Moviebase Escape Room - Das Spiel geht weiter

Escape Room - Das Spiel geht weiter
Escape Room - Das Spiel geht weiter

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Originaltitel: Escape Room
Kinostart: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verkauf: 15.12.2017
DVD/Blu-Ray Verleih: 15.12.2017
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 85 Minuten
Studio: Escape Productions
Produktionsjahr: 2017
Regie: Will Wernick
Drehbuch: Will Wernick
Darsteller: Evan Williams, Annabelle Stephenson, Elisabeth Hower, Dan J. Johnson, John Ierardi

Eine Gruppe von Menschen lässt sich freiwillig in einem Zimmer einsperren und muss innerhalb einer vorgegebenen Zeit Aufgaben und Rätsel lösen, um sich aus der „Gefangenschaft“ zu befreien. Auch in Deutschland schießen an immer mehr Orten sogenannte Escape Rooms aus dem Boden, in denen man sich den zuvor beschriebenen Herausforderungen stellen kann. 2017 erblickten gleich zwei Filme das Licht der Welt, die dieses Locked-In-Szenario für einen Ausflug in Thriller- und Horrorgefilde nutzen. Beide Werke hören auf den naheliegenden, wenig einfallsreichen Titel „Escape Room“ und dürften in Windeseile wieder in Vergessenheit geraten. Einen eher traurigen Eindruck hinterlässt zumindest der von Will Wernick („Alone“) inszenierte Reißer, der verzweifelt darum bemüht ist, ein „Saw“-Gefühl zu erzeugen, damit aber auf ganzer Linie scheitert.

An seinem dreißigsten Geburtstag treffen sich Tyler (Evan Williams, „Versailles“) und seine Partnerin Christen (Elisabeth Hower, „Suits“) mit Tylers Schwester, deren Lover und einigen Freunden in einem Restaurant. Nach dem Essen eröffnet Christen den Anwesenden, dass sie sündhaft teure Gutscheine für den aufregendsten Escape Room in Los Angeles besorgt hat. Die Neugierde steigt weiter an, als nur wenig später ein Wagen vorfährt, um die Clique einzusammeln und zur Location zu chauffieren. Bei ihrer Ankunft müssen alle Teilnehmer bis auf Christen Augenbinden überziehen und finden sich nur wenig später in unterschiedlichen Räumlichkeiten wieder. Was als Spiel beginnt, entwickelt sich mehr und mehr zu einem Kampf ums nackte Überleben.

Ohne den etwas reißerischen, spürbar an die „Saw“-Filme angelehnten Prolog müsste der Zuschauer fast eine Stunde lang gähnende Langeweile ertragen, bis überhaupt einmal etwas Nennenswertes geschieht. Mit seinem Einstieg, der einen allwissenden, diabolischen Spielleiter präsentiert, baut Wernick zwar keine nervenzehrende Spannung auf, schafft es aber immerhin, den Zuschauer nicht schon in den ersten Minuten zu verprellen. Die Idee, einen Escape Room in eine tödliche Falle zu verwandeln, ist durchaus tragfähig, hätte jedoch erzählerisch und inszenatorisch viel besser ausgearbeitet werden müssen, um echten Schrecken hervorzurufen.

Als spielverderbendes Hindernis erweist sich – wie so oft in dieser Art von Terror-Film – bereits das Auflaufen affektiert-schnöseliger Pappfiguren, denen man ein rasches Ableben an den Hals wünscht. Bemerkenswert im negativen Sinne ist nicht zuletzt die Tatsache, dass in der Restaurantszene eine Freundin des Geburtstageskindes auftaucht, die bei der weiteren Abendplanung außen vor bleibt und somit auf Nimmerwiedersehen von der Bildfläche verschwindet. Welche Funktion ihr im Gesamtzusammenhang zukommt, dürfte bis in alle Ewigkeit das Geheimnis von Wernick und Drehbuchautor Noah Dorsey sein.

Obwohl es gerade mit Beginn der Rätsel-Spiele aufregend und schweißtreibend werden müsste, plätschert das Geschehen eine ganze Weile vor sich hin. Die Protagonisten bekommen erste Aufgaben, zicken sich ständig an und feiern kleinere Erfolge, wobei es schon erstaunt, wie schnell sie manchmal die richtigen Lösungen parat haben. Statt Nervenkitzel macht sich schnell Ermüdung breit, die sich auch dann nicht aus den Knochen schütteln lässt, als „Escape Room“ nach rund 55 Minuten endlich mit einer unangenehmen, blutig-ekligen Überraschung um die Ecke biegt.

Kleine Anflüge klaustrophobischer Intensität blitzen danach vereinzelt auf, sorgen aber nicht mehr dafür, dass sich der Film die Beschreibung „Thriller“ wirklich verdient. Zu gleichgültig ist einem das Schicksal der unter Druck stehenden Partygäste. Und zu einfallslos gerät das abrupt endende Finale, in dem Elisabeth Hower – ohne dass es dafür einen triftigen Grund gäbe – nackt durch die Gegend rennen muss. Spätestens hier erreicht Wernicks Möchtegernschocker billigstes Exploitation-Niveau und bringt den Zuschauer zu der Erkenntnis, dass ein Besuch in einem echten Escape Room sicher weitaus spannender ist als dieses lahme Machwerk. 

>> von Christopher Diekhaus

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