Moviebase Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street

Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street

Bewertung: 82%

Userbewertung: 85%
bei 87 Stimmen

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Originaltitel: Sweeney Todd: The Demon Barber Of Fleet Street
Kinostart: 21.02.2008
DVD/Blu-Ray Verkauf: Unbekannt
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 116 Minuten
Studio: Dreamworks / Warner Bros.
Produktionsjahr: 2007
Regie: Tim Burton
Drehbuch: Christopher Bond, John Logan, Hugh Wheeler, Stephen Sondheim
Darsteller: Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Alan Rickman, Timothy Spall, Sacha Baron Cohen, Jamie Campbell Bower, Laura Michelle Kelly, Jayne Wisener, Ed Sanders, Harry Taylor, Gaye Brown, Anthony Head, Gracie May, Ava May, Gabriella Freeman, Jody Halse, Aron Paramor, Lee Whitlock, Nick Haverson

Wenn ein wankender Pirat und ein ambitionierter Märchenerzähler aufeinander treffen, kann es sich nur um das Gespann Depp/Burton handeln. Alles begann 1990 mit dem gemeinsamen Film „Edward mit den Scherenhänden“ und zog sich dann mit dem Gruselmärchen „Sleepy Hollow“, der Kinderbuchverfilmung „Charlie und die Schokoladenfabrik“ und eben SWEENEY TODD erfolgreich fort. Und auch im letzten Projekt präsentiert Regisseur Tim Burton seine dunkle Seite, die dank eines brillant aufspielenden Johnny Depps erleuchtet wird.

Sweeney Todd (Johnny Depp) hieß früher Benjamin Barker. Er lebte glücklich mit Frau und kleiner Tochter und verdiente sein Einkommen als Barbier. Dann wurde er unschuldig zur Zwangsarbeit nach Australien verbannt. Angetan hat das dem machtlosen Friseur der mächtige Richter Turpin (Alan Rickman). Dessen Motiv war denkbar einfach: Er wollte Benjamin Barkers Frau. 15 Jahre später ist Barker zurück mit neuem Namen im alten Beruf und will Rache. Neben seinem Laden hat Mrs. Lovett (Helena Bonham Carter) ihre Bäckerei, in der sie aus streunenden Katzen und Kakerlaken die schlechtesten Fleischpasteten der Stadt herstellt. Von ihr erfährt er, dass sich seine Frau, nachdem sie von Turpin missbraucht wurde, mit Arsen vergiftet hat und dass seine Tochter von Turpin adoptiert wurde und gefangengehalten wird. Mrs. Lovett liebt Sweeney Todd, aber der wird ganz allein von seinem Bedürfnis nach Rache bestimmt, das sich in einen Hass auf die gesamte Menschheit auswächst. In der Situation, in der sie ihm hilft, seinen ersten Mord zu vertuschen, kommt der praktisch denkenden Frau die Idee mit den Pastetenfüllungen aus Menschenfleisch. Es ist auch ein Weg, ihm näher zu kommen. Damit haben die beiden plötzlich etwas, für das sie sich gemeinsam begeistern können. Es steht jedoch zu befürchten, dass das nicht unbedingt die Basis für eine glückliche Beziehung ist...

Anders, als der Inhalt es vielleicht vermuten lässt, beginnt das Musical nicht mit der glücklichen Zeit des Benjamin Barkers. Nach dem mit Orgelmusik unterlegten und animierten Vorspann steigen wir mit dem nach 15 Jahren wieder in London eintreffenden Barker in die Geschichte ein. Direkt zu Anfang lässt Depp, skurriler Weise in der ersten Szene wieder einmal als Kapitän eines Schiffes zu sehen, sein Gesangstalent in einem musikalischen Dialog mit seinem Kollegen Jamie Campbell Bowen (spielt den Anthony) erahnen. Und für wahr, die Gesangsdarbietungen können sich in SWEENEY TODD wirklich hören lassen.

Depp brilliert als frustrierter Barbier und drückt seinen Missmut in grimmigen Dialogen aus, harmoniert mit seiner Partnerin Bonham Carter (Burtons Ehefrau), die Depp gesangsmäßig allerdings nicht ganz das Wasser reichen kann. Auch Borat-Darsteller Sacha Cohen Baron mimt die ernste Rolle des Adolfo Pirelli glaubwürdig, Alan Rickman trällert ebenfalls gekonnt, erinnert mitunter aber an seine Rolle in „Das Parfum“. Auch die restlichen Nebenrollen wurden weise besetzt, dank der tollen Kostüme und des Make Up's, der Kulisse und der düsteren Optik bietet sich dem Zuschauer ein besonderes Horror-Musical.

Burton setzt über die Laufzeit von knapp zwei Stunden fast durchgehend auf ein tristes, graues und farbloses Bild. Nur in den Rückblenden, die Barker an seinen fröhlichen Tagen zeigen, und in Traumsequenzen wird es im Kinosaal hell und die gleißenden Farben schmerzen schon fast in den Augen. Burton gelingt ein visuell perfekt inszeniertes Stück und aufgrund der verblichenen Farben macht sich in den Szenen, in denen Depp seine Kundschaft singend rasiert, eine Gänsehaut breit. Wenn er sie schließlich ermordet, ebenfalls singend, wirken die dahinsiechenden Opfer, denen allesamt rote Blutfontänen aus der Kehle schießen, fast schon schwarzhumorig, so dass Mitleid mit ihnen wohl gänzlich ausbleibt.

