreiche, mit größeren Bedrohungen ausgestattete zweite Hälfte.

>> von Christopher Diekhaus

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