Moviebase Eye, The (Remake)

Eye, The (Remake)
Eye, The (Remake)

Bewertung: 30%

Userbewertung: 30%
bei 91 Stimmen

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Originaltitel: Eye, The (Remake)
Kinostart: 29.05.2008
DVD/Blu-Ray Verkauf: 10.11.2008
DVD/Blu-Ray Verleih: Unbekannt
Freigabe: FSK 16
Lauflänge: 97 Minuten
Studio: Vertigo Films / Falcom Media
Produktionsjahr: 2008
Regie: David Moreau, Xavier Palud
Drehbuch: Danny Pang, Oxide Pang Chun
Darsteller: Jessica Alba, Alessandro Nivola, Parker Posey, Rade Serbedzija, Fernanda Romero, Rachel Ticotin, Obba Babatundé, Chloe Moretz, Tamlyn Tomita, Karen Austin, Kisha Sierra, David Milchard, Kimani Ray Smith, Tegan Moss, Zak Santiago, Danielle Lozeau

„Aus den Achtzigern haben wir jetzt bereits so viele Filme neu aufgelegt, sollen wir jetzt nicht mal wieder einen aus Asien nehmen?“ Gesagt, getan. Nachdem Naomi Watts mit „Ring“ und „Ring 2“ (Original „Ringu“) und ihre Kollegin Sarah Michelle Gellar in „The Grudge“ und „The Grudge 2“ den Fluch der Remakes nach Hollywood holten, ist es mit THE EYE wieder einmal an der Zeit, eine völlig überflüssige Amerikanisierung eines guten Asia-Gruslers zu inszenieren. Nicht nur, dass die Geschichte nahezu 1:1 vom Original übernommen wird, auch mit den Darstellern tat man sich bei diesem Szenario keinen Gefallen.

Im Alter von 5 Jahren verlor Sydney Wells ihr Augenlicht, als sie mit ihrer Schwester zusammen unaufmerksam Feuerwerkskörper entzündete. Sydney hat sich seitdem an das Leben ohne Augenlicht gewöhnt und ihre anderen Sinne dementsprechend gut ausgebildet. Eine erste Augentransplantation scheiterte, da ihr Körper die Spenderaugen nicht akzeptierte. Nun soll die Zeit des Schwarzsehens also endgültig vorbei sein. In einer erneuten Operation werden der jungen Frau zwei Spendersehorgane eingesetzt – und diesmal geht alles gut. Anfangs zumindest. Denn bereits kurz nach der Transplantation sieht sie plötzlich seltsame Dinge, die anscheinend niemand ihrer Freunde wahrnehmen kann. Geplagt von düsteren Albträumen und Visionen dreht Sydney durch. Niemand schenkt ihr Glauben, niemand will etwas von angeblichen Geistern wissen. Die taffe Frau nimmt das Zepter selbst in die Hand und begibt sich auf die Suche nach der Augenspenderin. Je mehr sie über die Spenderin erfährt, desto deutlicher wird die Bedeutung ihrer neuen Augen: Sie kann Dinge sehen, bevor sie geschehen und setzt alles daran, ein furchtbares Unglück zu verhindern…

Das Original aus dem Jahr 2002 sorgte nicht nur in Asien für Aufsehen und zog sogar zwei Fortsetzungen nach sich. Hoffen wir, dass diese dem Remake verwehrt bleiben. THE EYE beginnt, wie eben auch das Vorbild, langsam und ruhig. Wir nehmen die Welt von Sydney mit ihren Sinnesorganen wahr, begleiten sie durch den Alltag einer Blinden – bis hin zur Operation. Das dauert eine ganze Weile, stört aber erstmal nicht. Nervenaufreibend wird es erst nach der Transplantation, wenn der eigentliche Horror beginnen soll. Dass dieser aber in Spannungsarmut untergeht, konnte man fast vorhersehen. Die französischen Regisseure Xavier Palud und David Moreau, die sich für das Remake einen Regiestuhl teilen mussten, schaffen alles andere, aber mitnichten eine beängstigende Atmosphäre. Dafür sorgen auf der einen Seite die abgedroschenen und im selben Stil immer wiederkehrenden Schocker und die Auswahl der Hauptdarstellerin. So hübsch und knuddelig Jessica Alba auch sein mag, in diesem Film hat sie nichts verloren. In keiner Sekunde verkörpert sie eine verzweifelte Blinde, die durch ihr neues Augenlicht noch schlimmer dran ist als vorher, auf der Leinwand glaubhaft.