So schön sich die gesungene Szenen auch anhören mögen, irgendwie fehlt es den Songs an Individualität. Die Texte sind selbstverständlich auf die vorherrschende Thematik angepasst, doch bei einem musikalischen Filmanteil von neunizg Prozent hat man mitunter das Gefühl, hier wiederhole sich etwas. Inwieweit die komponierten Songs auch in dem als Quelle geltenden Musicalstück von früher auftauchen, kann ich leider nicht sagen. Auch die Geschichte um den teuflischen Barbier bietet zwar eine gute Grundlage für ein solches Musical, weist aber zu keiner Zeit Überraschungen oder Tiefgang auf. Zum Schluss ein folgerichtiges Finale voller Schmerz und Trauer erzeugen ein berechtigtes, aber wenig aussagekräftiges Ende.

Vollkommen perfekt ist SWEENEY TODD sicherlich nicht. Auch hier eine weitere hervorragend gelungene Produktion von Tim Burton, der sich glücklich schätzen darf, dass er für die Vision des Barbiers Barker/Todd einen glänzend aufgelegten Depp sein Eigen nennen durfte.

>> verfasst von Janosch Leuffen

100%
Little Miss Todd
geschrieben am 01.05.2009 um 11:00 Uhr
ich liebe diesen Film. Ich habe die Bühnenversion von 1982 mit Angela Lansburry auf DVD angeschaut und war begeistert von dem mordenden Barbier auf Rachefeldzug. Als ich dann gehört habe das Sweeney Todd verfilmt wird, Und Tim Burton Regie führt wusste ich schon das es mein Lieblingsfilm wird. Ich liebe Tim Burtons Filme. Er ist einfach ein Genie. Und der Film war genauso wie ich mir gedacht habe: Wundervoll. Perfekt umgesetzt besser hätte es niemand anders HInkriegen können. Ich bin begeistert :)
90%
Bleue
geschrieben am 27.02.2008 um 23:00 Uhr
ein genialer film! ich mochte bisher die burton-filme (außer sleepy holloew und edward) nicht wirklich, aber dieser film ist grandios! der gesang, das setting, die cinematography! wow.... für ein musical ziemlich gut.vor allem das ende hat mich begeistert. herrlich schwarz, dieser film!
80%
Kakaomaus
geschrieben am 26.02.2008 um 16:00 Uhr
Wer weiß, von welchem Schlag Tim Burton ist, kann sich auf einen skurilen Film einstellen.Dass Johnny Depp ein begnadeter Schauspieler ist, beweist er auch in diesem Film gnadenlos.Man muss sich aber darauf gefasst machen dass wirklich 90 % Gesang ist, was meiner Meinung nach den ganzen Film abrundet aber hie und da schon ein bisschen zu viel ist.Ein sehr guter Film mit Qualitätssiegel.
100%
Viv
geschrieben am 25.02.2008 um 23:00 Uhr
Ich habe mich lange auf diesen Film gefreut, da ich ein großer Fan von Alan Rickman, Helena Bonham Carter und Johnny Depp bin. Wer die Werke von Tim Burton kennt, der weiß, dass es sich bei diesem Film um eine düstere und bizarr dargestellte Version unserer Welt handelt, in der helle Farben und Gemüter fehl am Platz wirken. Die Erzählung des Sweeney Todd ist eine morbide Geschichte mit viel Blut und Gesang. Die beste Beschreibung ist hier wohl Grusical.Die Schauspieler sind allesamt hervorragend, die Geschichte fesselnd und großartig. Wer Meere aus Blut ebenso verträgt, wie singende Darsteller, für den ist dieser Film eine definitive Empfehlung wert. Von meiner Seite aus bekommt er die Höchstwertung.
50%
Halloween_Boy
geschrieben am 25.02.2008 um 22:00 Uhr
Ich, als großer Horrorfan, ging skeptisch an die Sache ran. Ein Musical? Mit Johnny Depp? Kann der überhaupt singen?...Ich kann die letzte Frage klar mit JA beantworten...Alle Darsteller machen ihre Sache mehr als gut und Johnny Depp spielt und singt einfach nur großartig! In dem Film wird natürlich mehr gesungen als gesprochen, da er ja ein Musical ist. Trotzdem finde ich das dem Film mehr nicht gesungene Dialoge gut getan hätten. Alles in allem ein klasse morbides Musical mit überragendem Johnny Depp. Und noch ein Tipp für Splatterfans die den Film noch nicht gesehen haben: Auch ihr kommt gegen Ende auf eure Kosten ;)
10%
RebelRuze
geschrieben am 23.02.2008 um 00:00 Uhr
Da möchte man Freitag Abend ins Kino gehen, hat die ganze Woche über gearbeitet und freut sich schon darauf endlich mal was anderes zu tun.Ich hatte leider nicht allzu viel Zeit mich im internet zu informieren, also nur ganz kurz die Bewertungen zu diesem Film angeschaut, allesamt gut.Er wird unter der Rubrik Horrorfilm geführt, Darsteller Johnny Depp.Was will man mehr.........................................................Das ist der mit Abstand schlechteste ???Film??? den ich in meinem Leben gesehen habe.Und eine bodenlose Verarschung das nirgendwo daraufhingewiesen wird, dass es sich hier um EIN MUSICAL HANDELT.Ich bin noch nie in meinem Leben aus dem Kino vorzeitig gegangen.Heute war das erste mal...
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