Resident Evil – Zach Cregger versteht den Frust der Fans und hofft auf eine Chance

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Die Ankündigung eines neuen Resident Evil-Films löst bei Fans der legendären Survival-Horror-Reihe traditionell gemischte Gefühle aus. Zu tief sitzen die Wunden von actiongeladenen, aber spielfernen Verfilmungen der Vergangenheit. Nun steht Regisseur Zach Cregger (Weapons, Barbarian) am Steuer – und ein aktuelles Interview mit IGN zeigt, dass er die Ängste der Community sehr genau versteht. Doch wird sein Ansatz die Fans glücklich machen oder endgültig verärgern?

Das größte Konfliktpotenzial liegt in der Story: Cregger verfilmt nicht die exakten Geschichten der Spiele. Das bedeutet auch, dass Ikonen wie Leon S. Kennedy oder Claire Redfield nur mit ihrer Abwesenheit glänzen.

Im oben erwähnten Gespräch zeigte sich Cregger überraschend verständnisvoll und reflektiert über die enttäuschten Reaktionen: «Ich glaube, ich war naiv», gab er zu. «Ich war mir sicher, Fans dieser Spiele würden sich – genau wie ich – riesig darüber freuen, dass jemand kommt und aus Resident Evil einen echten Survival-Horror-Film macht.»

Das Dilemma mit Verfilmungen

«Ich dachte: ‚Das ist doch großartig!‘ Ich habe die Stimmung nicht richtig eingeschätzt, nach dem Motto: ‚Wir warten schon ewig auf Leons Geschichte.‘ Und ich respektiere das – und es tut mir auch leid, dass das nicht die Geschichte ist, die ich liefere. Ich verstehe den Frust wirklich.»

Das Besondere an Creggers Ansatz: Er ist selbst leidenschaftlicher Fan der Spiele und kann die Skepsis der Community komplett nachvollziehen. Er zieht sogar einen direkten Vergleich zu den früheren Verfilmungen:

«Ich verstehe es deshalb so gut, weil ich die früheren [Resident Evil]-Filme gar nicht gesehen habe – eben weil sie nicht nach dem Resident Evil aussahen, das ich liebe. Wie könnte ich also frustriert über Fans sein, die genau dieselbe Einstellung haben?»

Cregger betont, dass sein Film kein seelenloses Hollywood-Projekt sei, das lediglich den Namen der Marke ausnutze. Er bitte die Fans darum, dem Streifen trotz der anfänglichen Enttäuschung eine Chance zu geben:

Ein Regisseur, der den Frust teilt

«Meine einzige Hoffnung ist, dass sie sich den Film trotz ihrer Skepsis oder ihrer Enttäuschung darüber ansehen, dass ich nicht einige der Geschichten erzähle, die die Spiele schon so gut erzählen. Ich hoffe, dass sie sich verstanden fühlen, wenn sie das Werk sehen, und dass sie all die Liebe zu den Spielen wiedererkennen, die in diesem Film steckt – denn sie ist da.»

«Das bin nicht einfach ich, der irgendeine Geschichte erzählt und das Label ‚Resident Evil‘ draufklatscht, nur um ein Budget zu bekommen. Das bin ich, wie ich eine echte Resident Evil-Geschichte erzähle. Ich verstehe den Widerstand, weil ich ihn selbst spüre. Aber ich habe dieses Projekt wirklich aus Liebe gemacht.»

Zach Creggers ehrliche Worte könnten die Wogen glätten. Während Puristen, die auf eine Eins-zu-eins-Adaption von Resident Evil 2 oder 4 gehofft haben, wohl enttäuscht sein werden, gibt es für Horror-Enthusiasten einen riesigen Lichtblick: Wir bekommen endlich einen Film, der den Geist des echten Survival-Horrors atmet und von einem Filmemacher inszeniert wird, der die Vorlage liebt.

©Sony Screen Gems

Geschrieben am 04.09.2026 von Carmine Carpenito
Kategorie(n): News, Resident Evil, Top News