Auch darf ruhig die Frage gestellt werden, ob der Kameramann beim Anblick der Filmoperation wohl Kopfschmerzen bekommen hat. Hier wurde, der Sicht Sydneys entsprechend, am Schärferegler gedreht. Die Bilder verlieren nach und nach den Effekt, Gänsehaut zu erzeugen. Als Zuschauer freut man sich, wenn Sydney endlich mit klarer Sicht in die umliegende Welt blickt und THE EYE auf die unscharfen Silhouetten verzichtet. Eine überzeugende Optik schützt vor Belanglosigkeit nicht. Was diesem Film fehlt ist nötige Kreativität in Sachen Regie und Schockeffekt, der Score wirkt in vielen Fällen als Spannungsvorwegnehmer. Mitunter will sich das andauernde Gefühl einstellen, man befinde sich in einem Mix aus „Final Destination“, dem „Boogeyman“ (man beachte die Gehilfen des Todes, die auf die demnächst sterbenden Personen warten, um sie dann mit ins Reich der Verblichenen mitzunehmen) und dem Spiel „Ich sehe was, was Du nicht siehst“.

Der immer häufiger werdende Blick zur Uhr macht deutlich, dass die Zeit hier sehr schleppend vergeht. Fünfzehn Minuten fühlen sich wie eine halbe Stunde an. Und so dreist man die Vorlage auch übernommen hat, schafft es allen voran Frau Alba, dem Ganzen Dümpelhorror noch ein Tüpfelchen zu verpassen: Sie nervt. Ihre Mimik ist so facettenreich und ausdrucksstark, wie man es aus ihren Komödien gewohnt ist – nur eben, dass sie in diese hineinpasst. Sobald es in THE EYE an die Hervorbringung von Angst, Panik und Verzweiflung geht, versagt Jessica Alba auf ganzer Linie. Sie ist für eine solche Rolle die perfekte Fehlbesetzung. Gerade in den Szenen, wo sie in Zusammenarbeit mit einem Geist kooperiert, den ein Außenstehender schließlich nicht sehen kann, verkommt der Horror zur Lachnummer. Sydney alias Alba kniet auf dem Boden, die Hände wie bei einer Umarmung von sich gestreckt. OHNE Schauspielpartner sieht das einfach zum Brüllen komisch aus.

Wer das Original kennt und mag, wird das Remake hassen. Aber auch die, die „The Eye“ von 2002 nicht kennen und sich sofort die Neuauflage von 2008 zu Gemüte führen, werden sich im Kinosaal schrecklich langweilen. Bis auf ein paar Schocker und das halbwegs temporeiche Finale (mit abgekupferter „Spider-Man“-Sequenz) wurde THE EYE einfach öde und absolut vorhersehbar inszeniert. Da wünscht man sich im Nachhinein, für die 90 Minuten einfach mal blind gewesen zu sein – wenn man nicht sowieso schon die Augen geschlossen hatte.

>> verfasst von Janosch Leuffen

10%
Chris
geschrieben am 15.07.2008 um 12:00 Uhr
"The Eye" beweist einmal mehr, das in Sachen Kreativität Hollywood stagniert und lieber bekannte Stoffe zu leblosen Hochglanzprodukten verwurstet, um ein paar Millionen flott zu verdienen.
60%
Patrick
geschrieben am 03.06.2008 um 22:00 Uhr
ich habe den film grade im kino gesehen und stimme der vorliegenden kritik in sofern zu, dass der streifen alles andere als ein überfliger ist.es gibt einige gute (aber vorhersehbare) schockeffekte, aber dazwischen war es doch eher zäh und teilweise langweilig.ich kenne das orginal nicht , deswegen kann ich mir keinen direkten vergleich erlauben. mich hat der film ein bischen an gothica erinnert.weil der film dann doch besser war als so mancher andere horror-müll den ich in letzter zeit gesehen habe (z.b. seed) gebe ich ihm doch 60%, also leicht überm durchschnitt
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